Dachausbau: Mehr Platz zum Wohnen

Aus Ausgabe PD Extra – Die flexible Immobilie

Dachböden sind viel zu schade zum Wäschetrocknen oder als Abstellraum. Denn ein Dachausbau ist die preiswerteste Möglichkeit, im eigenen Haus zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen.  

Unter Dachschrägen lassen sich ruhige Räume mit viel Licht schaffen
Bild Nr. 6319, Quelle: Velux/BHW Bausparkasse

Modernisierer sollten bei der Planung auf jeden Fall Experten hinzuziehen. Nicht jedes Dach ist für einen Ausbau geeignet, und ohne Beratung durch Experten können kostspielige Fehler entstehen. Grundsätzlich gilt: Steile Dächer lassen sich kostengünstiger ausbauen als nicht so steile. Ideal ist eine Dachneigung zwischen 35 und 50 Grad. Bei geringen Neigungen kann man den Platz für Gäste oder als Hobbyraum nutzen. Wer dort dauerhaft wohnen will, kann die Wand erhöhen lassen, auf der das Dach aufliegt, und auf diese Weise mehr begehbare Fläche unter der Dachschräge schaffen. Bei 50 Grad und mehr können Modernisierer sogar eine zweite Wohnebene einplanen.

Großes Potenzial

„In Deutschland steckt viel Potenzial unter den Dächern. Durch Ausbau und Aufstockung könnten in Wachstumsregionen mehr als eine Million Wohnungen geschaffen werden“, sagt BHW Experte Thomas Mau. Voraussetzung ist jedoch immer ein intaktes Dach. Außerdem müssen in der Regel die Leitungen und Anschlüsse für Heizung, Strom, Wasser und Abwasser ins Dachgeschoss verlängert werden.

Gut isoliert – gutes Raumklima

Für eine angenehme Raumtemperatur ist die Wärmedämmung entscheidend. Auch wegen der Energieeinsparverordnung spielt die Dämmung eine Rolle. Der Brandschutz muss ebenfalls eingehalten werden. Ist das Dach bereits gedämmt, genügt eine zusätzliche Innendämmung. Bei Altbauten ist allerdings oft eine komplett neue Dachdämmung erforderlich. Was kostet das? Ein neues Dach ist teurer, doch generell können Dachausbauer mit 1.000 bis 1.400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Der Wert der Immobilie steigt mit dem Ausbau jedoch deutlich, und für energieeffizientes Sanieren gibt es Fördermittel, etwa von der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Kontakt

Iris Laduch
Pressesprecherin