Umfrage: Viele nehmen Altersvorsorge selbst in die Hand

Medieninformation vom 24.06.2026
Während das Vertrauen in die gesetzliche Rente weiter sinkt, kümmern sich immer mehr Menschen eigenverantwortlich um ihre finanzielle Zukunft. Eine aktuelle Postbank Umfrage zeigt: Besonders der private Vermögensaufbau gewinnt bei der Altersvorsorge an Bedeutung.

Bild Nr. 1775, Quelle: Postbank / © stetsik

Reicht die ge­setz­li­che Rente? Mehr als drei Vier­tel der Er­werbs­tä­ti­gen (76 Pro­zent) gehen laut einer ak­tu­el­len YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank nicht davon aus, dass sie al­lein mit der ge­setz­li­chen Rente ihren Le­bens­stan­dard im Alter hal­ten kön­nen. Nur 18 Pro­zent rech­nen damit, im Ru­he­stand aus­schließ­lich mit den Be­zü­gen der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung aus­zu­kom­men. An­ge­sichts die­ser Skep­sis bleibt die Be­reit­schaft zur pri­va­ten Vor­sor­ge sta­bil: Rund 78 Pro­zent der Er­werbs­tä­ti­gen sor­gen zu­sätz­lich für das Alter vor. Auf­fäl­lig ist dabei eine Ver­än­de­rung bei den Stra­te­gien: Immer mehr Men­schen set­zen auf Ei­gen­ver­ant­wor­tung. Mit 41 Pro­zent ist der pri­va­te Ver­mö­gens­auf­bau in­zwi­schen die am häu­figs­ten ge­nutz­te Form der Al­ters­vor­sor­ge – deut­lich mehr als noch vor zwei Jah­ren (35 Pro­zent). „Der pri­va­te Ver­mö­gens­auf­bau ist at­trak­tiv, weil er ein hohes Maß an Fle­xi­bi­li­tät bie­tet. Gleich­zei­tig er­for­dert diese Stra­te­gie Dis­zi­plin und Durch­hal­te­ver­mö­gen – beim re­gel­mä­ßi­gen Spa­ren und beim Um­gang mit den Rück­la­gen“, er­klärt Mi­cha­el Ko­schatz­ki von der Postbank. Eine zu­neh­mend wich­ti­ge Rolle bei der ei­gen­ver­ant­wort­li­chen Al­ters­vor­sor­ge spie­len Wert­pa­pie­re. Be­reits 58 Pro­zent der Er­werbs­tä­ti­gen, die pri­vat vor­sor­gen, nut­zen dafür Wert­pa­pie­re wie Ak­ti­en, Fonds oder ETFs. Bei einer Ver­gleichs­um­fra­ge im Jahr 2024 lag der An­teil noch bei knapp 53 Pro­zent.

Lang­fris­tig pla­nen, Ri­si­ken streu­en

Künf­tig er­öff­net sich mit dem Al­ters­vor­sor­ge­de­pot eine wei­te­re Mög­lich­keit, lang­fris­tig und staat­lich ge­för­dert für das Alter vor­zu­sor­gen. An­ders als bei frei ver­füg­ba­rem Ver­mö­gen ist das Geld dabei zweck­ge­bun­den für die Al­ters­vor­sor­ge. Zu­sätz­lich sol­len steu­er­li­che Vor­tei­le und staat­li­che Zu­la­gen den Ver­mö­gens­auf­bau un­ter­stüt­zen. Wich­tig bleibt je­doch: Wert­pa­pie­re bie­ten zwar Ren­di­te­chan­cen, un­ter­lie­gen aber Kurs­schwan­kun­gen und sind mit Ri­si­ken ver­bun­den. Ver­lus­te bis hin zum ein­ge­setz­ten Ka­pi­tal sind mög­lich. „Bei der Wert­pa­pier­an­la­ge kommt es vor allem auf eine lang­fris­ti­ge und breit auf­ge­stell­te Stra­te­gie an. Wer früh be­ginnt und re­gel­mä­ßig spart, kann Wert­schwan­kun­gen an den Ka­pi­tal­märk­ten über län­ge­re Zeit­räu­me eher aus­glei­chen. Wich­tig ist zudem, Ri­si­ken zu streu­en – etwa durch breit di­ver­si­fi­zier­te Fonds oder ETFs“, rät Mi­cha­el Ko­schatz­ki von der Postbank. Neben Wert­pa­pie­ren kön­nen klas­si­sche An­la­ge­for­men wie Ta­ges­geld oder Fest­geld als Si­cher­heits­bau­stein in­ner­halb der per­sön­li­chen Vor­sor­ge die­nen. Wel­che Form der Geld­an­la­ge ge­eig­net ist, hängt je­doch immer von der in­di­vi­du­el­len Le­bens­si­tu­a­ti­on, den fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten und der per­sön­li­chen Ri­si­ko­be­reit­schaft ab.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.059 Per­so­nen zwi­schen dem 2. und 5.4.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.

Kontakt

Iris Laduch
Mediensprecherin