Wanted: Kompetente Hausverwalter

BHW Pressedienst 1/2021
Mit dem neuen WEG-Gesetz wird der Handlungsspielraum für Verwalter von Wohneigentümergemeinschaften deutlich erweitert. Für die Besitzer von Eigentumswohnungen gilt daher: Kontrolle ist gut!
Gute Beratung durch Hausverwalter spart viel Geld

Gute Beratung durch Hausverwalter spart viel Geld
Bild Nr. 6429, Quelle: Adobe Stock / NDABCREATIVITY / BHW Bausparkasse

Künftig kann ein Verwalter weitaus autonomer agieren und ohne Rück­sprache mit der Eigentümer­gemeinschaft über Maßnahmen kleineren Umfangs entscheiden. Seine Aufgaben sind dabei vielfältig: Er vertritt die WEG gegenüber Geschäfts­partnern, stellt den Wirtschafts­plan auf, holt Kosten­voranschläge ein und betreut Bau­maß­nahmen. Damit kommt ihm eine Schlüssel­position für die Umsetzung der in Alt­bauten oft dringend notwenigen baulichen und energetischen Sanierungs­maßnahmen zu.

Kompetenz wichtiger denn je!

Bislang musste ein Haus­verwalter nicht nachweisen, dass er auch über die dafür erforderlichen Kompetenzen verfügt. Lediglich 21 Stunden Fort­bildung innerhalb von drei Jahren waren vor­geschrieben. Fehler und Versäumnisse blieben da nicht aus. „WEGs sollten jetzt mehr denn je darauf achten, dass sich ihr Verwalter regel­mäßig fortbildet und auch über eine Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung verfügt, die für Schäden aus unerlaubten Handlungen aufkommt“, rät Thomas Mau von der BHW Bausparkasse.

Das Recht auf zertifizierte Verwalter

Das Recht auf einen von der IHK zertifizierten Verwalter haben ab 2022 nur WEGs mit mehr als acht Einheiten. Das betrifft vor allem städtische Wohn­anlagen. Den kleineren WEGs obliegt es nach wie vor, in Eigen­initiative einen Haus­verwalter ihres Vertrauens zu finden. „Sie sollten ortsansässige Verwaltungs­unternehmen vorziehen, denn die sind bei Problemen schnell erreichbar“, sagt Thomas Mau. „WEGs sollten dabei stets auf Referenzen bestehen.“ Ist das Vertrauens­verhältnis zerrüttet, können Eigentümer dem Verwalter ab sofort ohne Angabe von Gründen kündigen. So weit sollten sie es aber erst gar nicht kommen lassen.

Kontakt

Iris Laduch
Pressesprecherin