09.08.2022

Autofahren – Tipps, um Sprit zu sparen

Dass Kraftstoff knapp zwei Euro pro Liter oder sogar mehr kostet, daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Lesen Sie hier, wie Sie den Verbrauch Ihres Fahrzeugs senken und so Ihr Portemonnaie entlasten können.

Tipp 1: Fahrstil optimieren

Rechtzeitiges Schalten ist das A und O beim Spritsparen. Fahren Sie zügig an und legen Sie bei einer Drehzahl von etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute, spätestens aber bei 2.500 Umdrehungen pro Minute, den nächst höheren Gang ein. Schalten Sie erst wieder herunter, wenn der Motor ruckelt oder zu Brummen beginnt – das dürfte bei etwa 1.000 Umdrehungen pro Minute der Fall sein.

Tipp 2: Kein Warmlaufenlassen

Wer gleich losfährt, erwärmt den Motor schneller und erreicht so auch zügiger den optimalen Kraftstoffverbrauch. Deshalb: Reinsetzen, die notwendigen Einstellungen, etwa an den Spiegeln und dem Sitz, vornehmen, Gurt anlegen - und dann erst den Motor starten. Wer bei laufendem Motor die Scheiben vom Eis befreit, tut weder der Umwelt noch seinem Automotor etwas Gutes.

Tipp 3: Leerlauf vermeiden

Auch im Leerlauf verbrennt der Motor Kraftstoff. Zwar kostet das Anlassen des Wagens auch einiges an Sprit. Aber schon ab einer Standzeit von etwa 20 Sekunden macht es sich bezahlt, wenn Sie den Motor ausschalten. Also zum Beispiel an einer roten Ampel, an einer geschlossenen Schranke oder wenn der Bus vor Ihnen gerade die ersten Fahrgäste ein- und aussteigen lässt.

Tipp 4: Vorausschauend fahren

Eine Anweisung, die uns schon unser Fahrlehrer eingebläut hat, damit wir Gefahren rechtzeitig erkennen. Eine vorausschauende Fahrweise hilft aber auch beim Spritsparen: Häufiges Abbremsen und Beschleunigen vergeudet Energie. Fahren Sie also möglichst gleichmäßig und nutzen Sie, wenn vorhanden, den Tempomat. Gehen Sie rechtzeitig vor dem Ortsschild vom Gas und rollen Sie mit eingelegtem Gang, immer langsamer werdend, auf den Ort zu, anstatt abrupt abzubremsen. Das Gleiche gilt für das Stauende oder die rote Ampel. Lassen Sie dabei den Gang eingelegt, damit die Kraftstoffzufuhr komplett abgeriegelt ist.

Tipp 5: Spitzengeschwindigkeit drosseln

Sie werden es schon bemerkt haben: Beim schnellen Fahren bewegt sich auch die Tanknadel schnell in den roten Bereich. Ab einer Geschwindigkeit von etwa 100 oder 110 Kilometern pro Stunde steigt der Durchschnittsverbrauch überproportional.

Tipp 6: Verbraucher ausschalten

Handy-Aufladegerät, Radio, Gebläse, Klimaanlagen, Stand- oder Sitzheizungen und die Beleuchtung – elektrische Geräte, die ihre Energie vom Auto beziehen, treiben den Spritverbrauch hoch. Eine Klimaanlage zum Beispiel kann einen Mehrverbrauch von bis zu 1,5 Litern pro 100 Kilometer bedeuten.

Tipp 7: Runter mit dem Gewicht

Je mehr Kilos der Motor bewegen muss, desto höher fällt der Verbrauch aus. Aus diesem Grund sollten Sie zusätzliches Gewicht, zum Beispiel in Form von Werkzeugen, Dachboxen oder Fahrradanhängern vermeiden, wenn die Gegenstände nicht gebraucht werden. Abgesehen vom Gewicht erhöhen viele Auf- und Anbauten am Auto den Luftwiderstand des Wagens – und somit auch den Verbrauch.

Tipp 8: Auf die Reifen schauen

Beim Kauf eines neuen Reifensatzes sollten Sie den vom Hersteller angegebenen Durchschnittsverbrauch beachten. Vor allem für Vielfahrer kann es sich lohnen, auf die etwas teureren Energiesparreifen zu setzen. Prüfen Sie zudem regelmäßig den Reifendruck. Es gilt: Je niedriger der Reifendruck, desto höher der Rollwiderstand und folglich auch der Kraftstoffverbrauch. Falls Sie einmal Gewicht zuladen müssen, sollten Sie unbedingt Luft nachfüllen.

Tipp 9: Wartungsintervalle einhalten

Ob Zündkerzen, Öl- oder Luftfilter – funktionieren einzelne Teile des Wagens nicht optimal, weil sie zum Beispiel verschmutzt sind, schraubt dies den Verbrauch nach oben.

Tipp 10: Das Auto öfter stehen lassen

Vor allem bei kurzen Strecken ist der Kraftstoffverbrauch überdurchschnittlich hoch, da der Motor in so kurzer Zeit nicht seine optimale Betriebstemperatur erreichen kann. Laut TÜV Nord kann der Durchschnittsverbrauch auf den ersten paar Hundert Metern bei bis zu 30 Litern pro 100 Kilometer liegen. Deshalb: Überlegen Sie sich, ob Sie für Kurzstrecken tatsächlich den Wagen benötigen oder ob sich der Weg nicht auch zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurücklegen lässt.