Hier finden Sie noch Immobilienschätze

Die Immobilienpreise in Deutschland verzeichnen einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Doch obwohl vielerorts die Kaufpreise für Wohneigentum regelrecht explodieren, gibt es in einigen Regionen immer noch echte Immobilienschnäppchen. Für den „Wohnatlas 2018 – Wo die Deutschen noch Immobilienschätze finden“ haben Experten die Chancen für den Erwerb von Häusern und Eigentumswohnungen analysiert. Erfahren Sie, in welchen Gegenden Deutschlands sich Kaufinteressenten bevorzugt umschauen sollten.

Für die Studie ist die Postbank zusammen mit dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) der Frage nachgegangen, wo sich in Deutschland noch gute Kaufangebote finden lassen. Dafür haben die Analysten alle 401 deutschen Kreise und Städte genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Immerhin in 218 Regionen lassen sich Immobilien erwerben, die konstante Wertzuwächse bis ins Jahr 2030 verbuchen.

Postbank Studie – Berechnung von Preisentwicklung & aktuellem Preisniveau

Für die Analyse haben die Experten bei ihren Berechnungen zwei wesentliche Fragestellungen zugrunde gelegt.

  1. Wie entwickeln sich die künftigen Immobilienpreise bis 2030?
  2. Wie hoch sind die derzeitigen Immobilienpreise?

Anhand dieser Eckdaten wurden für den aktuellen Wohnatlas diejenigen deutschen Trendregionen ermittelt, in denen mit dem höchsten jährlichen Preiswachstum bis 2030 gerechnet werden kann. Als Spitzenreiter rangiert die kreisfreie Stadt Heilbronn im Bundesland Baden-Württemberg: Wer hier in eine Immobilie investiert, kann bis 2030 mit einer jährlichen Wertsteigerung von 2,99 Prozent rechnen. Auf den weiteren Top-Platzierungen finden sich der Landkreis Erding mit 2,24 Prozent Preisanstieg, gefolgt von Cloppenburg (1,82 Prozent), Landsberg am Lech (1,81 Prozent) und München (1,81 Prozent).

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, in einer der genannten Regionen in Immobilien anzulegen, sollten Sie allerdings Folgendes bedenken:
In den gefragten Großstädten des Landes müssen Sie mit hohen Investitionskosten rechnen. So liegt der Quadratmeterpreis für ein Objekt direkt in München – dem teuersten Bezirk Deutschlands – beispielsweise bei durchschnittlich 6.789 Euro. In Düsseldorf sind es schon „nur“ noch 3.447 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Unterschied von gut 50 Prozent. Immobilienfachleute der Postbank raten deshalb dazu, nicht unmittelbar in Großstadtobjekte zu investieren, sondern eher Immobilien zu kaufen, die im direkten Umland der Metropolen liegen. Hier lässt sich Wohneigentum zu moderaten Preisen mit guter Renditeaussicht erwerben. Speziell rings um zwei Großstädte gibt es hohe Ertragschancen, weiß Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH: „Nach unserer Studie findet man in den Landkreisen rings um Hamburg – mit Ausnahme von Pinneberg – vielversprechende und noch bezahlbare Immobilien. Dazu zählen Harburg, Stade, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Lüneburg“, so Hoogendijk. Auch nahe der Hauptstadt Berlin gebe es in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Oberhavel „vergleichsweise günstige Immobilien mit Potenzial“. Die Gebiete um Dresden (+ 1,18 Prozent) und Leipzig (+ 0,96 Prozent) versprechen ebenfalls gute Renditechancen bei verhältnismäßig niedriger Vermögensanlage.

