Immobilienwert mit Smart-Home-Technik steigern

Sprachassistenten, autonomes Fahren, Musik- und Filmstreaming – unsere Welt wird immer digitaler und vernetzter. Genau deshalb ist das intelligente Zuhause mehr und mehr auf dem Vormarsch: Der Sammelbegriff „Smart Home“ umfasst unendlich viele Möglichkeiten, das Leben in den eigenen vier Wänden sicherer und komfortabler zu gestalten. Und nicht nur das: Ein smart gestaltetes Heim wirkt sich zudem positiv auf den Wert Ihrer Immobilie aus!

Smarte Technik hilft beim Energiesparen

In den letzten Jahren hat die Smart-Home-Technik einen regelrechten Boom erlebt: Laut Branchenverband Bitkom besitzt jeder vierte Bundesbürger mindestens ein Smart-Home-Gerät. Zumeist handelt es sich um technische Spielereien wie intelligente Beleuchtung, Video-Überwachung oder Sprachassistenten wie Amazons Echo oder Google Home. Doch so mancher Hausbesitzer denkt mittlerweile durchaus über größere Investitionen im Bereich Smart Home nach.

So kann eine vernetzte Heizungsanlage das Leben zum einen komfortabler machen und zum anderen in Bezug auf Energiekosten bares Geld sparen. Intelligente Heizungen bemerken beispielsweise, wenn kein Bewohner daheim ist, und drosseln ganz automatisch die Temperatur im Heizkreis. Und wenn Sie lüften, ist das smarte Heizsystem ebenfalls wachsam: Fensterkontakte übermitteln ein Signal an die Heizungsanlage, die Wärmezufuhr in dem gelüfteten Raum wird automatisch gestoppt, bis das Fenster wieder geschlossen ist. So lassen sich jährlich bis zu 35 Prozent Heizkosten einsparen – die Investitionskosten für solche Smart-Home-Systeme amortisieren sich also binnen kürzester Zeit.

Smart-Home-Geräte sorgen für mehr Sicherheit

Ein smartes Zuhause verbraucht also wesentlich weniger Energie. Darüber hinaus bietet es Vorteile beim Sicherheitsaspekt: Mit vernetzten Kamerasystemen haben Sie Ihr Eigenheim immer im Blick – sogar, wenn Sie gerade Ihren Urlaub an einem weit entfernten Ort genießen. Vernetzte Beleuchtungssysteme gaukeln Einbrechern derweil eine Anwesenheit im Haus vor, smarte Alarmanlagen informieren Sie über Gefahren durch Langfinger oder technische Defekte wie Rohrbruch oder Rauchentwicklung. Smarte Hygrometer informieren Sie über Temperatur und Luftfeuchte und sorgen so für ein rundum gesundes Raumklima.

Viele Errungenschaften der digitalen Welt können Sie in einem Eigenheim oder einer Mietwohnung für wenig Geld selbst installieren. Auch größere Smart-Home-Projekte lassen sich in Bestandsbauten ohne nennenswerten Aufwand realisieren. Im Idealfall werden die Komponenten per Funk vernetzt, sodass umfängliche Umbauarbeiten vermieden werden.

Im Neubau geht der Trend längst dahin, bereits in der Planungsphase alle Vorkehrungen für den Einsatz smarter Technik zu treffen. Strategisch verteilte Netzwerkanschlüsse in den Wänden oder ein professionelles Steuerungsnetz (KNX-System) sorgen für einen ausfallsicheren Einsatz von Smart-Home-Komponenten. Das Wichtigste bei der Planung sind Steckdosen bzw. Stromleitungen – und zwar genau dort, wo Sie den Einsatz von Smart-Home-Technik planen. Denken Sie dabei vor allem an Elemente wie smarte Rollläden, Gegensprechanlagen oder auch den Einsatz von Medienstreaming im Badezimmer oder auf der Terrasse. Hier sorgen beispielsweise smarte Einbaulautsprecher dafür, dass Sie ganz ohne Kabelgewirr in den Genuss Ihrer Lieblingsmusik kommen.

Tipp

Smarte Steckdosen haben üblicherweise eine andere Einbautiefe als ihre nicht-smarten Verwandten. Denken Sie bei Ihrer Smart-Home-Planung an ausreichend tiefe Steckdosenbohrungen.

Smart Home: Möglichkeiten & Kosten

Die Möglichkeiten der Smart-Home-Technik machen das Wohnen praktisch und komfortabel. Dabei sind die Preise für die meisten digitalen Alltagshelfer relativ moderat. Im Folgenden erhalten Sie einige Beispiele für die Kosten eines professionellen Smart-Home-Systems pro Wohneinheit:

  • Beleuchtung: ca. 1.000 Euro
  • Sicherheitssystem Haustür: ca. 500 Euro
  • Raum- und Klimaüberwachung: ca. 300 Euro
  • Medien & Unterhaltung: ca. 750 Euro
  • Heizungssteuerung (Nachrüstsatz): ca. 300 Euro

In einem Neubau haben Sie die Möglichkeit, das komplette Smart-Home-System mit allen wichtigen Komponenten individuell nach Ihren Wünschen zu planen. Dabei sollten Sie als Faustregel ungefähr ein Prozent der gesamten Baukosten für die Smart-Home-Installation einkalkulieren.

Smart Home: Wertsteigerung der Immobilie

Intelligente und vernetzte Haustechnik bringt geringere Nebenkosten und mehr Wohnkomfort mit sich und kann so langfristig den Wert einer Immobilie erhöhen. Vor allem fest installierte Systeme – die bei einem Neubau direkt mit eingeplant werden – wirken sich positiv auf den Immobilienwert aus. Und wenn sich Rollläden bei zu großer Sonneneinstrahlung automatisch schließen, die Wohnräume angenehm klimatisiert sind und die Wohnzimmerbeleuchtung über Dimmer und Farbwechsel-Möglichkeit verfügt, erfreut das nicht nur Besitzer einer selbst bewohnten Immobilie: Laut Bitkom wären 19 Prozent der Deutschen sogar bereit, für die Annehmlichkeiten der Smart-Home-Technik eine höhere Miete zu bezahlen. Diese Erhebung macht das digitale Heim endgültig zur Gewinnzone – auch für Vermieter von Wohneigentum!

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