Hier schlummert ein Energie-Star: Das Reihenhaus

BHW Pressedienst 4/2020
Eingeschränkte Bewegungsfreiheit und zu viel Nähe zu den Nachbarn? Von wegen: Im Reihenhaus steckt weit mehr. Ist es mit moderner Heizung und Dämmung ausgestattet, profitieren Eigentümer von einer der klimafreundlichsten Wohnformen. Investieren lohnt sich, nicht zuletzt wegen der neuen CO2-Abgabe ab 2021.

Unauffällige Fassade – aber außergewöhnlich gute Energiewerte!
Bild Nr. 6416, Quelle: www.makehouse.de / Ulrike Link / BHW Bausparkasse

An­gesichts des Klima­schutzes spielt das Reihen­haus seine Stärken aus. Denn ob ein Haus vier Außen­wände hat oder nur zwei, macht ener­getisch einen er­heb­lichen Unter­schied. Ein durch­schnitt­liches frei stehendes Ein­familien­haus ver­braucht jähr­lich 23.000 Kilo­watt­stunden Ener­gie. Der Platz­sparer Reihen­haus kommt mit 17.000 Kilo­watt­stun­den aus. Ein Blick auf die Kosten: Der Gas­preis dürfte 2021 auf 6,8 Cent je Kilo­watt­stunde steigen – inklusive der neuen CO2-Abgabe von 25 Euro je Tonne. Demnach wäre das Reihen­haus also für 1.156 Euro im Jahr zu beheizen, gegen­über 1.546 Euro beim Haus mit Rundum-Grund­stück.

Der große Sprung

Ein Reihen­haus rundum zu er­neuern lohnt sich. Die Planung von Däm­mung und neuen Fenstern in einer Reihen­haus­an­lage sollte jedoch voraus­schauend an­gelegt sein. Denn oft sind Eigen­tümer Teil einer Wohnungs­eigen­tümer­gemein­schaft (WEG), die über Ver­änderun­gen an der Außen­hülle und Kosten solcher Maß­nahmen erst ab­stimmen muss. „Letztlich haben aber meist alle Eigen­tümer Interesse an günstigen Betriebs­kosten“, sagt Thomas Mau von der BHW Bau­spar­kasse. „Sollten sie etwa eine Solar­an­lage auf dem Dach instal­lieren lassen, haben sie als Gruppe Ein­kaufs­vor­teile.“

Wärme vom Finanzamt

20 Pro­zent seiner Sanierungs­kosten kann jeder Modernisierer über drei Jahre hin­weg steuer­lich geltend machen, maximal 40.000 Euro. Ein neues um­welt­freund­liches Heiz­system können Eigen­tümer in ihrer Wohn­ein­heit in eigener Ver­ant­wortung ein­bauen lassen. Für Investi­tionen in eine bessere Energie­bilanz hält der Staat über die KfW und die BAFA ver­günstig­te Dar­lehen oder Zu­schüsse bereit.

Kontakt

Iris Laduch
Pressesprecherin