2018

Postbank steigert das bereinigte Ergebnis vor Steuern in 2017 deutlich

Presseinformation vom 21.02.2018

Rekordwachstum im Kundenkreditgeschäft • Ergebnisprognose übertroffen • Frank Strauß: „Wir haben unsere wirtschaftliche Basis weiter gestärkt und sind damit gut vorbereitet auf die Zusammenführung mit der Deutschen Bank“

Die Postbank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Sie konnte das um wesentliche Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 649 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr um 183 Millionen Euro bzw. 39,3 Prozent verbessern. Damit übertraf die Postbank ihre eigene Prognose deutlich, das bereinigte Ergebnis vor Steuern um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag steigern zu wollen. Basis für diesen Erfolg bildeten die erfolgreichen Maßnahmen der „Postbank Management Agenda“ zur Verbesserung des Provisionsüberschusses, ein ungebrochenes Wachstum im Kreditneugeschäft – bei nochmals gesunkener Risikovorsorge – sowie das strikte Kostenmanagement.

Durch Sondereffekte belastet betrug das Ergebnis vor Steuern 2017 248 Millionen Euro und lag damit 57 Millionen Euro bzw. 18,7 Prozent unter Vorjahr. Ausschlaggebend für den Rückgang waren die im Geschäftsjahr 2017 deutlich um 225 Millionen Euro gestiegenen Aufwendungen für strategische Initiativen, die im Wesentlichen auf Maßnahmen aus der bevorstehenden Integration in den Deutsche Bank-Konzern zurückgehen.

Aufgrund des deutlichen Wachstums im Kundengeschäft ist es im Jahr 2017 gelungen, die um Sonderfaktoren - wie den Verkauf der Anteile an VISA Europe - bereinigten Erträge stabil zu halten. Die durch das Zinsumfeld bedingten Belastungen des Einlagengeschäfts konnten durch das starke Kreditneugeschäft sowie eine deutliche Steigerung des Provisionsüberschusses nahezu ausgeglichen werden. Vor dem Hintergrund der Neuorganisation der Kontomodelle und eines Wachstums im Wertpapiergeschäft ist es der Postbank im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, den Ertragsmix besser zu balancieren und die Zinsabhängigkeit weiter zu vermindern. Unter Einbezug der Steigerung der Sonstigen Erträge um 86 Millionen Euro bzw. 61,0 Prozent auf 227 Millionen Euro – die von Sondereffekten in Höhe von 46 Millionen Euro profitierten – ergibt sich eine positive Entwicklung der Ertragsbasis.

Infolge der erfolgreichen Umsetzung zahlreicher strategischer Maßnahmen der Postbank Management Agenda stieg der Provisionsüberschuss deutlich um 101 Millionen Euro bzw. 12,0 Prozent auf 936 Millionen Euro.

Der Zinsüberschuss konnte im Vergleich zum Vorjahr bei 2.066 Millionen Euro nahezu stabil gehalten werden. Maßgeblich hierfür war das Wachstum der Forderungen gegenüber Kunden um 5,0 Milliarden Euro bzw. 4,9 Prozent auf 107,0 Milliarden Euro. Zudem konnte die Postbank im Verlauf des vierten Quartals - erstmal nach Einführung des neuen Preismodells - bei Girokonten wieder leicht wachsen.

Angesichts des unveränderten Niedrigzinsniveaus legt die Postbank großes Augenmerk auf ein striktes Kostenmanagement. Sie konnte in 2017 auf der Kostenseite Fortschritte erzielen, was maßgeblich an einer weiter verbesserten Kostendisziplin, der Anpassung von Kapazitäten und an den Effizienz steigernden Maßnahmen aus der Umsetzung der „Management Agenda“ lag. Entsprechend konnte die Postbank den Verwaltungsaufwand ohne Aufwendungen für strategische Initiativen um 41 Euro Millionen bzw. 1,5 Prozent reduzieren. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten sank von 18.112 im Jahr 2016 sozialverträglich um rund 670 auf 17.441 in 2017.

Die Risikovorsorge lag mit 99 Millionen Euro um 85 Millionen Euro bzw. 46,2 Prozent deutlich unter dem schon sehr niedrigen Niveau des Vorjahres von 184 Millionen Euro.

