Pendeln im Kölner Umland: Hier lohnt sich der Wohnungskauf

Medieninformation vom 26.10.2026
HWWI analysiert die Kaufpreisvorteile außerhalb der Metropole • Pendelkostenrechner zeigt, wo sich der Arbeitsweg mindestens 25 Jahre lohnt • Leverkusen und Hürth bieten beste Bedingungen zum Pendeln

Die Kauf­prei­se für Wohn­im­mo­bi­li­en in Deutsch­land sind 2025 erst­mals wie­der leicht (+0,6 Pro­zent) ge­stie­gen. Vor allem in den Groß­städ­ten be­fin­den sie sich seit Jah­ren auf einem hohen Ni­veau und sol­len künf­tig wei­ter stei­gen. Wer sich da­ge­gen für den Kauf einer Woh­nung im Um­land statt in der In­nen­stadt einer Me­tro­po­le ent­schei­det, kann viel Geld spa­ren. Wäh­rend die durch­schnitt­li­chen Qua­drat­me­ter­prei­se für Be­stands­woh­nun­gen in Köln bei 5.029 Euro lagen, waren Ei­gen­tums­woh­nun­gen in den Um­land­krei­sen im Schnitt min­des­tens 900 Euro pro Qua­drat­me­ter güns­ti­ger.

Doch aus dem Um­land in die Köl­ner In­nen­stadt zur Ar­beit zu pen­deln, kann teuer wer­den: Wer im Speck­gür­tel wohnt, zahlt mehr für Kraft­stoff, La­de­strom oder ÖPNV-​Tickets. Zudem kos­tet der Ar­beits­weg in die Dom­stadt nicht nur zu­sätz­li­ches Geld, son­dern auch mehr Zeit. Das Ham­bur­gi­sche Welt­Wirt­schafts­In­sti­tut (HWWI) hat für die Postbank eine Mo­dell­rech­nung für die Pen­del­kos­ten ent­wi­ckelt. Der Postbank Wohn­at­las 2026 zeigt, wie viele Jahre sich der Im­mo­bi­li­en­er­werb im Um­land lohnt und wann die er­höh­ten Pen­del­kos­ten den Preis­vor­teil auf­ge­zehrt haben. Im Mo­dell pen­delt je Haus­halt eine Per­son zur Ar­beit. Neben einer Voll­zeit­tä­tig­keit wurde auch der Fak­tor Home­of­fice oder Teil­zeit mit drei statt fünf Pen­del­ta­gen pro Woche be­rück­sich­tigt.

Die Un­ter­su­chung des HWWI ver­gleicht den Kauf einer durch­schnitt­lich teu­ren 70 Qua­drat­me­ter bzw. 120 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nung in Köln zur Selbst­nut­zung mit gleich gro­ßen Im­mo­bi­li­en in den kreis­frei­en Städ­ten Bonn und Le­ver­ku­sen sowie in den größ­ten Ort­schaf­ten der fünf Land­krei­se Mett­mann, Rhein-​Kreis Neuss, Rhein-​Erft-​Kreis, Rhei­nisch-​Bergischer Kreis und Rhein-​Sieg-​Kreis. Neben den je­weils vier be­völ­ke­rungs­reichs­ten Städ­ten wur­den aus den Land­krei­sen alle Kom­mu­nen mit mehr als 20.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern in die Ana­ly­se ein­be­zo­gen. Ins­ge­samt hat das HWWI somit 47 Städ­te und Ge­mein­den im Um­land von Köln un­ter­sucht. Da Im­mo­bi­li­en in ver­kehrs­güns­tig ge­le­ge­nen grö­ße­ren Ort­schaf­ten im Um­land deut­lich teu­rer sind als in ab­ge­le­ge­nen klei­ne­ren Ge­mein­den, gin­gen die Fach­leu­te bei ihren Ana­ly­sen von einem Preis­auf­schlag von 20 Pro­zent auf den Durch­schnitts­preis des je­wei­li­gen Land­krei­ses aus.

