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Rücklagen sicher parken mit Rendite
Warum eine Liquiditätsreserve wichtig ist und wie man sie am besten anlegt.
Für Kapitalgesellschaften und bestimmte Branchen wie Banken und Genossenschaften ist die Bildung von Rücklagen gesetzliche Pflicht. Doch auch für alle anderen Unternehmen und unternehmerisch tätigen Personen gibt es etliche gute Gründe, freiwillig Rücklagen als Kapitalpuffer zu bilden. Dabei sind Rücklagen nicht mit Rückstellungen zu verwechseln. Bei (offenen) Rücklagen handelt es sich um Gewinne, die Unternehmen als Kapitalpolster für unbestimmte Zwecke zurücklegen. Bilanziell werden sie dem Eigenkapital zugeordnet. Im Gegensatz dazu werden Rückstellungen im Hinblick auf konkrete zukünftige Ausgaben oder Verluste gebildet. Sie zählen bilanziell zum Fremdkapital und wirken sich gewinnmindernd aus.
Tipp: Im Tagesgeschäft nicht benötigtes Kapital kann als Termingeld transparent sowie nahezu risikolos angelegt werden und so für regelmäßige Zinserträge sorgen. Dafür gibt es jetzt bei der Postbank ein attraktives Angebot.
Für Geschäftskunden
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Vier gute Gründe für eine Liquiditätsreserve
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Handlungsfähig bleiben
Durch das Vorhalten einer Liquiditätsreserve sorgen Unternehmen dafür, dass sie in finanziell unruhigen Zeiten kurzfristig handlungsfähig bleiben – etwa bei möglichen Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen ihrer Kunden oder bei einer Auftragsflaute. Für Unternehmen saisonaler Branchen mit schwankenden Cashflows sind Rücklagen aus wirtschaftlicher Sicht ohnehin zwingend notwendig, um Zeiten schwacher Einnahmen überbrücken zu können. Zudem sollten Rücklagen auch für mögliche Steuernachzahlungen oder Bonuszahlungen an Mitarbeitende verfügbar sein. Gesetzlich vorgeschrieben sind Rücklagen in Deutschland für Aktiengesellschaften sowie bestimmte Branchen wie zum Beispiel Banken, Versicherungen und Wohnungsbaugenossenschaften.
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Finanzierungskosten mindern
Kann bei unvorhergesehenen Ereignissen, etwa dem Totalschaden einer wichtigen Maschine oder eines Fahrzeugs, auf Rücklagen zugegriffen werden, müssen Unternehmen dafür nicht auf einen möglicherweise teuren Kredit oder eine Ausweitung ihrer Kreditlinie zurückgreifen. Das Gleiche gilt bei kurzfristig anziehender Auftragslage für notwendige Investitionen in neue Maschinen und Personal.
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Kreditwürdigkeit steigern
Unternehmen, die über eine gewisse Kapitalrücklage verfügen, erhalten bei ihren Bankpartnern für wichtige Investitionen zumeist einen leichteren Zugang zu Finanzierungen und bessere Finanzierungskonditionen. Denn stabile Liquiditätsreserven wirken sich positiv auf das Kreditrating aus.
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Steuern sparen
Bei Kapitalgesellschaften werden Rücklagen aus Veräußerungsgewinnen bestimmter Wirtschaftsgüter gemäß § 6b Einkommensteuergesetz steuerlich anerkannt, wenn sie in der Bilanz gebildet und binnen vier Jahren (bei Immobilien sechs Jahren) zur Reinvestition genutzt werden. Details dazu kennt Ihr Steuerberatungsbüro.
Rücklagen strategisch planen
Experten empfehlen Unternehmen, je nach Branche eine Liquiditätsreserve vorzuhalten, die mindestens drei, besser noch sechs bis zwölf Monate der Fixkosten abdeckt. Dabei sollten die Rücklagen einen Anteil von 20 Prozent des Jahresumsatzes nicht überschreiten, da dies von Finanzierungspartnern als Investitionsschwäche ausgelegt werden könnte. Um stets über ausreichende Liquidität zu verfügen, sollten gegebenenfalls operatives Betriebskapital (kurze Laufzeit) und strategische Rücklagen getrennt werden. Dafür könnte sich eine gestaffelte Aufteilung der Reserven auf Festgelder verschiedener Laufzeiten („Leiterstrategie“) sowie ein täglich verfügbares Tagesgeldkonto anbieten.
Stand: September 2025; alle Angaben ohne Gewähr.
Bildnachweis: iStockphoto / laddawan
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