Bezahlbare Grundstücke – hier werden Sie fündig

Um den Traum vom Eigenheim zu realisieren, müssen Häuslebauer in Deutschland tiefer in die Tasche greifen. Ein Grund dafür sind die gestiegenen Grundstückspreise. Gerade in angesagten Gegenden wird Bauland knapper und teurer – die durchschnittlichen Quadratmeterkosten für baureifes Land betrugen im 2. Quartal 2018 in der Regel 178,72 Euro. Regional sind jedoch eklatante Unterschiede zu verzeichnen. Hier lesen Sie, wie und wo Sie trotz angespannter Marktlage noch attraktives Bauland finden können.

Wie entwickeln sich die Grundstückspreise in Deutschland?

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt: Dank Niedrigzinspolitik und daraus resultierender günstiger Baukredite wagen aktuell viele Menschen den Schritt Richtung Eigenheim. Dieses Vorhaben verteuert sich allerdings stetig: Laut Statista stieg der Häuserpreisindex von 84,4 Punkten im Jahr 2000 auf 110,2 Zähler im Jahr 2017 (Index für 2015 = 100 Prozent). Auch der Kurs für Grundstücke ist in der letzten Dekade regelrecht explodiert: Laut Angaben des Bundesinnenministeriums stieg der Grundstückspreis zwischen 2008 und 2016 bundesweit um rund 35 Prozent.

Eine starke Überteuerung lässt sich in Städten wie München, Hamburg oder Berlin ausmachen – allein in der bayerischen Landeshauptstadt bezahlen angehende Besitzer eines Einfamilienhauses derzeit bis zu 1.600 Euro pro Quadratmeter Baugrundstück. Für Mehrfamilienhäuser wird es mit durchschnittlich 2.550 Euro/qm nochmals teurer. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass Investoren zurückhaltender reagieren: Die gesalzenen Grundstückskosten lassen sich auf lange Sicht nicht durch spätere Mieteinnahmen kompensieren. Großbauprojekte als langfristiges Investment sind vielerorts nicht mehr wirtschaftlich.

Wenn Sie den Bau eines Eigenheims planen, dann sollten Sie in diesen Bundesländern mit folgenden gemittelten Grundstückspreisen kalkulieren (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 2. Quartal 2018):

  • Berlin (1.159,67 Euro/qm)
  • Hamburg (1.150,95 Euro/qm)
  • Bayern (303,80 Euro/qm)
  • Hessen (193,15 Euro/qm)
  • Baden-Württemberg (188,76 Euro/qm)

Grundstückspreise: Hier gibt es noch günstiges Bauland

In anderen Bundesländern gestalten sich die Grundstückspreise im Vergleich moderat: Während Bremen (137,69 Euro/qm), Rheinland-Pfalz (133,53 Euro/qm) und Nordrhein-Westfalen (124,68 Euro/qm) schon moderate Auslagen für Bauland aufweisen, sind anderorts sogar echte „Schnäppchen“ möglich.

Besonders, wenn Sie nicht aufgrund von Beruf, Familie oder anderen Verpflichtungen an eine bestimmte Region in Deutschland gebunden sind, sparen Sie durch eine geografische Neuorientierung beim Hausbau bares Geld. Ostdeutschland wartet beispielsweise mit sehr erschwinglichen Grundstückspreisen auf:

  • Sachsen-Anhalt (46,60 Euro/qm)
  • Mecklenburg-Vorpommern (52,23 Euro/qm)
  • Thüringen (54,69 Euro/qm)
  • Sachsen (83,83 Euro/qm)
  • Brandenburg (106,57 Euro/qm)

In allen bundesdeutschen Gebieten sind außerdem große Unterschiede zwischen dicht besiedelten und ländlichen Regionen messbar: In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern liegen die Ausgaben für baureifes Land im Mittel bei 63,00 Euro pro Quadratmeter, in Gemeinden mit 200.000 bis unter 500.000 Einwohnern werden bereits 261,54 Euro/qm fällig. Großstädte mit über 500.000 Bewohnern führen im Stadt-Land-Vergleich mit 955,39 Euro/qm das Bauland-Ranking an.

Wer hilft Bauherren bei der Grundstückssuche?

Wer bauen möchte, der muss sich zunächst die Frage nach einem passenden Grundstück stellen. Hier spielen nicht nur die eigene räumliche Gebundenheit und die erläuterten Differenzen bei der regionalen Grundstückspreis-Gestaltung eine Rolle. Zusätzlich gilt es zu bedenken, dass die Grunderwerbsteuer von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen kann. Das beeinflusst mitunter die Nebenkosten beim Grundstückskauf massiv.

Abgesehen davon ist es von Vorteil, wenn Sie sich über die Bodenrichtwerte der ausgewählten Bauregion informieren. So lässt sich einschätzen, ob es sich bei einem ausgeschriebenen Grundstück um ein gutes Angebot handelt. Schlussendlich ist es sinnvoll, im Bebauungsplan zu prüfen, ob sich Ihre persönlichen Wünsche auf dem angedachten Grundstück tatsächlich realisieren lassen. Verordnete Limitierungen bei Geschosshöhe, Dachform, Dachneigung und Pkw-Stellflächen haben schon so manchem Grundstückskäufer im Nachgang Kopfschmerzen bereitet.

Da der Kauf von Bauland ein recht komplexes Vorhaben ist, empfiehlt es sich, hierfür einen Experten zurate zu ziehen: Über das Postbank-Immobilienportal finden Sie bundesweit über 600 qualifizierte Makler, die Sie professionell beim Grundstückskauf unterstützen. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, hier nach passendem Bauland für Ihre Immobilie suchen: Vom zentral gelegenen Wohnbaugrundstück bis zum ländlichen Freizeitgrundstück bietet sich Ihnen ein weitreichendes Angebot an Grund und Boden für Ihr neues Eigenheim.

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