Dar­über hin­aus hat das HWWI den Kauf­preis­vor­teil im Speck­gür­tel mit den jähr­li­chen Pen­del­kos­ten ge­gen­ge­rech­net. In die Rech­nung flie­ßen neben Kos­ten für das ÖPNV-​Ticket oder für das Fahr­zeug in­klu­si­ve Kraft­stoff bzw. La­de­strom auch der hö­he­re Zeit­auf­wand fürs Pen­deln ein. Die Kos­ten für die Au­to­fahrt lie­gen nach Abzug der Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen durch die Ent­fer­nungs­pau­scha­le bei 0,47 Euro pro Ki­lo­me­ter und ab einer ein­fa­chen Ent­fer­nung von 21 Ki­lo­me­tern bei 0,45 Euro. Die Fahrt mit Bus und Bahn wird mit 0,14 Euro pro Ki­lo­me­ter ver­an­schlagt, ab 21 Ki­lo­me­tern be­trägt der Preis 0,12 Euro pro Ki­lo­me­ter. Durch das Deutsch­land-​Ticket sind die jähr­li­chen Mo­bi­li­täts­kos­ten im ÖPNV nach Abzug von Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen auf 673 Euro ge­de­ckelt.

Nur Le­ver­ku­sen bie­ten einen Preis­vor­teil beim Pen­deln

Beim Ver­gleich einer 70-​Quadratmeter-​Wohnung in der Me­tro­po­le Köln mit einer gleich gro­ßen Im­mo­bi­lie in den größ­ten Um­land­kom­mu­nen liegt Le­ver­ku­sen vorn: Pen­deln­de pro­fi­tie­ren dort am längs­ten vom güns­ti­ge­ren Woh­nungs­kauf. Bei 220 Pen­del­ta­gen pro Jahr mit den öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ist der Preis­vor­teil erst nach 28,5 Jah­ren auf­ge­braucht, denn die Bahn braucht nur knapp 20 Mi­nu­ten zum Köl­ner Haupt­bahn­hof. Für Au­to­fah­re­rin­nen und Au­to­fah­rer schrumpft die Zeit­span­ne auf 15,6 Jahre. Damit sich ein Kauf im Um­land lohnt, soll­ten die er­höh­ten Pen­del­kos­ten min­des­tens 25 Jahre lang durch die Kauf­preis­er­spar­nis­se ge­deckt wer­den. Dies ent­spricht in der Regel der rest­li­chen Le­bens­ar­beits­zeit von Im­mo­bi­li­en­käu­fe­rin­nen und -​käufern, die in Deutsch­land im Durch­schnitt 40 Jahre alt sind. Unter die­sen Be­din­gun­gen lohnt sich das Pen­deln für Voll­zeit­ar­beits­kräf­te, die Bus und Bahn aber kein Home­of­fice nut­zen, beim Kauf einer 70-​Quadratmeter-​Wohnung in kei­ner an­de­ren Um­land­stadt außer Le­ver­ku­sen. Im nur elf Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Hürth (Rhein-​Erft-​Kreis) reicht der Vor­teil im­mer­hin noch 22,2 Jahre.

„Für die­je­ni­gen, die mit über 40 Jah­ren eine Im­mo­bi­lie kau­fen, kann sich Hürth rech­nen. Eben­so zur Über­brü­ckung. Denn die ma­le­ri­sche Stadt mit his­to­ri­scher Burg ist in rund 15 Mi­nu­ten mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln er­reich­bar. Mit dem Auto dau­ert es je­doch mehr als dop­pelt so lang und der Preis­vor­teil ist be­reits nach we­ni­ger als zehn Jah­ren auf­ge­braucht“, sagt Ma­nu­el Beer­mann, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment Im­mo­bi­li­en der Pri­vat­kun­den­bank Deutsch­land. „Den­noch soll­ten In­ter­es­sen­ten nicht nur auf den güns­ti­gen Qua­drat­me­ter­preis schau­en. Für Be­rufs­tä­ti­ge zäh­len auch Fahrt­kos­ten und Zeit­auf­wand. Der Pen­del­kos­ten­rech­ner hilft ihnen bei der Ein­schät­zung.“

