Digitale Reisekasse

Aus Ausgabe 1/2026

Bild Nr. 1763, Quelle: Postbank / © Olga Yastremska

Auch wenn Bar­geld immer noch das be­lieb­tes­te Zah­lungs­mit­tel im Ur­laub ist, plant im­mer­hin jeder Fünf­te (20 Pro­zent), auf der nächs­ten Reise mit Smart­phone oder Smart­watch zu be­zah­len. Zu die­sem Er­geb­nis kommt eine ak­tu­el­le YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank. Be­son­ders ver­brei­tet ist mo­bi­les Be­zah­len bei den Be­frag­ten unter 45 Jah­ren: Den höchs­ten An­teil ver­zeich­nen die 29- bis 44-​jährigen „Mil­len­ni­als“ (28 Pro­zent). Mit zu­neh­men­dem Alter sinkt die Ak­zep­tanz bei den Nut­zern deut­lich. Tech­nisch ba­siert das mo­bi­le Be­zah­len auf dem Funk­stan­dard NFC (Near Field Com­mu­ni­ca­ti­on), der die kon­takt­lo­se Über­tra­gung klei­ner Da­ten­men­gen zwi­schen zwei Ge­rä­ten er­mög­licht. „In vie­len Ur­laubs­län­dern sind die Kas­sen­ter­mi­nals ent­spre­chend aus­ge­stat­tet. Be­son­ders in Skan­di­na­vi­en, den USA, Ka­na­da und zahl­rei­chen EU-​Staaten ge­hört das Be­zah­len per di­gi­ta­ler Geld­bör­se längst zum All­tag. Auch in La­tein­ame­ri­ka, etwa in Bra­si­li­en, ist es Stan­dard“, sagt Mi­cha­el Kaup von der Postbank. Um mobil zah­len zu kön­nen, hin­ter­le­gen Bank­kun­den ihre Debit-​ oder Kre­dit­kar­te in einer di­gi­ta­len Geld­bör­se – der so­ge­nann­ten Wal­let – auf dem Smart­phone oder der Smart­watch. Zum Be­zah­len wird das Gerät per Code, Fin­ger­ab­druck oder Ge­sichts­er­ken­nung ent­sperrt und dicht an das Ter­mi­nal ge­hal­ten. Ein Si­gnal­ton be­stä­tigt die Trans­ak­ti­on. Gehen Handy oder Smart­watch ver­lo­ren, soll­te die Karte um­ge­hend ge­sperrt wer­den. Wich­tig: Trotz aller Tech­nik ge­hört zu­sätz­lich immer eine Karte ins Ge­päck, die nicht auf dem mo­bi­len Gerät hin­ter­legt wurde. So bleibt man auch dann hand­lungs­fä­hig, wenn die in der Wal­let hin­ter­leg­ten Kar­ten ge­sperrt wer­den müs­sen.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.110 Per­so­nen zwi­schen dem 13. und 15.01.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.