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Gestiegene Preise: Verbraucher passen Urlaubspläne an
Auch wenn der Alltag der Verbraucher von wirtschaftlichen Unsicherheiten und spürbar gestiegenen Preisen geprägt ist, bleibt der Urlaub für die Mehrheit ein wichtiger Bestandteil ihres Lebensstils. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank wollen zwei von drei Befragten (66 Prozent) dieses Jahr privat verreisen: 40 Prozent beabsichtigen, mehrfach in den Urlaub zu fahren; 26 Prozent planen eine Reise ein. 14 Prozent der Befragten geben an, dass sie 2026 nicht verreisen können; knapp neun Prozent verzichten grundsätzlich auf Urlaub.
„Die Zahlen unterstreichen den hohen Stellenwert von Urlaub im Konsumverhalten der Bevölkerung. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und gestiegener Preise bleibt die Reiselust bemerkenswert stabil. Dass zwei von drei Menschen in Deutschland verreisen wollen, spricht für eine robuste Konsumnachfrage im Tourismussektor“, erklärt Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Postbank.
Urlaub auf „Sparflamme“?
Auch wenn die Mehrheit den Urlaub fest einplant, rücken die Kosten in den Fokus: Knapp zwei von drei Befragten mit Urlaubsplänen (61 Prozent) sparen in diesem Jahr an den Reisekosten. 50 Prozent achten stärker auf die Ausgaben als sonst; knapp elf Prozent schränken sich finanziell deutlich ein. Vor allem die gestiegenen Lebenshaltungskosten geben 38 Prozent als Grund für bescheidenere Urlaubspläne an, gefolgt von hohen Reisekosten (27 Prozent). Gut jeder Dritte (36 Prozent) erklärt, beim Urlaub nicht zu sparen.
„Urlaub steht weiter hoch im Kurs – aber die Preisrealität setzt Grenzen. Die Inflation mag sich beruhigt haben, doch die Preissteigerungen der vergangenen Jahre wirken nach. Viele Verbraucher reagieren auf die weiterhin hohen Lebenshaltungskosten mit Zurückhaltung bei ihren Ausgaben und beim Urlaub: weniger Reisen, günstigere Ziele, strengere Budgets. Ein grundsätzlicher Verzicht ist das nicht – Reisen bleibt für viele wichtig, wird aber bewusster und budgetorientierter geplant“, erklärt Dr. Ulrich Stephan.
Besonders stark zeigt sich die Preisbelastung bei niedrigeren Einkommen: Knapp 76 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.500 Euro sparen an den Urlaubskosten. Bei Einkommen ab 2.500 Euro trifft dies auf rund 57 Prozent zu. Und je schmaler das Budget, desto eher gerät der Urlaub unter Druck: Fast 19 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von unter 2.500 Euro und Reiseplänen würden im Zweifel zuerst auf den Urlaub verzichten. Bei höheren Einkommen liegt dieser Anteil bei knapp zehn Prozent.
Überwiegend solide finanziert
Trotz gestiegener Kosten finanzieren die meisten Reisenden ihren Urlaub weiterhin aus eigenen Mitteln. Nahezu 57 Prozent der Befragten, die dieses Jahr einen Urlaub planen, greifen auf Ersparnisse zurück; rund 52 Prozent decken die Ausgaben aus dem laufenden Einkommen. 19 Prozent bezahlen ihre Reise mit der Kreditkarte. Lediglich vier Prozent finanzieren ihren Urlaub über einen Dispositions- oder Ratenkredit: „Urlaub wird bezahlt, nicht finanziert – ein Zeichen für finanzielle Disziplin und stabile private Haushalte“, meint Dr. Ulrich Stephan. „Viele Verbraucher bilden gezielt Rücklagen und passen ihre Reisepläne ihrem Budget an. Klassische Kreditformen wie Dispo oder Ratenkredit spielen bei der Finanzierung von Reisen kaum eine Rolle. Kreditkarten dienen dabei vor allem als Zahlungsmittel – nicht als Hebel für kreditfinanzierten Konsum.“
Laut Postbank Umfrage wollen fast 40 Prozent der Befragten, die dieses Jahr eine Reise planen, im Urlaub mit der Kreditkarte bezahlen. Damit liegt sie knapp vor der Girokarte mit knapp 34 Prozent. Beliebtestes Zahlungsmittel deutscher Urlauber bleibt das Bargeld – rund 56 Prozent beabsichtigen, mit Münzen und Scheinen zu bezahlen. Und knapp 42 Prozent der Deutschen mit Urlaubsplänen nehmen so viel Bargeld mit in den Urlaub, dass es mindestens für die meisten Ausgaben reicht.
Daten zur Umfrage
„Reisekasse 2026“, YouGov, Online-Umfrage, 2.110 Personen (davon 1.399 Befragte mit Urlaubsplänen für dieses Jahr), bevölkerungsrepräsentativ, Januar 2026.