Be­rufs­tä­ti­ge, die an fünf Ar­beits­ta­gen pro Woche mit dem Auto pen­deln, blei­ben im Köl­ner Um­land beim Kauf einer 70-Qua­drat­me­ter-Woh­nung in kei­ner der 47 un­ter­such­ten Re­gi­o­nen über der 25-Jahre-Marke. Die größ­te Dif­fe­renz be­steht in Le­ver­ku­sen, hier rech­net sich das Pen­deln mit dem Auto 15,6 Jahre lang, mit Bus und Bahn da­ge­gen rund 13 Jahre län­ger. In allen an­de­ren Orten ren­tiert sich das Pen­deln mit dem Auto nicht ein­mal zehn Jahre lang. Al­ler­dings gibt es im Um­land von Köln meh­re­re Städ­te, die bes­ser per Stra­ße an­ge­bun­den sind als mit Bus und Bahn. Wer aus Loh­mar, Wer­mels­kir­chen, Over­ath und Ber­gisch-Glad­bach mit dem Auto an­reist, ist ge­gen­über Nut­ze­rin­nen und Nut­zern des ÖPNV im Vor­teil – der Umzug lohnt sich aber für keine der bei­den Grup­pen lange genug.

Fünf Städ­te eig­nen sich für Fa­mi­li­en und Haus­hal­te mit viel Platz­be­darf

Kin­der­zim­mer, ein grö­ße­rer Ess­tisch, mehr Stau­raum und ein Ar­beits­platz: Vor allem Fa­mi­li­en be­nö­ti­gen viel Platz – der im Köl­ner Stadt­ge­biet nicht leicht zu fin­den und mit er­heb­li­chen Kos­ten ver­bun­den ist. Für Käu­fe­rin­nen und Käu­fer von 120 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nun­gen im Um­land, die an fünf Ar­beits­ta­gen mit dem Auto pen­deln, liegt im­mer­hin Le­ver­ku­sen über der 25-Jah­res-Gren­ze. Au­to­fah­re­rin­nen und -fah­rer pro­fi­tie­ren 26,8 Jahre lang von der güns­ti­ge­ren gro­ßen Im­mo­bi­lie im Um­land. Doch auch hier gilt: Nut­ze­rin­nen und Nut­zer des ÖPNV sind mit 48,9 Jah­ren deut­lich län­ger im Vor­teil.

Käu­fe­rin­nen und Käu­fer von 120 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nun­gen im Um­land, die täg­lich mit Bus und Bahn in die City pen­deln, pro­fi­tie­ren in fünf Städ­ten über einen Zeit­raum von mehr als 25 Jah­ren vom güns­ti­ge­ren Kauf­preis. Neben Le­ver­ku­sen hält der Vor­teil am längs­ten in Hürth, wo rein rech­ne­risch rund 38 Jahre nötig sind, um die güns­ti­ge­ren Kauf­prei­se ge­gen­über der Me­tro­po­le beim Pen­deln mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln auf­zu­brau­chen. Auch in Pul­heim kön­nen Fa­mi­li­en spa­ren: Dort lohnt sich der Weg in die Me­tro­po­le mit Bus und Bahn knapp 34 Jahre lang. In Brühl (Rhein­land) pro­fi­tie­ren Pen­deln­de fast 30 Jahre lang. Ge­ra­de noch über der 25-Jah­res-Gren­ze liegt Dor­ma­gen, das mit dem ÖPNV in rund 21 Mi­nu­ten zu er­rei­chen ist. Schluss­licht ist Loh­mar (Rhein-Sieg-Kreis) mit 5,4 Jah­ren – denn die 28 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Stadt ist schlecht mit dem ÖPNV zu er­rei­chen, eine Fahrt dau­ert mehr als 1,5 Stun­den. Je nach Ent­fer­nung von Tür zu Tür (Ar­beits­stät­te und Wohn­ort) fällt wei­te­re Zeit an, die ge­ge­be­nen­falls mit Kos­ten ver­bun­den ist (zum Bei­spiel für län­ge­re Kin­der­be­treu­ung).

