Was gehört in den Tresor? Wertsachen sicher zu Hause aufbewahren!

Noch vor einigen Jahren war es üblich, sein Erspartes und wichtige Dokumente sicher an einem Ort aufzubewahren. Omas Sparstrumpf oder das Versteck unter der Matratze haben jedoch längst ausgedient. Dank Online-Banking und flächendeckender Versorgung mit EC-Automaten ist Geld heutzutage am besten auf dem Hausbank-Konto aufgehoben. Auch Sicherheitsexperten halten nichts davon, große Mengen Bargeld daheim zu horten. Doch wie sieht es mit anderen Wertsachen aus? Sind Goldmünzen, Schmuck und Co. in einem Haussafe wirklich sicher?

Qualität und Prüfsiegel wichtigste Merkmale von Tresoren

„Jein“ sagen die Fachleute und verweisen darauf, dass nur ein qualitativ hochwertiger Safe wirklichen Schutz vor Panzerknackern bietet. Zu diesem Urteil kommt auch Stiftung Warentest in Ausgabe 02/2016. Billige Safe-Modelle sind demnach keine gute Aufbewahrungsmöglichkeit für Wertsachen oder sensible Dokumente. Bei einigen Minitresoren brauchten die Tester nur wenige Minuten, um diese mit handelsüblichem Werkzeug zu öffnen. Sicherheit sieht anders aus!
Einen guten Tresor erkennen Sie hingegen an den Zertifikaten ECB:S oder VdS. Safes mit diesen Prüfsiegeln sind bestens für den Hausgebrauch geeignet und schützen zuverlässig vor Langfingern. Um einen Tresor aber wirklich sicher zu machen, braucht es auch einige Überlegungen zum Aufstellort.

Wo stelle ich einen Safe am besten auf?

Was in James-Bond-Filmen funktioniert, ist tatsächlich auch ein guter Tipp für das eigene Heim. Ein in die Wand eingelassener Safe – im Optimalfall hinter einem Bild oder Möbelstück versteckt – bietet den allerbesten Schutz vor Einbrechern. Ein Tresor mit Wand- oder Bodenhalterung kann von Dieben schließlich nicht einfach mitgenommen werden. Zudem liegt die Achillesferse von preisgünstigen Panzerschränken zumeist nicht direkt an der Tresortür, sondern eher an der Rückwand. Ein fest verbauter Safe ist somit die sicherste Variante.
Auch Möbeltresore bieten einen guten Schutz. Bei vielen Modellen wird entsprechendes Verankerungsmaterial mitgeliefert, mit dem die Safes fest in den Wand- oder Kleiderschrank eingebaut werden können. So besteht auch hier nicht die Gefahr, dass Kriminelle mit Ihrem Safe unter dem Arm aus der Wohnung spazieren können. Gute Tresore haben durch die verbaute Stahlmenge ohnehin ein viel zu hohes Gewicht, als dass diese einfach weggetragen werden könnten.

Welche Schließtechnik ist bei einem Tresor wirklich sicher?

Nicht nur Material, Gewicht und Aufstellort tragen grundsätzlich zur Sicherheit eines Heimtresors bei, auch die Schließtechnik ist von entscheidender Bedeutung. Ein Großteil der Safes wird mit einem Hochsicherheits-Doppelbartschloss ausgeliefert. Diese Schlösser bieten entsprechende Vorteile:

  • Zuverlässig und robust
  • Kein Zahlencode notwendig, der vergessen werden könnte
  • Einsatz auch an klimatisch unterschiedlichen Standorten möglich

Sollten Sie sich für einen Tresor mit dieser Schließtechnik entscheiden, dürfen Sie den Schlüssel allerdings niemals am Schlüsselbund mit sich herumtragen. Geschulte Kriminelle erkennen Doppelbartschlüssel auf einen Blick und könnten versuchen, in den Besitz des Schlüssels zu kommen. Generell ist eine sichere Lagerung der Schlüssel zwingend erforderlich. Standardmäßig sind die Tresore zwar immer mit einem zusätzlichen Ersatzschlüssel ausgestattet. Wenn allerdings ein Schlüssel verloren geht, sollte das Schloss trotzdem ausgetauscht werden. Kommen beide Schlüssel abhanden oder funktionieren nicht mehr richtig, muss der Tresor aufgebohrt werden.
Die bequemste Art einen Tresor zu öffnen, ist die Eingabe einer Geheimzahl bzw. eines PIN-Codes, wie allgemein auch bei einer EC-Karte oder beim Handy üblich.
Tresore können optional mit einem elektronischen Zahlenschloss ausgerüstet werden, bei dem eine längere Zahlenkombination (PIN) für das einfache „Sesam öffne dich“ sorgt.
Doch Vorsicht – mit Ihrer Ziffern-Zauberformel sollten Sie äußerst sorgsam umgehen. Wenn Sie die PIN vergessen, kann der Tresor im schlimmsten Fall nur noch gewaltsam geöffnet werden. Wenn Sie die Kombination aufschreiben, droht hingegen Gefahr durch Räuber. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seinen Tresor-PIN-Code genauso hüten wie den PIN-Code seiner EC-Karte. Die sicherste Variante ist es, sich die Nummernabfolge einzuprägen – z. B. mit einer kleinen Eselsbrücke.

Wertsachen im Safe – was sagt die Versicherung dazu?

Ein Safe im Haus ist eine gute Investition, wenn Sie teuren Schmuck, Uhren oder wertvolle Sammlerstücke wie Goldmünzen oder Briefmarken besitzen. Auch wichtige Dokumente sind in einem Tresor bestens aufgehoben, da diese zumindest temporär Testamente und Versicherungspolicen auch gegen Flammen schützen.
Doch wie sieht es eigentlich versicherungstechnisch aus, wenn Privatpersonen große Vermögenswerte im heimischen Panzerschrank bunkern?
Ganz einfach: Bis zu einem gewissen Betrag greift die normale Hausratversicherung. Wer aber sehr wertvolle Gegenstände in seinem Safe aufbewahrt, sollte einen Blick auf das Sicherheitslabel seines Tresors werfen. Zertifizierte Sicherheitsschränke (EN 14450) Grad S1 können privat mit bis zu 5.000 Euro versichert werden, bei Stufe S2 sind es schon 20.000 Euro. Hierbei handelt es sich um empfohlene Versicherungssummen. Besprechen Sie mit Ihrem Versicherer, bis zu welcher Summe Ihre Werte versicherbar sind.

Ein zertifizierter Wertschutzschrank mit Widerstandsgrad I nach EN 1143-1, wie der „MyHome Safe 2“ des nordhessischen Tresor-Spezialisten FORMAT, kann bei privater Nutzung sogar bis 65.000 Euro versichert werden. Damit ist Ihr Hab und Gut in jedem Fall bestens aufgehoben und abgesichert. Sie haben Fragen zu Tresoren oder der Versicherung Ihrer Wertsachen? Sprechen Sie uns einfach an!

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