Rente reicht – nicht?

Aus Ausgabe 2/2026

Bild Nr. 1772, Quelle: Postbank / © Anton Matyukha

Die Zwei­fel an der ge­setz­li­chen Rente wach­sen: Laut einer ak­tu­el­len YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank gehen mehr als drei Vier­tel der Er­werbs­tä­ti­gen (76 Pro­zent) davon aus, dass die ge­setz­li­che Rente im Alter nicht aus­rei­chen wird, um den ei­ge­nen Le­bens­un­ter­halt zu fi­nan­zie­ren. Im Jahr 2024 lag die­ser An­teil noch bei knapp 73 Pro­zent. Gleich­zei­tig rech­net mehr als jeder zwei­te (53 Pro­zent) damit, sich im Ru­he­stand fi­nan­zi­ell ein­schrän­ken zu müs­sen. „Vie­len Men­schen ist be­wusst, dass sie mit der ge­setz­li­chen Rente al­lein ihren bis­he­ri­gen Le­bens­stan­dard im Alter nicht auf­recht hal­ten kön­nen“, er­klärt Dr. Ul­rich Ste­phan von der Postbank. „Tat­säch­lich deckt die ge­setz­li­che Rente der­zeit im Durch­schnitt nur etwa die Hälf­te des letz­ten Net­to­ein­kom­mens ab. Um den ge­wohn­ten Le­bens­stan­dard im Ru­he­stand zu hal­ten, wer­den je­doch häu­fig 70 bis 80 Pro­zent des frü­he­ren Ein­kom­mens be­nö­tigt.“ Je frü­her Men­schen be­gin­nen, selbst vor­zu­sor­gen, desto bes­ser las­sen sich mög­li­che Ver­sor­gungs­lü­cken aus­glei­chen. Dabei kom­men – ab­hän­gig von der per­sön­li­chen Le­bens­si­tu­a­ti­on und Ri­si­ko­be­reit­schaft – un­ter­schied­li­che For­men der Al­ters­vor­sor­ge in­fra­ge. Neben klas­si­schen Pro­duk­ten wie Ver­si­che­run­gen oder Wohn­ei­gen­tum set­zen viele Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher in­zwi­schen auch auf den lang­fris­ti­gen Ver­mö­gens­auf­bau mit Wert­pa­pie­ren. Laut Postbank Um­fra­ge nut­zen ak­tu­ell 58 Pro­zent der Er­werbs­tä­ti­gen, die ei­gen­stän­dig für ihr Alter vor­sor­gen, zu die­sem Zweck Ak­ti­en oder Fonds – ein Plus von rund elf Pro­zent im Ver­gleich zu 2024 (53 Pro­zent). Wich­tig bei der Wahl der pas­sen­den An­la­ge­stra­te­gie ist eine re­a­lis­ti­sche Ein­schät­zung der Ri­si­ken: Wert­papiere un­ter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen und die Chan­ce auf Ge­win­ne ist immer mit mög­li­chen Ver­lus­ten ver­bun­den. Sie eig­nen sich daher vor allem für lang­fris­ti­ge An­la­ge­zeit­räu­me und soll­ten Teil einer breit auf­ge­stell­ten Vor­sorgestrategie sein.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.059 Per­so­nen zwi­schen dem 2. und 5.4.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.