„In weit ent­fern­ten Städ­ten in teu­ren Land­krei­sen haben Käu­fe­rin­nen und Käu­fer den Preis­vor­teil schnell auf­ge­braucht. In an­de­ren Re­gi­o­nen hält der Kauf­preis­vor­teil für grö­ße­re Ei­gen­tums­woh­nun­gen so lange an, dass ein Kauf im Speck­gür­tel auch für jün­ge­re Fa­mi­li­en und Paare vor­teil­haft ist, selbst wenn ein Mit­glied der Fa­mi­lie das rest­li­che Ar­beits­le­ben täg­lich in die Groß­stadt pen­delt“, er­klärt Beer­mann. „Der Postbank Wohn­at­las hilft bei der Ori­en­tie­rung und gibt einen Über­blick über die teil­wei­se gro­ßen Un­ter­schie­de in den Städ­ten im Köl­ner Speck­gür­tel. Alle Vor- und Nach­tei­le al­ter­na­ti­ver Wohn­or­te soll­ten in die Kauf­ent­schei­dung ein­flie­ßen. Pro­fis hel­fen bei Fra­gen zu Lage, mög­li­cher Wert­ent­wick­lung, Sa­nie­rungs­be­dar­fen und En­er­gie­ef­fi­zi­enz.“

Pen­deln mit Home­of­fice: Hier rü­cken mehr Städ­te ins Blick­feld

Home­of­fice und mo­bi­les Ar­bei­ten haben sich in­zwi­schen als Stan­dard in vie­len Jobs eta­bliert. Vor die­sem Hin­ter­grund hat das HWWI be­rech­net, wie lange Käu­fe­rin­nen und Käu­fer vom güns­ti­ge­ren Um­land­preis pro­fi­tie­ren, wenn sie durch eine Teil­zeit-Tä­tig­keit oder Home­of­fice-Op­ti­on nur an drei Tagen pro Woche pen­deln müs­sen und der Preis au­ßer­dem 20 Pro­zent über dem kreis­wei­ten Durch­schnitt liegt. Unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen ist der Kauf einer 120 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ei­gen­tums­woh­nung in 16 Um­land­städ­ten at­trak­tiv. Spit­zen­rei­ter bleibt Le­ver­ku­sen mit rech­ne­risch 77,4 Jah­ren. Auch in Hürth, Pul­heim und Brühl lohnt sich der Kauf län­ger als 40 Jahre. Selbst Bonn liegt mit 24,7 Jah­ren nur knapp unter der Gren­ze und kann für Pen­deln­de mit viel Platz­be­darf und Home­of­fice-Op­ti­on eine Al­ter­na­ti­ve zum Köl­ner Stadt­ge­biet sein.

Wer sich mit 70 Qua­drat­me­tern im Um­land be­gnügt, ist bei einer Per­son mit drei Pen­del­ta­gen pro Woche rein rech­ne­risch in vier Wohn­or­ten im Vor­teil ge­gen­über Köl­ne­rin­nen und Köl­nern – bei Nut­zung des ÖPNV. Am längs­ten pro­fi­tie­ren Käu­fe­rin­nen und Käu­fer mit 45,1 Jah­ren in Le­ver­ku­sen, ge­folgt von Hürth (37,6 Jahre), Pul­heim (30,9 Jahre) und Brühl (Rhein­land) mit 27,8 Jah­ren.

