„Smart Gardening“ – gut wenn’s dem Naturschutz dient

BHW Pressedienst Extra 1/2021
Die Bewässerung funktioniert vollautomatisch, der Mähroboter tut seine Pflicht und die App meldet, dass die Erdbeeren reif sind. Smartes Gärtnern liegt im Trend. Doch der Komfortgewinn sollte auch umweltverträglich sein.
Smarte Bewässerungssysteme – optimal in Verbindung mit Zisternen und Regenwassertonnen

Smarte Bewässerungssysteme – optimal in Verbindung mit Zisternen und Regenwassertonnen
Bild Nr. 6436, Quelle:  pixabay / Peggychoucair / BHW Bausparkasse

Vom Wohn­zimmer aus finden Smart-Home-Techniken ihren Weg zu­nehmend in den Garten­bereich. Digitale Technik, gesteuert via App über Smart­phone oder Tablet, kann Hobby­gärtnern die Pflege durchaus erleichtern. Allerdings: Ein stabiles Internet sowie WLAN-Empfang im Garten sind unerlässlich, damit die intelligenten Garten­helfer zuver­lässig funktio­nieren. Für Klein­gärten macht die auf­wendige Installation daher nicht immer Sinn.

Garten gießen aus der Ferne

In größeren Gärten nimmt der Einsatz digitaler Technik dagegen zu. Etwa zur spar­sameren Be­wässerung des kostbaren Grüns bereits zum Sonnen­aufgang, wenn der Ver­dunstungs­verlust am niedrigsten ist. „Smarte Bewässerungs­systeme funktio­nieren auch in Verbindung mit Zisternen oder Regen­wasser­tonnen, wenn eine installierte Pumpe für den nötigen Druck sorgt“, sagt BHW Experte Krzystof Pompa. Er empfiehlt jedoch, im Einzel­fall genau zu prüfen, ob Kom­fort­effekt und Wasser­einspa­rung den erhöhten Ressourcen­einsatz durch tech­nische Geräte und Ver­teilungs­equip­ment recht­fertigen.

Viel Licht hat seine Schattenseite

In puncto Garten­beleuch­tung dienen digitale Systeme der Licht­steuerung. Bei intelligenter Lichtplanung lässt sich so der Stromverbrauch um 30 bis 50 Prozent senken. Doch immer mehr Licht­quellen in dicht besiedelten Gegenden, sowohl an Häusern wie auch in Gärten, stören den natür­lichen Rhyth­mus von Tieren und Pflanzen – und auch die Nacht­ruhe von Menschen. Aus Rück­sicht auf die Umwelt und guten Schlaf sollten daher Beleuchtungs­systeme, wenn überhaupt, nur sparsam eingesetzt, mit warm­weißen LED-Licht betrieben und zu späterer Stunde komplett abge­schaltet werden.

Kontakt

Iris Laduch
Pressesprecherin