Die Bewerbermappe für Wohnungen – das müssen Sie beachten!

Bezahlbare Mietwohnungen sind heute Mangelware: Gerade in den großen Städten und Ballungsräumen wird die Wohnungsbesichtigung mittlerweile zum knallharten Auswahlverfahren mit jeder Menge Konkurrenz. Neben dem persönlichen Eindruck beim Makler oder Eigentümer zählen vor allem harte Fakten zu Ihrer persönlichen und finanziellen Situation. Welche Unterlagen Sie zur Wohnungsbesichtigung mitbringen sollten, um Ihre Chancen auf das begehrte Mietobjekt zu erhöhen, erfahren Sie hier.

So stellen Sie Ihre Bewerbermappe zusammen

Beim Wort „Bewerbungsmappe“ stutzen Sie vielleicht, kennen Sie diesen Begriff doch wahrscheinlich aus einem ganz anderen Kontext. Tatsächlich aber wird immer häufiger schon beim ersten Treffen zwischen Interessent und Vermieter, Makler oder Eigentümer eine Übersicht über Sie als neuer potenzieller Mieter fällig – zusammengefasst in einer Bewerbermappe. Aber warum eigentlich?
Eigentümer schätzen solvente, zuverlässige und langfristige Mieter und schauen sehr genau hin, wenn es darum geht, eine Wohnung oder ein Haus neu zu vermieten. Wer beim Vermieter oder zuständigen Makler einen positiven und bleibenden Eindruck hinterlassen und in die engere Wahl kommen möchte, sollte im Vorfeld wichtige Unterlagen zusammenstellen und zur Wohnungsbesichtigung mitnehmen.

Folgende Dokumente und Informationen gehören in die Bewerbermappe:

  • ein kurzes Anschreiben, in dem Sie sich kurz vorstellen und Ihre Lebenssituation beschreiben
  • Einkommensnachweise (Lohn- oder Gehaltsabrechnung, Renten- oder BAföG-Bescheid, Bewilligung über Sozialleistungen)
  • eine Mieterselbstauskunft
  • der Arbeitsvertrag
  • eine SCHUFA-Auskunft für Vermieter
  • eine Kopie des Personalausweises
  • eine Mietzahlungsbestätigung des Vorvermieters
  • eventuell eine Bürgschaft (z. B. bei Studenten oder Auszubildenden mit geringem Einkommen)

Hinzufügen können Sie Ihrer Mappe auch Referenzen Ihrer vorherigen Vermieter und – der Vollständigkeit halber – einen Lebenslauf.

Was ist eine Mieterselbstauskunft und welche Fragen muss ich beantworten?

Die meisten Vermieter und Maklerbüros legen großen Wert auf eine Selbstauskunft, in der ein Bewerber Angaben zu seiner persönlichen Lebenssituation und seinen finanziellen Verhältnissen macht. Bei Wohnungsbesichtigungen werden Sie in der Regel gebeten, ein entsprechendes Formular auszufüllen. Einen besseren Eindruck machen Sie jedoch, wenn Sie eine ausgefüllte Selbstauskunft bereits griffbereit haben. Zu den Angaben, nach denen in einer Mieterselbstauskunft gefragt wird, zählen

  • Name, Geburtsdatum, Wohnort, Kontaktdaten
  • Familienstand
  • Arbeitgeber und monatliches Nettoeinkommen
  • derzeitiger Vermieter
  • Informationen zu weiteren Personen, die in das betreffende Mietobjekt mit einziehen
  • Mietrückstände aus bisherigen Mietverhältnissen
  • Zwangsvollstreckung in Zusammenhang mit Mietverhältnissen
  • Verbraucherinsolvenzverfahren innerhalb der letzten fünf Jahre
  • eidesstattliche Erklärungen
  • freilaufende Haustiere wie Hunde oder Katzen

Diese sollten Sie unbedingt wahrheitsgemäß beantworten, da der Vermieter anderenfalls berechtigt ist, Ihnen fristlos zu kündigen. Einige Makler und Eigentümer verlangen in ihren Selbstauskünften noch detailliertere Informationen, die rechtlich allerdings nicht zulässig sind, wie z. B. die Frage nach

  • Vorstrafen oder Rechtsstreitigkeiten
  • alten Schulden
  • ethnischer Zugehörigkeit
  • religiösen oder politischen Überzeugungen
  • Mitgliedschaft in Vereinen
  • Kinderwunsch oder Schwangerschaft
  • der sexuellen Orientierung
  • dem Gesundheitszustand und Behinderungen
  • Hobbys

Übrigens: Viele Maklerbüros oder Immobilienfirmen haben einen eigenen Vordruck für die Selbstauskunft. Schauen Sie sich also vor der Besichtigung auf der Website des Anbieters um oder fragen Sie nach, ob eine individualisierte Selbstauskunft auszufüllen ist.

Was ist die SCHUFA-Auskunft und was steht darin?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, ist die führende Wirtschaftsauskunft in Deutschland. Sie dient Unternehmen und Verbrauchern als zuverlässige Informationsquelle, wenn es um die Zahlungsfähigkeit von Vertragspartnern geht. Das Zertifikat der SCHUFA-Auskunft gehört zu den Standarddokumenten für eine Wohnungsbesichtigung und wird spätestens beim Abschluss eines Mietvertrages gefordert. Je früher Sie dieses Zertifikat vorlegen, desto besser.

Folgende Informationen enthält eine SCHUFA-BonitätsAuskunft:

  • Angaben zur Identität der betreffenden Person
  • Aussagen zur Bonität anhand des SCHUFA-Orientierungswerts
  • Übersicht der bei der SCHUFA gespeicherten personenbezogenen Daten
  • Aussagen zur Zahlungsfähigkeit und zum Zahlungswillen der Person

Das Zertifikat der SCHUFA-Auskunft dokumentiert also die finanzielle Zuverlässigkeit des Bewerbers. Es ist bei Vermietern anerkannt und durch Sicherheitsmerkmale mehrfach geschützt.
Es handelt sich um Informationen, die für den Vertragsabschluss relevant sind und stellt damit ein zentrales Dokument für die Bewerbung um eine Mietwohnung dar.

Tipp

Entscheiden Sie sich für den SCHUFA-BonitätsCheck. Dieses offizielle Zertifikat enthält nur Informationen, die für den Abschluss des Vertrags auch wirklich relevant sind, und kann in wenigen Minuten online abgerufen werden.
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