Staatliche Förderung mit der Wohnungsbauprämie

Haben Sie schon einmal in Erwägung gezogen, die Wohnungsbauprämie zu beantragen? Damit Sie sich nach gefasstem Entschluss, Eigenheimbesitzer zu werden, noch schneller vom Vermieter verabschieden können, hilft Ihnen der Staat auf dem Weg in die eigenen vier Wände. In vielen Fällen haben Bausparer ein Anrecht auf staatliche Förderung. Doch was versteht man eigentlich genau unter der Wohnungsbauprämie?

Als staatliche Förderung zählt die Wohnungsbauprämie zu den klassischen Unterstützungsmaßnahmen auf dem Weg zum Immobilienkauf. Mit einem Antrag auf die Wohnungsbauprämie können Sie Ihre Einzahlungen in der Ansparphase als Bausparer staatlich fördern lassen. Die Bundesrepublik Deutschland hat die Wohnungsbauprämie bereits 1952 zu dem Zweck eingeführt, dass sich Bürger auch ohne viel Eigenkapital eine Immobilie leisten können.

Wer kann die Wohnungsbauprämie beantragen?

Laut Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG) steht es Prämienberechtigten frei, die Wohnungsbauprämie zu beantragen. Dazu zählen gemäß WoPG Personen ab 16 Jahren und Vollwaisen unabhängig von ihrem Alter. Grundvoraussetzung für die Wohnungsbauprämie ist, dass Sie einen Bausparvertrag besitzen. In diesen müssen Sie im Laufe des Jahres Sparraten einzahlen. Damit Sie die staatliche Förderung erhalten, müssen Sie zusammen mit dem Antrag auf die Wohnungsbauprämie verschiedene Unterlagen und Angaben wie beispielsweise die jährlichen Sparaufwendungen bei der jeweiligen Bausparkasse einreichen.

Weitere Bestimmungen für die Wohnungsbauprämie:

  • Sie können die Wohnungsbauprämie bis zu zwei Jahre rückwirkend beantragen.
  • Der Staat fördert außer Bausparverträgen auch Anteile an Bau- und Wohnungsgenossenschaften bzw. Beteiligungen an Wohnungs- und Siedlungsunternehmen.
  • Die jährliche Mindestsparleistung beträgt 50 Euro.
  • Voraussetzung für die Wohnungsbauprämie ist eine wohnwirtschaftliche Verwendung der geförderten Sparverträge.
  • Vermögenswirksame Leistungen zählen nicht zu den prämienbegünstigten Aufwendungen.

Wie hoch ist die Förderung bei der Wohnungsbauprämie?

Die Höhe der staatlichen Förderung ist abhängig von Ihrem Familienstand. Während der Staat bei Ledigen jährliche Einzahlungen bis maximal 512 Euro fördert, liegt der förderbare Betrag bei Verheirateten bei höchstens 1.024 Euro. Für diese Sparleistung erhalten Sie eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent. Somit erhalten Ledige pro Jahr maximal 45,06 Euro und Verheiratete 90,11 Euro. Das Finanzamt überweist Ihnen die Prämie nach einer Sperrfrist von sieben Jahren seit Vertragsabschluss direkt auf Ihren Bausparvertrag. 

Antrag auf Wohnungsbauprämie – beachten Sie die Einkommens-Höchstgrenzen

Verbuchen Sie jedoch zu hohe Einnahmen, verlieren Sie den Anspruch auf eine Wohnungsbauprämie. Ledige dürfen laut Gesetz höchstens 25.600 Euro jährlich verdienen, Verheiratete pro Jahr maximal 51.200 Euro. Für die Höchstgrenze ist das zu versteuernde Einkommen entscheidend, also das Einkommen nach Abzug von Werbungskosten beziehungsweise Betriebs- und Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Kinder- sowie sonstigen Freibeträgen. Liegt Ihr Bruttoeinkommen über diesen Maximalbeträgen, haben Sie gegebenenfalls dennoch ein Anrecht darauf, die Wohnungsbauprämie zu beantragen. Weil das Finanzamt regelmäßig überprüft, ob Sie die Einkommensgrenze einhalten, müssen Sie den Antrag auf Wohnungsbauprämie Jahr für Jahr neu stellen. In der Regel schickt Ihnen Ihre Bausparkasse den Antrag automatisch zu. 

Die Förderung für die Wohnungsbauprämie im Überblick:

Förderung 8,8% auf Einzahlungen von max. 512 EUR p.a. für Ledige/
1.024 EUR p.a. für Verheiratete
= 45,06 EUR pro Jahr und Person
Sparrate Ledige: monatlich 43 EUR
Verheiratete: monatlich 86 EUR
Bedingungen Einkommensgrenzen:
Ledige: 25.600 EUR
Verheiratete: 51.200 EUR
zu versteuerndes Einkommen
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