Digitalstudie 2021 – wie viel Zeit verbringen Deutsche online?

Die Deutschen sind im Online-Modus: Mit geschlossenen Geschäften, Social Distancing und abgesagten Events findet der Alltag heute mehr im Netz statt. Via WhatsApp, FaceTime und Co. mit den Liebsten in Kontakt zu bleiben, ist wichtiger denn je. Auch haben digitale Angebote dem Fernseher in der Freizeit längst den Rang abgelaufen. Damit kommen die Deutschen auf 65 Stunden Online-Zeit im Schnitt in der Woche. Besonders ausdauernd surfen die unter 40-Jährigen.

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„Digitale Deutsche“ – Internetnutzung verzeichnet Plus von 15 Prozent

In Zeiten von Corona verbringen die Menschen viel Zeit zu Hause und wenden sich dabei vermehrt einem leuchtenden Bildschirm zu – sei es beim Streamen von Serien, Chatten mit Freunden und Familie oder virtuellen Meeting mit Kollegen im Homeoffice. Insofern ist es keine große Überraschung, dass die Internetnutzung zunimmt. Wie rasant der Anstieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich war, zeigen die Umfrageergebnisse aus der aktuellen Postbank Digitalstudie:

  • Die Deutschen haben ihre Online-Zeit um neun Stunden erhöht und häufen damit durchschnittlich 65 Stunden pro Woche an. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent innerhalb eines Jahres.
  • Häufig wird zum Smartphone gegriffen. Knapp 19 Stunden surfen die Deutschen auf ihrem Handy im Web. Im Vorjahr kamen sie dabei auf 16 Wochenstunden.

Zum Hintergrund der „Postbank Digitalstudie 2021 – Die digitalen Deutschen“: Die repräsentativen Erkenntnisse stammen aus Umfragen, die im Januar und Februar 2021 durchgeführt wurden. Insgesamt 3.048 Bundesbürger gaben Antworten auf Fragen zu ihrem derzeitigen Online-Verhalten. Die Studie erscheint im siebten Jahr und liefert interessante Informationen dazu, wie die Digitalisierung allgemein sowie in Bezug auf Finanzthemen voranschreitet.

Unter 40-Jährige führen das Ranking an

Bei den jüngeren Deutschen unter 40 Jahren summiert sich die Zeit im Web sogar auf durchschnittlich rund 86 Stunden in der Woche. Mit 31 Stunden kommt das Smartphone dabei auf etwas mehr als ein Drittel der Online-Zeit. Vor allem junge Menschen suchen im Internet nach Abwechslung zum Leben in Quarantäne.

Lieber online gemeinsam allein sein – so lautet das Motto der aktuellen Zeit. Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank, sieht darin einen potenziell andauernden Trend: „Unser soziales Leben hat sich zum Teil ins Internet verlagert. Es ist zu erwarten, dass die Verbraucher*innen einige dieser Gewohnheiten auch nach Ende des Lockdowns beibehalten werden.“

Vorlieben beim Surfen – tschüss Desktop-PC, hallo Smartphone

Das Smartphone verdrängt den Desktop-PC und den Laptop, wenn es um den Zugang auf das World Wide Web geht.

  • Die unter 40-Jährigen machen es als „Digital Natives“ vor: Von ihnen nehmen 88 Prozent für die Internetnutzung ihr Handy zur Hand, bei den Älteren sind es immerhin 74 Prozent.
  • Der Laptop landet auf Position zwei mit 73 Prozent bei den Jüngeren und 68 Prozent bei den über 40-Jährigen.
  • Danach folgt erst der Desktop-PC, der nur noch 53 Prozent aller Nutzer und damit fünf Prozent weniger als im Vorjahr überzeugt.

Brosch sieht das Erfolgsgeheimnis des Smartphones vor allem in der rapiden Mobile-App-Entwicklung: „Die Apps haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht, sodass viele Deutsche mit dem Handy inzwischen nicht nur WhatsApp, Facebook und Co. nutzen, sondern auch Bankgeschäfte erledigen oder Reisen buchen – und das alles mit einem zwischenzeitlich besseren Kundenerlebnis. Dadurch haben die Smartphones dem guten alten Desktop-PC das Wasser abgegraben.“

Tipp

Wie viel Zeit verbringe ich via Smartphone online? Das können Sie sowohl bei Android- als auch Apple-Geräten über die „Bildschirmzeit“ kontrollieren. Es besteht zudem die Möglichkeit, ein Limit festzulegen – was insbesondere für Eltern ein hilfreiches Feature darstellt.

NRWler ausdauernder als Berliner beim Online-Surfen

Die Postbank Digitalstudie 2021 hat noch mehr Bemerkenswertes zum Online-Verhalten der Deutschen herausgefunden – es gibt deutliche regionale Unterschiede:

  • Bürger im Bundesland Nordrhein-Westfalen greifen besonders gerne auf das Internet zu. Sie verbringen durchschnittlich 72 Stunden in der Woche im Internet und damit fast zwölf Wochenstunden mehr als im Vorjahr.
  • Thüringen sichert sich mit rund 70 Wochenstunden den zweiten Platz (ein Plus von neun Stunden).
  • Die Berliner schätzen nach wie vor ihre „Offline“-Zeit. Sie kommen lediglich auf 55 Stunden im Schnitt pro Woche.

Damit zeigt die Digitalstudie, wie wichtig das Internet und digitale Angebote geworden sind – und welche Möglichkeiten sich dadurch für Unternehmen ergeben, die ihre eigene Digitalisierung vorantreiben.