Tag der Aktie: So gelingt der Start ins Wertpapiergeschäft

Tag des Buches, Muttertag oder Weltkatzentag – das Jahr bietet viele Anlässe, um bestimmte Personengruppen, Tiere oder Gegenstände gebührend zu würdigen. Auch die Aktie hat ihren eigenen „Feiertag“ – der 18. März 2019 steht ganz im Zeichen dieser Anlageform. Grund genug, sich mit dem Thema Aktienhandel ein wenig mehr auseinander zu setzen. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Nach Angaben des deutschen Aktieninstituts setzen derzeit nur 15 Prozent aller Bundesbürger auf diese Art der Geldanlage.

Vermögend werden mit Aktien – geht das überhaupt?

Zu kompliziert, zu risikoreich, zu teuer – der Handel mit Aktien leidet in Deutschland immer noch unter vielen Vorurteilen. Diese sind jedoch weitestgehend unbegründet: Im Zeitalter der Digitalisierung ist das Handeln von Einzeltiteln genauso einfach, wie eine Überweisung per Online-Banking. Auch das Verlustrisiko lässt sich mit einem breit aufgestellten Aktienportfolio deutlich eindämmen.

Alles, was Sie für den Aktienhandel brauchen, ist ein Wertpapier-Depot – wie etwa das Postbank Depot mit Top-Service und günstigen Ordergebühren. Einmal eingerichtet genießen Sie mit Ihrem Depot vollen Handlungsspielraum: Als Aktionär erwerben Sie Anteile an bestimmten Unternehmen – den sogenannten Aktiengesellschaften. Mit den gekauften Aktien können Sie an einer positiven Geschäftsentwicklung nationaler und/oder internationaler Firmen teilhaben und so langfristig finanziell profitieren. Bei negativer Wertentwicklung ist jedoch auch ein Verlust möglich.

Gewinne können Sie als Aktionär zunächst einmal aus den steigenden Aktienkursen erzielen: Ist ein Unternehmen am Markt erfolgreich, so wirkt sich das positiv auf die Bewertung der Aktienpapiere aus. Die Differenz aus Kaufpreis und Verkaufspreis stellt dann – abzüglich Steuern – den Erlös der Aktie dar. Das ist aber noch nicht alles: Aktionäre erhalten oftmals auch eine Dividende – eine jährliche Ausschüttung des Unternehmens, die sich am Jahresgewinn und der Anzahl der gehaltenen Aktien orientiert. Großaktionäre können so jährlich Millionenbeträge einstreichen, aber auch für Kleinaktionäre sind Dividenden im Regelfall durchaus rentabel.

Zum „Tag der Aktie“ wird vor allem darauf hingewiesen, dass Aktien längst mehr sind als riskante Wertpapiergeschäfte für Börsen-Gurus. Ganz im Gegenteil: Für Privatanleger eignen sich Aktien aufgrund hoher Renditechancen bestens zum Erreichen langfristiger Sparziele, wie etwa

  • Rücklagen fürs Alter oder für den Nachwuchs zu bilden,
  • kostspielige Wünsche zu erfüllen (Reise, Auto etc.) oder auch
  • Geld für die Renovierung des Eigenheims anzusparen.

Bei Aktien sind sog. Breaks, also plötzliche, kurzfristige Kursbewegungen keine Seltenheit. Wer also Vermögen aufbauen möchte, sollte bestenfalls ein wenig Geduld mitbringen und nicht beim ersten Kursrutsch in Panik verfallen. Der Kursverlauf vieler Aktiengesellschaften birgt vor allem über mehrere Jahre betrachtet immense Potenziale. Beispiele gefällig? Das Papier des Sportmode-Herstellers adidas kostete vor 10 Jahren 27,09 Euro. Im Februar 2019 war die Einzelaktie gut 200 Euro Wert. Das entspricht einer Wertsteigerung von 642 Prozent. Ebenso erwähnenswert: Wenn Sie vor 10 Jahren 5.000 Euro in Continental-Aktien investiert hätten, wäre dieser Betrag Stand Februar 2019 auf stattliche 43.311 Euro angewachsen. Mit Aktien können Sie also tatsächlich reich werden – aber nur, wenn Sie bei Kursausschlägen Ruhe bewahren und ein paar weitere Ratschläge beherzigen.

Tag der Aktie: 5 grundsätzliche Tipps zum Aktienhandel

Eine Sache muss Ihnen beim Handel mit Wertpapieren klar sein: Aktien bergen ein deutlich größeres Risiko als klassische Anlageformen. Trotzdem macht es vor allem in Zeiten der Niedrigzinspolitik Sinn, dass Sie sich über alternative Anlagekonzepte Gedanken machen. Sie möchten den „Tag der Aktie“ zum Anlass nehmen, Ihre ersten Wertpapier-Geschäfte zu tätigen? Dann sollten Sie folgende Tipps beachten:

Tipp

Mit einem ETF- oder Fondsparplan streuen Sie das Kursrisiko optimal, da Sie hier mit nur einer Order anteilig auf Dutzende Wertpapiere setzen. Das funktioniert schon mit kleinen Sparraten ab 25 Euro pro Monat.

