Die unterschätzten Nebenkosten vor Ort

Medieninformation vom 08.04.2026
Neben Flug und Hotel sollten Urlauber auch Nebenkosten wie Trinkgelder und Bankgebühren im Blick behalten. Denn am Ende entscheiden nicht nur große Posten über günstig oder teuer – sondern auch die Summe vieler kleiner Beträge.

Bild Nr. 1765, Quelle: Postbank / © FREEMAN83

Flug ge­bucht, Hotel re­ser­viert, Miet­wa­gen or­ga­ni­siert – die wich­tigs­ten Kos­ten­punk­te haben Ur­lau­ber meist im Blick. Laut einer ak­tu­el­len YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank pla­nen 67 Pro­zent der Rei­se­wil­li­gen die Kos­ten für ihre Un­ter­kunft fest ein, 55 Pro­zent kal­ku­lie­ren die Ver­pfle­gung, 53 Pro­zent An- und Ab­rei­se. „Die gro­ßen Aus­ga­ben einer Reise las­sen sich im Vor­feld gut pla­nen. Oft sind es je­doch die vie­len klei­nen Kos­ten vor Ort, die schwer zu kal­ku­lie­ren sind oder leicht über­se­hen wer­den“, sagt Brit­ta Zan­der von der Postbank. Be­son­ders häu­fig wer­den Tou­ris­ten­ab­ga­ben oder Orts­ta­xen von Ur­lau­bern bei der Pla­nung außer Acht ge­las­sen (19 Pro­zent), eben­so Trink­gel­der (18 Pro­zent). Auch Ge­büh­ren fürs Be­zah­len und Geld­ab­he­ben (16 Pro­zent) oder Wech­sel­kos­ten (14 Pro­zent) be­rück­sich­ti­gen viele nicht aus­rei­chend. „Ge­ra­de diese Ne­ben­kos­ten sum­mie­ren sich am Ende doch“, er­klärt die Postbank Ex­per­tin „Wer sie von An­fang an ein­kal­ku­liert, ver­mei­det un­an­ge­neh­me Über­ra­schun­gen.“

Orts­ta­xen: klei­ne Be­trä­ge, große Wir­kung

In vie­len eu­ro­päi­schen Städ­ten wer­den pro Nacht und Per­son Ab­ga­ben fäl­lig – etwa in Bar­ce­lo­na, Paris, Rom oder Ams­ter­dam. Je nach Ka­te­go­rie kön­nen das zwei bis sie­ben Euro pro Nacht sein. Ver­läss­li­che In­for­ma­ti­o­nen bie­ten of­fi­zi­el­le Tourismus-​Webseiten, das Aus­wär­ti­ge Amt oder di­rekt die Un­ter­kunft. Ein kur­zer Blick vor der Reise lohnt.

Trink­geld: kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de be­ach­ten

Beim Trink­geld gibt es er­heb­li­che re­gi­o­na­le Un­ter­schie­de. In den USA sind 15 bis 20 Pro­zent üb­lich und soll­ten fest ein­ge­plant wer­den. In Süd­eu­ro­pa rei­chen meist fünf bis zehn Pro­zent, in Skan­di­na­vi­en ist der Ser­vice häu­fig be­reits im Preis ent­hal­ten. Wer sich vorab in­for­miert, zeigt Wert­schät­zung – und kal­ku­liert re­a­lis­tisch.

Ge­büh­ren ver­mei­den: cle­ver be­zah­len

Spar­po­ten­zi­al steckt auch im Thema Be­zah­len. „Vor der Ab­rei­se soll­ten Ur­lau­ber die Kon­di­ti­o­nen ihrer Bank­kar­ten prü­fen“, rät Brit­ta Zan­der. Man­che In­sti­tu­te ver­lan­gen Auslandseinsatz-​ oder Fremd­wäh­rungs­ent­gel­te. Auch Geldauto­matenbetreiber kön­nen ei­ge­ne Ent­gel­te er­he­ben. Ein wich­ti­ger Tipp: Am Au­to­ma­ten oder Kar­ten­le­se­ge­rät mög­lichst in der Lan­des­wäh­rung ab­rech­nen – die an­ge­bo­te­ne So­fort­um­rech­nung in Euro ist häu­fig teu­rer. Bar­geld soll­te eher bei Ban­ken als in Wech­sel­stu­ben ge­tauscht wer­den; be­son­ders am Flug­ha­fen sind die Kurse oft un­güns­tig.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.110 Per­so­nen zwi­schen dem 13. und 15.01.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.

Weitere Informationen

Kontakt

Iris Laduch
Mediensprecherin