Bei der Nutzung des Filial- & Geldautomatenfinders wird die Einwilligung für den Zugriff auf den Standort Ihres Gerätes abgefragt sofern technisch möglich. Nur bei einer Einwilligung erheben wir Ihren aktuellen Geräte-Standort, um Ihnen Informationen zu Ihrer unmittelbaren Umgebung und Funktionen wie Wegbeschreibungen anbieten zu können. Daten zu Ihrem Standort werden nur für die Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt. Ihre Standortdaten werden nach Beendigung Ihrer Anfrage zur Verbesserung unserer Services statistisch ausgewertet.
Inflation wirkt (nach)
Ob im Supermarkt, bei der Heizkostenabrechnung oder an der Tankstelle: Die steigenden Preise sind für die Menschen allgegenwärtig. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank spürt nahezu jeder Deutsche die Inflation im Alltag (94 Prozent) – davon 58 Prozent sogar deutlich. Und weitere 13 Prozent können wegen der gestiegenen Preise kaum noch ihre Lebenshaltungskosten bezahlen. „Viele Menschen erinnern sich noch gut daran, wie stark der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 die Preise getrieben hat. Die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zeigen, dass geopolitische Konflikte erneut das Potenzial haben, die Inflation über steigende Energiepreise anzuheizen“, erklärt Dr. Ulrich Stephan von der Postbank. Besonders stark belasten viele Verbraucherinnen und Verbraucher die Kosten für Lebensmittel (69 Prozent). Auch steigende Ausgaben für Energie (49 Prozent) und Mobilität (46 Prozent) sorgen für Druck auf die Haushaltskasse. Hinzu kommen Belastungen durch Wohnen und Miete (26 Prozent) sowie Ausgaben für Freizeit und Konsum (24 Prozent). „Die Preissteigerungen an den Energiemärkten spiegeln sich direkt in den Inflationserwartungen der privaten Haushalte wider. Mit gutem Grund: Lebensmittelpreise reagieren besonders sensibel auf Energie- und Transportkosten. Wenn sich das Rohöl verteuert, wird das mit etwas Zeitversatz erst auf den Preisschildern an der Tankstelle und dann im Supermarkt sichtbar“, ordnet Dr. Ulrich Stephan die Ergebnisse ein.
Das Vertrauen in eine kurzfristige finanzielle Entlastung ist gering: Knapp 38 Prozent der Befragten erwarten, dass sich staatliche Maßnahmen in den kommenden Monaten kaum auf ihre persönliche finanzielle Situation auswirken werden. Mehr als jeder dritte (36 Prozent) rechnet sogar mit zusätzlichen Belastungen durch politische Entscheidungen. Nur vier Prozent gehen von einer spürbaren Erleichterung aus, so die Postbank Umfrage. „Dass viele kaum mit Entlastung rechnen, ist auch eine Folge der Inflationsphase von 2022“, meint Dr. Ulrich Stephan von der Postbank. „Das Preisniveau ist damals deutlich gestiegen und für viele Menschen bis heute im Alltag spürbar. Neue geopolitische Krisen verstärken diese Wahrnehmung zusätzlich.“ Wie stark sich geopolitische Konflikte künftig auf die Inflation in Deutschland auswirken werden, hänge allerdings wesentlich von Dauer und Intensität der Entwicklungen ab. Eine Inflationsdynamik wie im Jahr 2022 sei derzeit jedoch nicht zu erwarten, da die Energieversorgung in Deutschland heute breiter aufgestellt und weniger abhängig von einzelnen Lieferregionen sei.
Informationen zur Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.028 Personen zwischen dem 20. und 22.3.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.