Was Pen­deln wirk­lich kos­tet: So funk­ti­o­niert die Mo­dell­rech­nung

Aus­gangs­punkt für die Mo­dell­rech­nung sind die kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten für den Kauf einer 70 Qua­drat­me­ter bzw. 120 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ei­gen­tums­woh­nung aus dem Be­stand zu­züg­lich No­tar­ge­büh­ren (zwei Pro­zent vom Kauf­preis) und Grund­er­werbs­steu­er in Köln und im je­wei­li­gen Um­land­kreis. Der Er­werb er­folgt zum je­wei­li­gen Durch­schnitts­preis des Jah­res 2025, wobei in den Um­land­städ­ten und -ge­mein­den der Durch­schnitts­preis des je­wei­li­gen Land­krei­ses zu­grun­de ge­legt wird. Da ver­kehrs­güns­tig ge­le­ge­ne Wohn­la­gen in den be­trach­te­ten größ­ten Um­land­städ­ten der Land­krei­se bei Pen­deln­den be­son­ders be­gehrt sind und nur in den sel­tens­ten Fäl­len zum Durch­schnitts­preis des Land­krei­ses er­wor­ben wer­den kön­nen, wird mit einem Preis­auf­schlag von 20 Pro­zent auf den Durch­schnitts­preis der je­wei­li­gen Land­krei­se kal­ku­liert.

Es pen­delt je­weils eine Per­son des Haus­halts vom Um­land in die Me­tro­po­le. Für die Kal­ku­la­ti­on wird an­ge­nom­men, dass die Fahrt­zei­ten für die Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner Kölns in­ner­halb der City iden­tisch sind mit denen der Pen­deln­den von der Haus­tür zum Bahn­hof der be­tref­fen­den Stadt im Um­land und vom Köl­ner Haupt­bahn­hof zum Ar­beits­platz. Zu­sätz­li­che Pen­del­zei­ten ent­ste­hen für Pen­deln­de also vom Um­land-Bahn­hof zum Köl­ner Haupt­bahn­hof. Ana­ly­siert wur­den so­wohl die Fahrt­zei­ten mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln (ÖPNV) als auch mit dem Auto.

Die Pen­del­kos­ten set­zen sich aus den Ti­cket­prei­sen für Bus und Bahn be­zie­hungs­wei­se den lau­fen­den Kos­ten für das Auto pro Ki­lo­me­ter zu­sam­men. Hinzu kom­men die Zeit­kos­ten: Der zu­sätz­li­che Zeit­auf­wand für das Pen­deln vom Um­land in die Me­tro­po­le wurde mit dem im Mit­tel in Köln er­ziel­ten Brut­to­lohn im Jahr 2025 (31,96 Euro je Stun­de) be­wer­tet. Dar­über hin­aus wurde eine wei­te­re Va­ri­an­te be­rech­net: Eine Home­of­fice-Lö­sung oder eine Teil­zeit­tä­tig­keit er­laubt es dem pen­deln­den Be­rufs­tä­ti­gen, nur noch an drei, statt an fünf Tagen pro Woche ins Büro zu pen­deln (130 statt 220 Tage im Jahr).

