Betongold für den Ruhestand

Aus Ausgabe 2/2026

Bild Nr. 1773, Quelle: Postbank / © halfpoint

Die ei­ge­ne Im­mo­bi­lie gilt für viele Men­schen in Deutsch­land als wich­ti­ger Bau­stein der Al­ters­vor­sor­ge. Knapp jeder vier­te Er­werbs­tä­ti­ge (24 Pro­zent) setzt auf Wohn­ei­gen­tum, um fi­nan­zi­ell für den Ru­he­stand vor­zu­sor­gen. Zu die­sem Er­geb­nis kommt eine ak­tu­el­le YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank. Auch unter heu­ti­gen Rent­ne­rin­nen und Rent­nern spielt Wohn­ei­gen­tum eine wich­ti­ge Rolle. Mit rund 22 Pro­zent ist die ei­ge­ne Im­mo­bi­lie dort die am häu­figs­ten ge­nutz­te Form der Al­ters­vor­sor­ge neben der ge­setz­li­chen Rente. Für Ma­nu­el Beer­mann von der Postbank lie­gen die Grün­de auf der Hand: „Wer im Alter miet­frei wohnt, kann seine lau­fen­den Le­bens­hal­tungs­kos­ten deut­lich sen­ken. An­ge­sichts der kon­ti­nu­ier­lich stei­gen­den Miet­prei­se ist dies eine wich­ti­ge Ab­si­che­rung. Und nicht zu un­ter­schät­zen ist der Vor­teil, dass man be­reits vor Ein­tritt in den Ru­he­stand von die­ser Form der Vor­sor­ge pro­fi­tie­ren kann.“ Al­ler­dings ist die Im­mo­bi­lie als Al­ters­vor­sor­ge nicht für jeden glei­cher­ma­ßen ge­eig­net. Der Kauf einer Im­mo­bi­lie bin­det lang­fris­tig Ka­pi­tal und setzt aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Spiel­räu­me vor­aus – etwa für die Fi­nan­zie­rung, lau­fen­de Ne­ben­kos­ten oder not­wen­di­ge Mo­der­ni­sie­run­gen. Hinzu kom­men In­stand­hal­tungs­kos­ten, die ge­ra­de im Alter nicht un­ter­schätzt wer­den soll­ten. Daher ver­wun­dert es nicht, dass vor allem Be­frag­te mit hö­he­rem Ein­kom­men diese Form der Vor­sor­ge nut­zen: Wäh­rend rund 29 Pro­zent der Be­frag­ten mit einem mo­nat­li­chen Haus­halts­net­to­ein­kom­men ab 2.500 Euro an­ge­ben, mit Wohn­ei­gen­tum für den Le­bens­abend vor­zu­sor­gen, sind es bei nied­ri­ge­ren Ein­kom­men le­dig­lich zehn Pro­zent. Ob sich Wohn­ei­gen­tum als Vor­sor­ge­stra­te­gie eig­net, hängt daher stark von der per­sön­li­chen Le­bens­si­tu­a­ti­on ab. Ent­schei­dend sind unter an­de­rem Ein­kom­men, Ei­gen­ka­pi­tal, fa­mi­li­ä­re Pla­nung und der Zeit­punkt des Im­mo­bi­li­en­kaufs. „Die ei­ge­ne Im­mo­bi­lie kann ab­hän­gig von der per­sön­li­chen Si­tu­a­ti­on ein wich­ti­ger Bau­stein einer breit auf­ge­stell­ten Al­ters­vor­sor­ge sein“, meint Ma­nu­el Beer­mann.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.059 Per­so­nen zwi­schen dem 2. und 5.4.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.