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Wie Freiberufler, Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen das passende Geschäftskonto finden

Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men (KMU) in Deutsch­land sind treue See­len – je­den­falls wenn es um ihre Bank­ver­bin­dung geht: 93 Pro­zent von ihnen set­zen laut einer Un­ter­su­chung von KfW Re­se­arch pri­mär auf eine Haus­bank und blei­ben die­ser im Durch­schnitt 20 Jahre ver­bun­den. Dabei un­ter­hält die Hälf­te der KMU über­haupt nur diese eine Bank­ver­bin­dung.

Die Bank­treue hat für die Un­ter­neh­men durch­aus Vor­tei­le: „Lang­jäh­ri­ge, ver­trau­ens­vol­le und sta­bi­le Ge­schäfts­be­zie­hun­gen zu aus­ge­wähl­ten Kre­dit­in­sti­tu­ten sind ein ent­schei­den­des Kri­te­ri­um für Qua­li­tät und Quan­ti­tät in der Kre­dit­ver­sor­gung des Mit­tel­stands in Deutsch­land“, be­to­nen die Ex­per­ten von KfW Re­se­arch. KMU falle es häu­fig schwer, sich oder ihr In­ves­ti­ti­ons­pro­jekt einem neuen Fi­nan­zie­rungs­part­ner als kre­dit­wür­dig zu prä­sen­tie­ren. Bei einer ge­wach­se­nen Bank­be­zie­hung sei das deut­lich ein­fa­cher: Neben har­ten Zah­len könn­ten stär­ker auch wei­che Fak­to­ren wie zum Bei­spiel die Ma­nage­ment­qua­li­tä­ten des In­ha­bers in die Ri­si­ko­be­wer­tung ein­flie­ßen. Laut einer Be­fra­gung der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Ro­land Ber­ger neh­men viele KMU ihre Bank als Part­ner wahr, der in Zei­ten wirt­schaft­li­cher Her­aus­for­de­run­gen Hil­fe­stel­lung bie­ten kann. Die Hälf­te der be­frag­ten 650 Ge­schäfts­füh­rer und Fi­nanz­ent­schei­der gaben an, an­ge­sichts der wirt­schaft­li­chen Lage häu­fi­ger den Kon­takt zu ihrer Bank ge­sucht zu haben. Bei Be­trie­ben, die be­son­ders stark von Kri­sen be­trof­fen sind, sei diese Ten­denz noch aus­ge­präg­ter. 

Geschäfts­konto­wechsel: günstigere Kondi­tionen, mehr Service

Den­noch kann ein Wech­sel oder zu­min­dest eine Di­ver­si­fi­zie­rung der Bank­ver­bin­dung auch für klei­ne­re Un­ter­neh­men sinn­voll sein – so­fern dies nicht nur mit bes­se­ren Kon­di­ti­o­nen, son­dern auch mit einem grö­ße­ren Ser­vice­an­ge­bot ver­bun­den ist, etwa für ein ef­fi­zi­en­tes Bar­geld­ma­nage­ment, das nur we­ni­ge Ban­ken an­bie­ten. Fak­to­ren, die üb­ri­gens auch für Neu- oder Über­nah­me­grün­der auf der Suche nach einer ers­ten pas­sen­den Bank­ver­bin­dung eine wich­ti­ge Rolle spie­len soll­ten. Im Zen­trum steht dabei immer das Geschäfts-​ oder Busi­ness­kon­to. Tipps für des­sen Aus­wahl:

  1. Wer braucht ein Geschäftskonto?

    Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten (z.B. GmbH, UG, AG) sind ge­setz­lich dazu ver­pflich­tet, ein se­pa­ra­tes Ge­schäfts­kon­to ein­zu­rich­ten. Frei­be­ruf­lern, Selbst­stän­di­gen und Klein­un­ter­neh­mern steht dies frei: Sie kön­nen ihre ge­werb­li­chen Ein­nah­men und Aus­ga­ben grund­sätz­lich auch über ihr pri­va­tes Gi­ro­kon­to ver­bu­chen – wenn das die All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen ihrer Bank zu­las­sen. Al­ler­dings ist es sinn­voll, ge­schäft­li­che und pri­va­te Bank­ge­schäf­te zu tren­nen, zum Bei­spiel im Hin­blick auf die Buch­füh­rung und die steu­er­li­che Nach­weis­pflicht. Zudem bie­ten Ge­schäfts­kon­ten häu­fig nütz­li­che Ex­tras für den Be­triebs­all­tag.

