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Der steinige Weg zur halben Million
Jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) meint, ein Lottogewinn sei der wahrscheinlichste Weg zur halben Million, zeigt eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag der Postbank. Eine Hoffnung, die angesichts von Gewinnchancen von rund eins zu einer Million eher Wunschdenken ist. Knapp zwölf Prozent glauben an eine großzügige Erbschaft. Doch: „Erbschaften sind in Deutschland sehr ungleich verteilt“, betont Michael Koschatzki von der Postbank. Berechnungen des DIW zufolge gehen rund 50 Prozent aller Erbschaften an die reichsten zehn Prozent der Erben. Im Durchschnitt werden 85.000 Euro vererbt – realistisch seien jedoch eher rund 32.000 Euro, da hohe Vermögen den Mittelwert stark verzerren. Vor allem junge Menschen hoffen auf den Geldsegen durch ein Erbe: Knapp 18 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 16 Prozent der 25- bis 34-Jährigen geben dies als wahrscheinlichste Quelle an – die am häufigsten genannte Antwortoption in diesen Altersgruppen. „Es ist höchst problematisch, die eigene finanzielle Zukunft auf einem Lottogewinn oder einer Erbschaft aufzubauen“, sagt Michael Koschatzki. „Wer darauf setzt, läuft Gefahr, die Verantwortung für die Vermögensbildung – etwa für die eigene Altersvorsorge – aus der Hand zu geben.“
Reich durch Rendite
Immerhin neun Prozent der Befragten vertrauen darauf, ein Vermögen durch die Anlage in Aktien oder Fonds erreichen zu können. Von den Wertpapierbesitzern ist sogar jeder fünfte (20 Prozent) davon überzeugt. Über klassisches Sparen glauben dagegen nur rund zwei Prozent der Umfrageteilnehmer, ein solches Vermögen mit den Jahren aufbauen zu können. „Das Interesse an einer Wertpapieranlage ist hierzulande merklich gestiegen“, beobachtet der Postbank Experte. „Vor allem die zunehmende Beliebtheit von börsengehandelten Indexfonds – sogenannten ETFs – trägt dazu bei.“ Aktuell investiert jeder Fünfte (21 Prozent) in ETFs, vor zwei Jahren war es nur jeder Achte (13 Prozent). „Es ist durchaus realistisch, mit Wertpapieren langfristig Vermögen zu bilden. Aber es erfordert Geduld, eine kontinuierliche Anlage und eine durchdachte Strategie“, meint der Postbank Experte. Anlegern müsse bewusst sein, dass die Aussicht auf höhere Gewinne immer auch mit einem Verlustrisiko einhergehe. Daher sollten auch erfahrene Anleger stets die Grundregel beherzigen, nicht alle Eier in einen Korb zu legen.
Informationen zur Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.004 Personen zwischen dem 19. und 22.09.2025 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.