Deutsche sind weniger online – vor allem unter 40-Jährige wollen noch kürzertreten

Medieninformation vom 05.06.2026
Rund 67 Stunden pro Woche im Internet, davon mehr als ein Drittel mit dem Smartphone • Messenger, Suchmaschinen und Social Media werden am häufigsten genutzt

Postbank Digitalstudie 2026:
Deutsche sind weniger online

Die Deut­schen ver­brin­gen viel Zeit im In­ter­net, steu­ern ihre Ak­ti­vi­tä­ten aber be­wuss­ter. Mehr als 67 Stun­den pro Woche ist jeder Bun­des­bür­ger durch­schnitt­lich on­line. Das sind rund fünf Stun­den we­ni­ger als im Vor­jahr. Vor allem die 18- bis 39-​Jährigen ver­brin­gen we­ni­ger Zeit im Netz, 31 Pro­zent von ihnen möch­ten sie in den kom­men­den zwölf Mo­na­ten sogar wei­ter re­du­zie­ren. In der Al­ters­grup­pe ab 40 Jah­ren sind da­ge­gen 82 Pro­zent mit ihrer der­zei­ti­gen Nut­zungs­dau­er voll­auf zu­frie­den. Das sind Er­geb­nis­se der re­prä­sen­ta­ti­ven „Postbank Di­gi­tal­stu­die 2026“.

Smart­phone bleibt be­liebt, aber mit rück­läu­fi­ger Onlinezeit

Das Smart­phone bleibt mit Ab­stand das be­lieb­tes­te Gerät zum Sur­fen. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank die On­li­ne­zeit je­doch um rund zwei Stun­den auf 23,9 Stun­den pro Woche. Auch hier sind es vor allem die unter 40-​Jährigen, die we­ni­ger on­line gehen: Ihre Zeit am Smart­phone sank ge­gen­über 2025 um drei Stun­den auf rund 31 Stun­den pro Woche.

„Mobil ins In­ter­net zu gehen, ge­hört fest zum Ta­ges­ab­lauf der Deut­schen. Über das Smart­phone ein­kau­fen, chat­ten oder Bank­ge­schäf­te er­le­di­gen er­leich­tert den All­tag. Das neh­men wir an der ste­tig stei­gen­den mo­bi­len Nut­zung un­se­rer Apps wahr“, sagt David Dom­mel, der das di­gi­ta­le Performance-​Marketing der Postbank lei­tet. „Doch vor allem junge Men­schen wol­len auch mal off­line sein. Das gilt be­son­ders fürs Handy, weil es über­all ver­füg­bar ist.“

So ver­brin­gen die Deut­schen ihre Zeit im In­ter­net

41 Pro­zent der­je­ni­gen, die das In­ter­net sel­te­ner nut­zen möch­ten, pla­nen, die ge­won­ne­ne Zeit mit Fa­mi­lie, Freun­den oder Hob­bys zu ver­brin­gen. Die unter 40-​Jährigen sur­fen vor allem we­ni­ger, um Ab­len­kun­gen zu ver­mei­den. Sich di­gi­tal ab­zu­len­ken, be­deu­tet für die Bun­des­bür­ger vor allem Chat­ten und Nach­rich­ten schrei­ben über Mes­sen­ger, Re­cher­che bei Such­ma­schi­nen und Social-​Media.

77 Pro­zent der Deut­schen ver­wen­den mehr­mals pro Woche oder sogar täg­lich Messenger-​Dienste wie What­sApp oder Te­le­gram, das sind al­ler­dings vier Pro­zent­punk­te we­ni­ger als im Vor­jahr. Such­ma­schi­nen wie Goog­le nut­zen 74 Pro­zent der Be­frag­ten mehr­mals pro Woche bis täg­lich. Auf In­sta­gram, Tik­Tok und Co. sind 64 Pro­zent täg­lich oder zu­min­dest mehr­mals pro Woche un­ter­wegs – ein Jahr zuvor waren es noch 71 Pro­zent. Auch das An­se­hen oder Hoch­la­den von Vi­de­os auf You­tube ist im Ver­gleich zum Vor­jahr zu­rück­ge­gan­gen. Online-​Banking wird da­ge­gen ge­nau­so häu­fig ge­nutzt wie 2025 – und zwar von jedem zwei­ten Deut­schen.

„Die Deut­schen un­ter­schei­den be­wuss­ter zwi­schen not­wen­di­gen und über­flüs­si­gen Online-​Aktivitäten. Sie ver­su­chen, WhatsApp-​Chats mit Freun­den, stun­den­lan­ges Scrol­len durch Social-​Media-​Kanäle oder Strea­ming zu re­du­zie­ren“, er­klärt Dom­mel. „Wäh­rend Social-​Media-​Konsum oft ein Zeit­fres­ser sein kann, er­hö­hen Banking-​Apps die Ef­fi­zi­enz im All­tag. Ein schnel­ler Über­blick über die Fi­nan­zen oder eine Über­wei­sung per Foto spa­ren Zeit – zum Bei­spiel für Fa­mi­lie und Hobbys.“

Hintergrund­informationen zur Postbank Digitalstudie 2026

Für die „Postbank Di­gi­tal­stu­die 2026 – die di­gi­ta­len Deut­schen“ wur­den im Mai die­ses Jah­res 3.050 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner be­fragt. Die Postbank un­ter­sucht mit der Stu­die im zwölf­ten Jahr in Folge, wel­che Ent­wick­lun­gen sich in ver­schie­de­nen Le­bens­be­rei­chen in Bezug auf Di­gi­ta­li­sie­rung all­ge­mein und ins­be­son­de­re zu Fi­nanz­the­men ab­zeich­nen. Um eine be­völ­ke­rungs­re­prä­sen­ta­ti­ve Struk­tur ab­zu­bil­den, er­folg­te eine Ge­wich­tung der Stich­pro­be nach Bun­des­land (Pro­por­ti­o­na­li­sie­rung), Alter und Ge­schlecht. Als Re­fe­renz­da­tei wurde der Zen­sus 2022 des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes zu­grun­de ge­legt. Die Er­geb­nis­se sind auf ganze Zah­len ge­run­det. Ab­wei­chun­gen in den Sum­men las­sen sich durch Run­dungs­dif­fe­ren­zen er­klä­ren.

Kontakt

Iris Laduch
Mediensprecherin