Urlaub auf Sparflamme

Aus Ausgabe 1/2026
Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Doch eine aktuelle Postbank Umfrage zeigt: Steigende Lebenshaltungskosten und der Preisauftrieb bei Flügen, Unterkunft und Restaurantbesuchen zwingen viele zum Sparen.

Bild Nr. 1762, Quelle: Postbank / © billiondigital

Die Ferne lockt: Laut einer ak­tu­el­len YouGov-​Umfrage im Auf­trag der Postbank pla­nen zwei von drei Be­frag­ten (66 Pro­zent), die­ses Jahr pri­vat zu ver­rei­sen – davon 40 Pro­zent sogar mehr­fach. Doch bei aller Vor­freu­de: Jeder zwei­te (50 Pro­zent) ach­tet die­ses Jahr stär­ker auf die Kos­ten als sonst, jeder neun­te (11 Pro­zent) muss bei sei­nen Plä­nen deut­li­che Ab­stri­che ma­chen. Ge­stie­ge­ne Le­bens­hal­tungs­kos­ten (38 Pro­zent) gren­zen den fi­nan­zi­el­len Spiel­raum für einen Ur­laub am stärks­ten ein, ge­folgt von hö­he­ren Prei­sen für Flüge und Un­ter­künf­te (27 Pro­zent). „Spar­po­ten­zi­al bie­tet vor allem die Wahl eines preis­güns­ti­gen Rei­se­ziels“, sagt Brit­ta Zan­der von der Postbank. „Wer ein Rei­se­ziel mit mo­de­ra­tem Preis­ni­veau für Un­ter­kunft und Gas­tro­no­mie wählt und au­ßer­halb der Eu­ro­zo­ne die Wech­sel­kur­se im Blick be­hält, kann spa­ren, ohne große Ab­stri­che ma­chen zu müs­sen.“ Nach ak­tu­el­len Daten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts sind die Prei­se für Un­ter­kunft und Ver­pfle­gung in Al­ba­ni­en durch­schnitt­lich 52 Pro­zent güns­ti­ger als in Deutsch­land. Auch in Nord­ma­ze­do­ni­en, Bul­ga­ri­en, Mon­te­ne­gro, Por­tu­gal, Tsche­chi­en und der Tür­kei ist Ur­laub ver­gleichs­wei­se güns­tig. Deut­lich teu­rer ist hin­ge­gen die Schweiz – hier lie­gen die Prei­se 52 Pro­zent über dem Ni­veau von Deutsch­land. Auch in skan­di­na­vi­schen Län­dern wie Is­land, Dä­ne­mark und Nor­we­gen müs­sen Rei­sen­de tie­fer in die Ta­sche grei­fen als hier­zu­lan­de.

Kos­ten ver­mei­den

Ein klei­nes Spar­po­ten­zi­al bie­tet auch der be­wuss­te Um­gang mit Zah­lungs­mit­teln. „Ur­lau­be­rin­nen und Ur­lau­ber soll­ten sich vorab über die Kon­di­ti­o­nen ihrer Bank­kar­ten für Be­zah­len und Geld­ab­he­ben im Aus­land in­for­mie­ren und ent­spre­chend pla­nen. Auch Geld­au­to­ma­ten­be­trei­ber er­he­ben teils ei­ge­ne Ge­büh­ren“, sagt die Postbank Ex­per­tin. Ein ein­fa­cher Tipp: Am Geld­au­to­ma­ten oder Kar­ten­le­se­ge­rät mög­lichst die Ab­rech­nung in der Lan­des­wäh­rung wäh­len – nicht in Euro. Die an­ge­bo­te­ne So­fort­um­rech­nung ist häu­fig teu­rer. Wer hier be­wusst ent­schei­det, kann un­nö­ti­ge Zu­satz­kos­ten ver­mei­den.

Informationen zur Umfrage

Die ver­wen­de­ten Daten be­ru­hen auf einer Online-​Umfrage der YouGov Deutsch­land GmbH, an der 2.110 Per­so­nen zwi­schen dem 13. und 15.01.2026 teil­nah­men. Die Er­geb­nis­se wur­den ge­wich­tet und sind re­prä­sen­ta­tiv für die deut­sche Be­völ­ke­rung ab 18 Jah­ren.