Möglichkeiten der Geldanlage für Geschäftskunden

Sei es für Steuerrücklagen, künftige Investitionen oder unerwartete Marktentwicklungen: Selbstständige und Unternehmen müssen notwendigerweise über ein paar Geldreserven verfügen. Dabei stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage zur Verfügung. Neben Tagesgeld- und Termingeldkonten kann auch die Investition in Wertpapiere sinnvoll sein. Doch alle Geldanlagen bringen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Wir geben einen Überblick über die Anlagemöglichkeiten.

Das Tagesgeldkonto bietet maximale Flexibilität

Ein Tagesgeldkonto ist der Klassiker unter den Geldanlagemöglichkeiten für Geschäftskunden. Trotz der aktuellen Niedrigzinsen stehen Tagesgeldkonten bei Freiberuflern, Mittelständlern und größeren Unternehmen hoch im Kurs. Der Grund: Sie werden marktorientiert verzinst, sind täglich verfügbar und sichern die kurzfristige Liquidität. Das angelegte Geld bleibt damit für spontane Investitionen ebenso verfügbar wie für Steuerrückzahlungen.

Festgeld- oder Termingeldkonten – für mittelfristige Geldanlagen

Während Tagesgeldkonten als kurzfristige Geldanlage genutzt werden, dienen Festgeld- bzw. Termingeldkonten sowohl der kurz- als auch der mittelfristigen Geldanlage. Der große Vorteil: Im Rahmen des Termingeldkontos entscheiden Selbstständige und Unternehmen selbst, wie lange ein bestimmter Betrag angelegt werden soll. Die Laufzeit reicht je nach Geldinstitut von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren. Über den gewählten Zeitraum gilt eine Zinsgarantie, wobei der Zinssatz meist leicht über den zum Abschlusszeitpunkt gewährten Zinsen des Tagesgelds liegt. Wer Geld für einen überschaubaren Zeitraum „parken“ und dabei von einer vergleichsweise guten Verzinsung profitieren möchte, ist mit einem Termingeldkonto gut beraten. In Niedrigzinszeiten sollten allerdings eher kurze Laufzeiten gewählt werden, sodass Sie im Falle eines steigenden Zinssatzes zeitnah profitieren können. Die üblichen Laufzeiten liegen beim Termingeld zwischen wenigen Monaten und einigen Jahren.

Tipp

Viele Banken unterscheiden zwischen Geschäfts- und Firmenkunden. Als Letzterer gilt man ab einem gewissen Jahresumsatz/Anlagevolumen. Firmenkunden profitieren sowohl bei Tages- als auch bei Festgeldkonten häufig von besseren Konditionen und sollten sich individuell beraten lassen.

Geld in Fonds und Wertpapiere investieren

Infolge der niedrigen Zinsen lassen derzeit weder Tagesgeld- noch Termingeldkonten wesentliche Wertzuwächse des angelegten Kapitals erwarten. Immerhin bieten diese Geldanlagen aber die Sicherheit der staatlichen Einlagensicherung. Unternehmen, die ihr Geld für sich „arbeiten“ lassen möchten, können sich bei Bedarf an höheren Zinsen nach alternativen – aber auch risikoreicheren – Geldanlagen umschauen. Vielversprechend ist die Investition in Fonds und Wertpapiere. Viele Kreditinstitute bieten speziell für Unternehmen verwaltete Wertpapierdepots an. Wertpapiere bieten – steigende Kurse vorausgesetzt – die Möglichkeit, Geld langfristig gewinnbringend zu investieren. Allerdings ist diese Geldanlage mit gewissen Wagnissen verbunden. Schwankende oder sinkende Kurse können dementsprechend zu Verlusten führen. Wertpapiere kommen daher ausschließlich für Unternehmen infrage, die einen bestimmten Betrag langfristig anlegen möchten und in absehbarer Zeit nicht auf das investierte Geld angewiesen sind.

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