Geldanlage in Zeiten des Corona-Virus

Die Corona-Pandemie hat weite Teile der Wirtschaft weltweit lahmgelegt. Entsprechend dramatisch waren die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten. Für Anleger bedeutet das vor allem eins: Ruhe bewahren und geduldig sein. Denn die Märkte dürften sich Experten zufolge früher oder später wieder erholen. Unter bestimmten Umständen könnten sich sogar Chancen zum Einstieg in Wertpapiere bieten.

An den deutschen Börsen schien am 19. Februar noch alles in bester Ordnung: Der Deutsche Aktienindex (DAX) erreicht mit 13.789 Punkten ein neues Allzeithoch. Doch dann brach die Corona-Krise über die Anleger mit voller Wucht herein: Bis zum 18. März verlor der DAX rund 39 Prozent an Wert. Ähnlich negativ entwickelten sich die Kurse an weiteren wichtigen Börsen weltweit. Seit dem vorläufigen Tiefpunkt von Mitte März hat sich der deutsche Leitindex zwar schon wieder etwas erholt – ob dieser Aufwärtstrend mittel- und langfristig anhält, bleibt jedoch abzuwarten. Wie lange die Kurserholung nach einem Crash dauern kann, macht das Beipiel der Finanzkrise ab 2007 deutlich: Damals dauerte es rund drei Jahre bis der DAX seine Verluste von rund 41 Prozent wieder aufgeholt hatte. Zumindest die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie dürften Schätzungen zufolge weltweit deutlich über das Jahr 2020 hinausreichen.

Was kann ich als Anleger jetzt tun?

Schon in normalen Börsenzeiten sind belastbare Aussagen über mögliche Kursentwicklungen immer mit Unsicherheiten verbunden. Das gilt umso mehr für die aktuelle, von starken Schwankungen geprägte Phase. Eine wichtige Empfehlung für Geldanleger lautet daher, langfristig zu denken: Wenn Sie Kursschwankungen aussitzen können, sollten Sie nicht überstürzt aus Ihrer Wertpapieranlage aussteigen. Denn grundsätzlich verspricht ein Investment an den Kapitalmärkten langfristig betrachtet interessantere Renditen als klassische Sparprodukte wie zum Beispiel Tages- oder Festgeld. Ein Beispiel: Anleger, die in den zehn Jahren vom 1. Januar 2010 bis 1. Januar 2020 konstante monatliche Beträge in eine Aktienanlage mit der Wertentwicklung des DAX einzahlten, erzielten eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,7 Prozent.

Ist die Corona-Krise ein guter Zeitpunkt, um in die Wertpapieranlage einzusteigen?

Für entsprechend risikobereite und langfristig orientierte Anleger können Börsenkrisen durchaus Einstiegsgelegenheiten bieten. Denn im Idealfall kauft man Aktien dann, wenn sie besonders günstig sind, und verkauft sie, wenn ihr Wert wieder gestiegen ist. Anleger, die in einer Krise Wertpapiere kaufen, müssen aber immer damit rechnen, dass die Kurse zumindest zeitweise noch weiter fallen können. Jenen Moment zu bestimmen, in dem der Kurs einer Aktie seinen Tiefststand erreicht hat, gelingt in der Regel nicht einmal Börsenprofis. Deshalb erscheint es ratsamer, sein Aktieninvestment auf viele Kaufzeitpunkte zu verteilen, um einen guten Durchschnittspreis zu erzielen. Dafür bieten sich insbesondere Fonds- und ETF-Sparpläne an, mit denen man schon mit geringen monatlichen Beträgen in Wertpapiere investieren kann. Wie bei einer Fondsanlage Kursrücksetzer sogar beim Sparen helfen können, lesen Sie hier.

Bitte beachten Sie

Jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden. Mit den Renditechancen einer Anlage, steigen auch ihre Risiken. Je nach Wahl des Wertpapierprodukts ist insbesondere mit Kurs- bzw. Volatilitätsrisiken, Risiken der Bonität, der Liquidität, der Zinsänderung, der Währung und der Länder sowie steuerlichen Risiken zu rechnen. Über die speziellen Risiken des jeweiligen Wertpapierprodukts informieren Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen.

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