Eigenheim statt Luftschloss: Diese Kompromisse zahlen sich aus

Aus Ausgabe 3/2026
Fast jeder zweite Mieter (48 Prozent) würde lieber in den eigenen vier Wänden wohnen. Gleichzeitig nennen knapp 85 Prozent der Befragten mit dem Wunsch nach einer eigenen Immobilie fehlende finanzielle Mittel als größte Hürde. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank. Wer bei Planung und Kauf Kompromisse eingeht, kann die Kosten für die eigenen vier Wände deutlich senken, ohne Abstriche bei der Lebensqualität machen zu müssen.

Bild Nr. 1780, Quelle: Postbank / © Rudyanto Wijaya

Lage neu den­ken

Be­lieb­te In­nen­stadt­la­gen oder be­son­ders ge­frag­te Wohn­ge­bie­te haben ihren Preis. Ei­ni­ge Ki­lo­me­ter wei­ter au­ßer­halb oder in Stadt­tei­len mit Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al las­sen sich häu­fig deut­lich güns­ti­ge­re Im­mo­bi­li­en fin­den – ohne dabei auf Le­bens­qua­li­tät ver­zich­ten zu müs­sen.

Wohn­flä­che ef­fi­zi­ent nut­zen

Nicht al­lein die Qua­drat­me­ter ent­schei­den dar­über, wie kom­for­ta­bel eine Woh­nung oder ein Haus ist. Gut ge­plan­te Grund­ris­se, aus­rei­chend Stau­raum und fle­xi­bel nutz­ba­re Räume schaf­fen oft mehr Wohn­qua­li­tät als zu­sätz­li­che Flä­che.

Be­stands­im­mo­bi­li­en prü­fen

Im Ge­gen­satz zum Neu­bau sind be­stehen­de Häu­ser oder Ei­gen­tums­woh­nun­gen häu­fig güns­ti­ger, schnel­ler ver­füg­bar und be­fin­den sich in einer ge­wach­se­nen Wohn­um­ge­bung mit guter In­fra­struk­tur.

Schritt­wei­se mo­der­ni­sie­ren

Eine Im­mo­bi­lie muss nicht vom ers­ten Tag an per­fekt sein. Wer not­wen­di­ge Sa­nie­run­gen über meh­re­re Jahre ver­teilt und nach Pri­o­ri­tä­ten plant, kann die fi­nan­zi­el­le Be­las­tung bes­ser steu­ern und För­der­pro­gram­me ge­zielt nut­zen.

Klein an­fan­gen

Das erste Ei­gen­heim muss nicht das Haus fürs ganze Leben sein. Eine klei­ne Ei­gen­tums­woh­nung oder ein Rei­hen­haus kön­nen den Ein­stieg er­leich­tern und spä­ter den Weg in eine grö­ße­re Im­mo­bi­lie ebnen.

„Nicht jedes Traum­haus passt zum ei­ge­nen Bud­get. Des­halb lohnt es sich, bei Lage, Größe oder Aus­stat­tung fle­xi­bel zu sein. Bei der Fi­nan­zie­rung soll­ten Käu­fer da­ge­gen keine Kom­pro­mis­se ma­chen. Aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Re­ser­ven und eine so­li­de Fi­nan­zie­rung sind wich­ti­ger als das per­fek­te Ob­jekt“, sagt Bau­fi­nan­zie­rungs­exper­te Fejzu Peci von der Postbank.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.016 Per­so­nen (davon 1.109 Per­so­nen, die zur Miete woh­nen) zwi­schen dem 3. und 6.7.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.