An­nah­men und Be­rech­nun­gen der Pen­del­kos­ten

  1. In kreis­frei­en Um­land­städ­ten wird eine Ei­gen­tums­woh­nung von 70 oder 120 Qua­drat­me­tern zum Durch­schnitts­preis der je­wei­li­gen Kom­mu­ne im Jahre 2025 er­wor­ben. Für in Land­krei­sen ge­le­ge­ne grö­ße­re Kom­mu­nen er­folgt ein Preis­auf­schlag von 20 Pro­zent auf den Durch­schnitts­preis des Land­krei­ses. Al­ter­na­tiv wird eine Ei­gen­tums­woh­nung von 70 oder 120 Qua­drat­me­tern in der Me­tro­po­le zum Durch­schnitt­preis der Me­tro­po­le im Jahre 2025 ge­kauft. 
  2. Der be­rech­ne­te Kauf­preis wird um No­tar­ge­büh­ren von zwei Pro­zent sowie der der­zeit im Bun­des­land gel­ten­den Grund­er­werb­steu­er er­höht.
  3. Ein­spa­run­gen beim Kauf einer Ei­gen­tums­woh­nung im Um­land im Ver­gleich zu einem Kauf in der Me­tro­po­le wer­den um not­wen­di­ge Mo­bi­li­täts­kos­ten (di­rek­te ent­fer­nungs­ab­hän­gi­ge Mo­bi­li­täts­kos­ten und be­wer­te­ter Zeit­auf­wand für das Pen­deln), die durch den Umzug in das Um­land ent­ste­hen, re­du­ziert. 
  4. Zusätzliche Mobilitätszeiten für Bewohnerinnen und Bewohner des Umlandes gegenüber denjenigen der Metropole entstehen für den Weg vom Bahnhof der Umlandgemeinde zum Hauptbahnhof der Metropole. Falls die Umlandgemeinde keinen Bahnhof hat, wird die Ortsmitte verwendet. Alle Pendelnden nehmen den Weg von Bahnhof zu Bahnhof beziehungsweise von der Ortsmitte zum Bahnhof.
  5. Als Pen­del­zeit für den ein­fa­chen Weg wird die kür­zes­te Rei­se­zeit an­ge­setzt, die mit dem je­wei­li­gen Ver­kehrs­mit­tel am Mitt­woch, den 22.04.2026, zwi­schen 7.00 Uhr und 8.30 Uhr er­zielt wer­den konn­te.
  6. Die Mo­bi­li­täts­zei­ten für Hin- und Rück­weg sind iden­tisch.
  7. Bis (ab) 20 km lie­gen die Mo­bi­li­täts­kos­ten pro ein­fa­chem Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter nach Abzug der Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen bei 0,47 (0,45) Euro für den Pkw und bei 0,14 (0,12) Euro für den ÖPNV. Durch das Deutschland-​Ticket lie­gen die jähr­li­chen Mo­bi­li­täts­kos­ten im ÖPNV ak­tu­ell bei ma­xi­mal 673 Euro nach Steu­ern (bei Ti­cket­kos­ten von 756 Euro für das D-​Ticket) und wer­den in den Be­rech­nun­gen auf die­sen ma­xi­mal mög­li­chen Be­trag ge­de­ckelt. 
  8. Der Zeit­auf­wand für das Pen­deln wird mit dem durch­schnitt­li­chen Brut­to­lohn je Stun­de so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Voll­zeit­be­schäf­tig­ten be­wer­tet, der im Jahre 2025 in der Me­tro­po­le er­zielt wurde.
  9. Pro Haushalt pendelt eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer.

Hinter­grund­infor­ma­tionen zum Postbank Wohn­atlas 2026

Der Postbank Wohn­at­las ist eine jähr­lich er­schei­nen­de, mehr­tei­li­ge Stu­di­en­rei­he, die den deut­schen Im­mo­bi­li­en­markt unter ver­schie­de­nen Aspek­ten re­gi­o­nal bis auf Kreis­ebe­ne be­leuch­tet. Für die vor­lie­gen­de Ana­ly­se, die den sieb­ten Stu­di­en­teil des dies­jäh­ri­gen Wohn­at­las dar­stellt, wurde unter der Lei­tung von Dr. Dirck Süß, Ge­schäfts­füh­rer des Ham­bur­gi­schen Welt­Wirt­schafts­In­sti­tuts (HWWI), die Im­mo­bi­li­en­preis­ent­wick­lung in den 400 deut­schen Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten un­ter­sucht.

Kontakt

Oliver Rittmaier
Mediensprecher