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Rente reicht – nicht?
Die Zweifel an der gesetzlichen Rente wachsen: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank gehen mehr als drei Viertel der Erwerbstätigen (76 Prozent) davon aus, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. Im Jahr 2024 lag dieser Anteil noch bei knapp 73 Prozent. Gleichzeitig rechnet mehr als jeder zweite (53 Prozent) damit, sich im Ruhestand finanziell einschränken zu müssen. „Vielen Menschen ist bewusst, dass sie mit der gesetzlichen Rente allein ihren bisherigen Lebensstandard im Alter nicht aufrecht halten können“, erklärt Dr. Ulrich Stephan von der Postbank. „Tatsächlich deckt die gesetzliche Rente derzeit im Durchschnitt nur etwa die Hälfte des letzten Nettoeinkommens ab. Um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten, werden jedoch häufig 70 bis 80 Prozent des früheren Einkommens benötigt.“ Je früher Menschen beginnen, selbst vorzusorgen, desto besser lassen sich mögliche Versorgungslücken ausgleichen. Dabei kommen – abhängig von der persönlichen Lebenssituation und Risikobereitschaft – unterschiedliche Formen der Altersvorsorge infrage. Neben klassischen Produkten wie Versicherungen oder Wohneigentum setzen viele Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen auch auf den langfristigen Vermögensaufbau mit Wertpapieren. Laut Postbank Umfrage nutzen aktuell 58 Prozent der Erwerbstätigen, die eigenständig für ihr Alter vorsorgen, zu diesem Zweck Aktien oder Fonds – ein Plus von rund elf Prozent im Vergleich zu 2024 (53 Prozent). Wichtig bei der Wahl der passenden Anlagestrategie ist eine realistische Einschätzung der Risiken: Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und die Chance auf Gewinne ist immer mit möglichen Verlusten verbunden. Sie eignen sich daher vor allem für langfristige Anlagezeiträume und sollten Teil einer breit aufgestellten Vorsorgestrategie sein.
Informationen zur Umfrage
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.059 Personen zwischen dem 2. und 5.4.2026 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.