  2. Kontoführungsbedarf analysieren

    Bevor Sie sich auf die Suche nach einem neuen oder über­haupt dem ers­ten Ge­schäfts­kon­to für Ihr Busi­ness ma­chen, soll­ten Sie Ihren Zah­lungs­ver­kehr ana­ly­sie­ren. Die mo­nat­li­chen Kon­to­kos­ten hän­gen in der Regel maß­geb­lich von der Höhe der Grund­ge­bühr und der Zahl be­leg­lo­ser und – falls noch er­for­der­lich – be­leg­haf­ter Bu­chun­gen ab. Fal­len mo­nat­lich nur we­ni­ge Bu­chungs­pos­ten an, emp­fiehlt sich eher ein Kon­to­mo­dell mit nied­ri­ger pau­scha­ler Kon­to­füh­rungs­ge­bühr und etwas hö­he­rem Bu­chungs­pos­ten­ent­gelt. Be­rück­sich­tigt wer­den soll­ten aber auch wei­te­re Preis­fak­to­ren, etwa die Kos­ten für Debit-​ und Kre­dit­kar­ten oder für Bar­ein­zah­lun­gen. Soll ein Kon­to­kor­rent­kre­dit in An­spruch ge­nom­men wer­den, emp­fiehlt sich ein Blick auf die Kon­di­ti­o­nen – auch wenn die am Ende zu­meist bo­ni­täts­ab­hän­gig sind. Un­ter­neh­men oder Ver­ei­ne, die ihren Kun­den oder Mit­glie­dern die Mög­lich­keit zum SEPA-​Lastschrifteinzug bie­ten wol­len, müs­sen na­tür­lich dar­auf ach­ten, dass die neue Bank die­sen Ser­vice im An­ge­bot hat. Grund­sätz­lich emp­fiehlt es sich, selbst einen Blick auf die Pro­dukt­in­for­ma­ti­o­nen der Fi­nanz­dienst­leis­ter zu wer­fen. Zwar bie­ten ei­ni­ge On­line­por­ta­le mitt­ler­wei­le die Mög­lich­keit zum Ge­schäfts­kon­ten­ver­gleich, zu­meist wird dabei aber nur eine klei­ne Aus­wahl von Pa­ra­me­tern be­rück­sich­tigt.

  3. Digitales Angebot vergleichen

    Günstige Konditionen allein machen noch kein gutes Geschäfts­konto aus. Was zählt, ist auch das Drum­herum. Dazu gehört heutzutage auf jeden Fall ein inno­vatives digitales Angebot mit kom­fortablen und sicheren Online-Banking-Funktionen. Ins­besondere für Frei­berufler und kleinere Unter­nehmen kann zum Beispiel eine im Konto inbe­griffene Buch­haltungs­lösung aus der Cloud sinnvoll sein. Hilfreich für eine schnelle und unkomplizierte Kredit­aufnahme ist zudem ein voll­ständig digitaler Kredit­prozess inklusive Online­legiti­mierung und digitaler Signatur. Vor allem für Online­händler könnten die Ein­bindungs­möglich­keit von digitalen Bezahl­verfahren sowie Angebote für Karten­terminals wichtig sein.

  4. Erreichbarkeit sicherstellen

    Soll die Bank­ver­bin­dung zu mehr ge­nutzt wer­den als nur zur Kon­to­füh­rung, ist eine gute Er­reich­bar­keit des Bank­part­ners ge­fragt. Dazu ge­hört eine te­le­fo­ni­sche Be­ra­tungs­hot­line, die im bes­ten Fall auch in den Abend­stun­den und am Sams­tag er­reich­bar ist – also auch dann, wenn in Ihrem ei­ge­nen Ge­schäfts­all­tag etwas Ruhe ein­kehrt. Ge­ra­de wenn es mal schnell gehen muss oder Pro­ble­me auf­tre­ten, ist ein per­sön­li­cher An­sprech­part­ner oft Gold wert.

  5. Bargeldversorgung und -management prüfen

    Zu einer guten Er­reich­bar­keit ge­hört nicht zu­letzt ein mög­lichst eng­ma­schi­ges Fi­li­al­netz. Letz­te­res ist vor allem wich­tig für Un­ter­neh­men, die täg­lich grö­ße­re Men­gen Bar­geld si­cher ver­wahrt wis­sen müs­sen. 

Stand: Dezember 2024; alle Angaben ohne Gewähr.
Bildnachweis: iStockphoto / g-stockstudio

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