  1. Orderkosten minimieren

    Der Handel mit Aktien kostet Geld. Bei einigen Banken sind sogenannte Depotführungsgebühren fällig, außerdem fallen bei jedem Aktienkauf Ordergebühren an. Diese können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden und Ihre Rendite unter Umständen negativ beeinflussen. Wählen Sie deshalb ein Depot aus, bei dem im besten Fall komplett auf die Depotführungsgebühren verzichtet wird. Damit Sie Ihre Kosten immer im Blick haben, empfehlen sich zudem transparente Preismodelle bezüglich der Ordergebühr. Das Postbank Depot bietet Ihnen optimale Preisübersicht und eine grundsätzlich kostenfreie Depotführung.
  2. Risiko streuen

    „Alles auf eine Karte“ zu setzen macht Geldanlagen unnötig riskant. Wenn Sie also in Aktien investieren, dann sollten Sie möglichst verschiedene Titel für Ihr Portfolio wählen. Mit einem ausgewogenen Mix aus inländischen und ausländischen Aktien unterschiedlicher Branchen halten sich Renditechancen und Kursrisiken in Waage. Wirtschaftsfachleute sprechen bei diesem Vorgehen von Diversifikation.
  3. Starten Sie konservativ

    Beim Aktienhandel gilt eine wichtige Grundregel: Je riskanter ein Papier ist, desto weniger ist der Kursverlauf vorherzusehen. Zwar bieten spekulative Aktien sehr gute Renditechancen, es sind aber im schlimmsten Fall auch Totalverluste möglich.

    Wenn Sie also mit dem Aktienhandel starten, dann konzentrieren Sie sich zunächst auf traditionsreiche Titel, wie z. B. die im DAX gehandelten 30 größten deutschen Aktiengesellschaften. Diese sogenannten „Blue Chips“ bieten einen optimalen Einstieg in den Handel mit Wertpapieren. Weitere „Blue Chips“ sind internationale Unternehmen, die in den größten Aktienindizes der Welt gehandelt werden. Damit Sie am Anfang bestmögliche Übersicht wahren, sollten Sie als Brokerage-Newcomer nicht mehr als sieben unterschiedliche Titel in Ihrem Depot halten.
  4. Nutzen Sie Aktien nur als Teildisziplin Ihres Vermögensaufbaus

    Der Aktienmarkt ist spannend und bietet großartige Chancen für Anleger. Aufgrund der vorhandenen Kursrisiken sollten Aktien allerdings nur einen kleinen Teil Ihrer Anlagestrategie ausmachen. Die oberste Prämisse lautet dabei: Verschaffen Sie sich einen guten Überblick über Ihre laufenden Kosten und legen Sie wirklich nur so viel Geld zurück, wie Sie zur Verfügung haben. Experten raten dazu, 25 Prozent dieser Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto zu parken, 25 Prozent in risikoarme Renten-, Immobilien- oder Dachfonds zu investieren und für weitere 25 Prozent Anlageformen wie Gold, Bausparverträge oder Anleihen auszuwählen. Den Restbetrag können Sie dann in Aktien anlegen. Mit dieser Taktik lassen sich eventuelle Kursverluste gut kompensieren.
  5. Aktienkäufe richtig timen

    Setzen Sie beim Aktienkauf nicht unbedingt auf Papiere, die schon seit Jahren starke Kursgewinne verzeichnen. Aufgrund eventueller Mitnahmeeffekte besteht hier ein erhöhtes Verlustrisiko – zudem sind die Renditechancen bei teuer gekauften Aktien deutlich geringer. Auch bei Aktien mit sehr niedrigen Kurswerten ist Vorsicht geboten. Um Aktienkäufe richtig zu timen ist es von Vorteil, sich über neutrale Informationsquellen regelmäßig zu informieren und täglich einen Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage zu werfen. Mit dem Wissen um gegenwärtige Ereignisse in Politik und Wirtschaft können Sie das richtige Gespür für Ihre Aktienkäufe entwickeln.

Bitte beachten Sie

Jede Geldanlage ist mit einem gewissen Risiko verbunden. In der Regel steigen mit den Renditechancen einer Anlage auch ihre Risiken. Je nach Wahl der Wertpapieranlageform ist insbesondere mit Kurs- bzw. Volatilitätsrisiken, Risiken der Bonität, der Liquidität, der Zinsänderung, der Währung und der Länder sowie steuerlichen Risiken zu rechnen. Über die speziellen Risiken der jeweiligen Anlageform informieren Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen oder Ihr Wertpapierberater.

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