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Finanzen: Wissen statt Bauchgefühl
Zugegeben: Um die Geldanlage in Aktien und Fonds zu verstehen, braucht es ein gewisses Grundwissen. Aber genau daran fehlt es vielen Menschen. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank kann knapp jeder Dritte (32 Prozent) das Verlustrisiko von Wertpapieren mit Blick auf die eigenen Finanzen nicht einschätzen. Diese Unsicherheit bremst viele Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Geldanlage aus. „Finanzwissen ist eine wichtige Voraussetzung, um eigenständige und fundierte Anlageentscheidungen treffen zu können“, erklärt Michael Koschatzki von der Postbank. Welche Geldanlage infrage kommt, hängt von vielen individuellen Faktoren ab – etwa vom finanziellen Spielraum, den persönlichen Anlagezielen, dem Zeithorizont und der eigenen Risikobereitschaft. Deshalb sei es wichtig, sich nicht allein auf Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld oder aus sozialen Netzwerken zu verlassen. Im Internet finden Verbraucherinnen und Verbraucher heute eine Vielzahl an Informationsangeboten rund um Geldanlage und Vermögensaufbau. Orientierung bieten beispielsweise Verbraucherzentralen, die Stiftung Warentest oder die Informationsangebote von Banken und Verbänden. Eine persönliche Beratung durch die Hausbank kann helfen, Chancen und Risiken verschiedener Anlageformen besser einzuordnen. Zunehmend nutzen Menschen künstliche Intelligenz (KI), um sich über Finanzthemen zu informieren. KI-gestützte Anwendungen können dabei unterstützen, Begriffe zu erklären und einen ersten Überblick über Finanzthemen zu geben. „Künstliche Intelligenz kann eine hilfreiche Ergänzung bei der Recherche sein“, sagt Michael Koschatzki. „Allerdings ersetzt sie weder eigenes Grundlagenwissen noch eine kritische Prüfung der Informationen.“ Denn auch KI-Systeme können fehlerhafte, veraltete oder unvollständige Antworten liefern. Grundsätzlich gilt: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten nur Geldanlagen nutzen, deren Funktionsweise sie nachvollziehen können. Wer sich Wissen aneignet und finanzielle Entscheidungen bewusst trifft, schafft eine wichtige Grundlage für den langfristigen Vermögensaufbau.
Informationen zur Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.059 Personen zwischen dem 2. und 5.4.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.