Lohnt sich Sparen fürs Eigenheim noch?

Aus Ausgabe 2/2019

Bauherren und Immobilienkäufer freuen sich über das Zinstief: Banken vergeben sogar Darlehen über eine Laufzeit von 15 Jahren zu Zinssätzen unter zwei Prozent. Warum raten Experten dennoch zum Bausparvertrag?

Jeder zweite Deutsche bis 40 Jahre hat „richtig Lust“ auf Wohneigentum Bild Nr. 6309, Quelle: AMK/BHW Bausparkasse

Jeder zweite Deutsche bis 40 Jahre hat „richtig Lust“ auf Wohneigentum
Bild Nr. 6309, Quelle: AMK/BHW Bausparkasse

Knapp 27 Millionen Bausparverträge haben die Deutschen aktuell abgeschlossen. Aber lohnt sich die Spardisziplin angesichts der so günstigen Hypothekendarlehen überhaupt? „Der Bausparvertrag bleibt ein Garant für günstige Zinsen, wenn man erst in einigen Jahren bauen oder kaufen will“, sagt Angelika Sosnowski, Baufinanzierungsexpertin bei der Bausparkasse BHW. „Wie sich die Zinsen bis 2025 oder 2030 entwickeln, kann niemand voraussehen.“

Zeit ist Fördergeld

Jeder zweite Deutsche bis 40 Jahre hat „richtig Lust“ auf Wohneigentum, so eine aktuelle BHW Studie. Bis zur Realisierung dieses Traums kann man sich im Vorfeld bereits per Bausparvertrag staatliche Fördergelder sichern. Junge Leute haben wegen der niedrigen Einkommensgrenzen gute Karten, die Höchstförderung zu erhalten und einen Vermögensgrundstock aufzubauen. Die Wohnungsbauprämie von bis zu 45 Euro pro Jahr können schon 16-Jährige bekommen. Azubis profitieren zudem von vermögenswirksamen Leistungen.

Gefördert zum Startkapital

Den größten Fördertopf kann nutzen, wer einen Riester-Bausparvertrag abschließt. Wegen der Kinderzulagen von bis zu 300 Euro je Kind und Jahr profitieren vor allem Familien. „Wer Eigenkapital aus Erspartem und Fördergeldern aufgebaut hat, bekommt auch günstigere Kreditkonditionen bei der Bank“, sagt Sosnowski. Zusätzlich erwirbt der Bausparer Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.

Kontakt

Iris Laduch
Pressesprecherin