Attraktive Regionen liegen meist außerhalb der Großstädte

Besonders gute Investitionschancen sehen die Analysten auch noch in folgenden Landkreisen:

  • Rosenheim
  • Miesbach
  • Breisgau-Hochschwarzwald
  • Freising
  • Bodenseekreis
  • Dachau, Landkreis
  • Trier-Saarburg
  • Oldenburg
  • Kelheim
  • Emmendingen
  • Vechta
  • Lörrach
  • Regensburg
  • Ostallgäu
  • Konstanz
  • Emsland

Im Ranking überzeugen diese Städte mit einem ausgewogenen Verhältnis von Investitionskosten und prognostiziertem Wertzuwachs:

  • Freiburg im Breisgau
  • Ingolstadt
  • Landshut
  • Heidelberg
  • Mainz
  • Trier
  • Münster
  • Bonn
  • Fürth
Tipp

Sie möchten wissen, wie sich die aktuellen Immobilienpreise in einer bestimmten Region gestalten? Über die interaktive Online-Karte zum „Wohnatlas 2018“ erhalten Sie dazu detaillierte Informationen für alle 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städte – ganz einfach per Mausklick!

In Metropolen hängen Immobilienpreise die Mieten ab

Doch womit hängt es zusammen, dass es in Deutschlands Großstädten bis auf wenige Ausnahmen kaum Immobilienschätze gibt? Das liegt u. a. daran, dass die Kaufpreise in großen Städten den jeweiligen Vor-Ort-Mieten längst enteilt sind. Im Klartext: Die Kosten für einen Immobilienkauf direkt in München, Hamburg oder Berlin sind derzeit einfach sehr hoch. Hier liegen die Preise schon jetzt bei etwa 30 Jahresnettomieten.

Laut Postbank Geschäftsführer Hoogendijk besteht aktuell das „Risiko, dass erwartete Wertgewinne bereits spekulativ in die aktuellen Wohnungspreise eingeflossen sind“. Häuser und Wohnungen kosten hier also mehr, als sie derzeit eigentlich wert sind. Auch wenn dieser Umstand nicht auf jedes Wohnobjekt zutreffen mag, sollte dennoch in urbanen Zentren das Preis-Leistungs-Verhältnis genauestens geprüft werden. Schließlich können hohe Kaufpreise durch Merkmale wie Lage, Ausstattung und Bausubstanz auch durchaus gerechtfertigt sein.

Für Immobilienbesitzer in spe hält der Postbank Wohnatlas 2018 zudem eine weitere gute Nachricht parat: „Die Preisentwicklung flacht zunehmend ab“, erklärt Eva Grunwald, Bereichsleiterin für das Immobiliengeschäft Privatkunden bei der Postbank.

Kaufentscheidung – immer mehrere Faktoren berücksichtigen

Wer mit dem Kauf einer Immobilie liebäugelt, sollte bei seiner Entscheidung immer mehrere Faktoren einbeziehen. Die eigenen vier Wände können auch „aus anderen Gründen ein sinnvolles Investment sein – zum Beispiel zur Alterssicherung“, so Hoogendijk. „Ebenso gilt es, die Lage und die eigenen Lebensumstände zu berücksichtigen.“ In Regionen, in denen die Bevölkerung langfristig abwandert oder sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt ungünstig darstellt, ist Vorsicht geboten: Hier muss damit gerechnet werden, dass die gekaufte Immobilie bis 2030 an Wert verliert. Diese Aspekte gelten nicht nur für Teile Ostdeutschlands (Oberspreewald, Uckermark, Prignitz u. a.), sondern auch für Regionen im Saarland (Neunkirchen, St. Wendel) und im Ruhrgebiet bzw. NRW (bspw. Hagen, Gelsenkirchen, Herne, Duisburg).

Wenn viele persönliche Faktoren für den Erwerb sprechen, kann Wohneigentum natürlich auch in Regionen sinnvoll sein, in denen die Preise hoch sind oder die Rendite rückläufig ist. Denn im Alter mietfrei wohnen zu können, ist auf jeden Fall ein schöner Anreiz für den Erwerb eines eigenen Hauses!

Postbank Studie Wohnatlas 2018 – Wo Immobilien künftig an Wert gewinnen (JPG, 1,5 MB) Postbank Studie Wohnatlas 2018 – Wo Immobilien künftig an Wert gewinnen
Unsere Empfehlung

Finden Sie ihre Traumimmobilie

Mehr zum Thema

Kaufen oder mieten – wann rentiert sich Wohneigentum?