Unter Berücksichtigung des Gewinns für das Geschäftsjahr 2017 betrug die CET1-Quote (Common Equity Tier 1 Capital Ratio) ohne Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen (fully phased-in) zum Jahresende 2017 11,9 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 12,4 Prozent bzw. zum Ende des 3. Quartals 2017 bei 12,6 Prozent gelegen hatte. Belastend wirkten im Jahresverlauf erfolgsneutrale Neubewertungsverluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und die damit korrespondierende Reduktion des harten Eigenkapitals. Die rückläufige Entwicklung im 4. Quartal 2017 steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den Aufwendungen der Integration der Postbank Gruppe in den Deutsche Bank Konzern sowie die gezahlte Gewinnabführung. Ohne die zuletzt genannten Effekte hätte die CET1-Quote (fully phased-in) bei 13,2 Prozent gelegen.

Der Return on Tangible Equity (RoTE) nach Steuern lag - ohne Berücksichtigung der bereinigten Sondereffekte - bei 9,9 Prozent nach 8,3 Prozent im Vorjahr. Ohne Bereinigung um die Sondereffekte lag der RoTE nach Steuern bei 4,7 Prozent.

Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Postbank, sagte: „Insgesamt blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem wir mit der Umsetzung unserer Management Agenda gut vorangekommen sind. Dies zeigt sich u.a. an steigenden Provisionserträgen, dem wachsenden Kreditgeschäft und einem insgesamt guten operativen Ergebnis. Es ist uns gelungen, in einem Jahr mit widrigem Marktumfeld und großen strategischen Weichenstellungen nicht nur das Unternehmen in seiner strukturellen Entwicklung voran zu bringen, sondern dabei auch noch unsere eigene Prognose deutlich zu übertreffen. Wir konnten so unsere wirtschaftliche Basis weiter stärken, um künftig einen guten Beitrag zum Erfolg der zusammengeführten Geschäfte mit der Deutschen Bank zu leisten.“

Ihr erfolgreiches Kreditgeschäft setzte die Postbank auch in 2017 fort. Treiber dieser positiven Entwicklung ist im Wesentlichen das weiterhin starke Kreditneugeschäft der Postbank mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden, das mit einem Volumen von 19,4 Milliarden Euro das Rekordniveau der Vergleichsperiode erreichte.

Das starke Kreditgeschäft machte es möglich, einen weiteren Schritt hin zu einer ausgeglichenen Kundenbilanz zu machen. Inklusive des Angebotes an Factoring-, Leasing- und Aval-Produkten konnte eine Steigerung um 0,6 Milliarden Euro auf ein Gesamtneugeschäftsvolumen von 21,1 Milliarden Euro erzielt werden.

Das Neugeschäft in der Baufinanzierung wuchs im Vergleich zu 2016 auf 11,8 Milliarden Euro (plus 2,7 Prozent), das Neugeschäft mit Ratenkrediten betrug in 2017 2,8 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent). Das Gesamtvolumen bei der Vergabe von Krediten an Geschäfts- und Firmenkunden inklusive der gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie dem Neugeschäft unseres Angebots an Factoring-, Leasing- und Aval-Produkten konnte weiter gesteigert werden und erreichte im Neugeschäft ein Volumen von 6,4 Milliarden Euro nach 6,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Auf dem Gebiet der Digitalisierung konnte die Postbank in 2017 erfreuliche Erfolge verbuchen. Neben der digitalen Kontoeröffnung ist es seit Mitte 2017 möglich, einen Ratenkredit vollständig digital innerhalb weniger Minuten abzuschließen. Knapp jedes zehnte Girokonto wurde im Geschäftsjahr 2017 online abgeschlossen. Das Neuvolumen online abgeschlossener Ratenkredite wuchs um 59 Millionen Euro oder 7 Prozent auf 962 Millionen Euro (2017). Das Neugeschäftsvolumen bei online abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen über das Postbank Portal „Meine Immobilie“ legte von 179 Millionen Euro in 2016 auf 368 Millionen Euro in 2017 und damit um 105 Prozent zu.

 

Kontakt

Joachim Strunk

Joachim Strunk
Bereichsleiter Konzernkommunikation
joachim.strunk@postbank.de
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