Big-Mac-In­dex – clev­erer Kauf­kraft-In­di­kator

  • Mit dem In­di­ka­tor las­sen sich die Un­ter­schie­de in der Kauf­kraft ver­schie­de­ner Lan­des­wäh­run­gen ab­bil­den.
  • Grund­la­ge hier­für ist der Preis für einen Big Mac bei Mc­Do­nald's.
  • Wir ver­ra­ten Ihnen, wie Sie mit dem Big-​Mac-​Index im Ur­laub Geld spa­ren und wie das Währungs-​Ranking Ein­fluss auf Ihr Wert­pa­pier­de­pot haben kann.

Unser Tipp

Postbank Fondsparplan

Was ist der Big-Mac-In­dex?

Der be­rühm­te dop­pel­stö­cki­ge Bur­ger von Mc­Do­nald's ist ein ech­tes Phä­no­men: Das Fast-​Food-​Gericht be­gann seine Er­folgs­ge­schich­te be­reits im Jahr 1968 als di­rek­tes Kon­kur­renz­pro­dukt zum Whop­per von Bur­ger King. Die Va­ri­a­ti­on aus Burger-​Brötchen, Fleisch, Spe­zi­al­so­ße, Salat und Käse er­freut sich welt­weit gro­ßer Be­liebt­heit. Der Ge­schmack des Big Mac ist fast über­all gleich. Das liegt u. a. an der pe­ni­blen Por­ti­o­nie­rung der Zu­ta­ten.

Der Big Mac ist somit ein welt­weit na­he­zu iden­ti­sches Pro­dukt, das in Mc­Do­nald’s-​Restaurants rund um den Glo­bus ver­kauft wird – und zwar in mehr als 100 Län­dern. Genau das macht ihn zum ide­a­len In­di­ka­tor dafür, wie hoch die Kauf­kraft einer be­stimm­ten Wäh­rung ist. Laut De­fi­ni­ti­on ist der Big-​Mac-​Index dafür ge­dacht, die Kauf­kraft­pa­ri­tät ver­schie­de­ner Wäh­run­gen ab­zu­bil­den. Damit ist das Ver­hält­nis zwei­er Wäh­run­gen auf Basis des Prei­ses für die­sel­ben Waren ge­meint. Sprich: Ein Big Mac soll­te zwar the­o­re­tisch über­all gleich viel kos­ten, nur ist das nicht der Fall. Daran zeigt sich, dass Wäh­run­gen unter-​ oder auch über­be­wer­tet sein kön­nen.

Der Big Mac schmeckt über­all gleich, kostet aber unter­­schied­lich viel

Der Preis für einen Big Mac un­ter­schei­det sich von Land zu Land:

  • Der teu­ers­te Big Mac kos­tet An­fang 2026 ca. 9,12 US-​Dollar, und zwar in der Schweiz. Das ist weit mehr als in jedem an­de­ren Land der Welt.
  • Den güns­tigs­ten Big Mac gibt es in Tai­wan. Dort kos­tet der Bur­ger nur rund 2,47 US-​Dollar. Damit ist der Preis im Ver­gleich zum Vor­jahr ge­stie­gen. In Eu­ro­pa ist der Big Mac in der Ukra­i­ne mit rund 3,19 US-​Dollar am güns­tigs­ten. Seit Mai 2022 gibt es in Russ­land kei­nen Big Mac mehr.

Quel­le: Sta­tis­ta und Eco­no­mist‑Daten (Stand: Ja­nu­ar 2025)

Warum ist der Big-Mac-Index interessant?

Die Er­he­bung zeigt re­la­tiv genau, wie stark die Kauf­kraft ver­schie­de­ner Lan­des­wäh­run­gen ist – und das al­lein an­hand der Big-​Mac-​Preise. Mit dem Burger-​Index lässt sich so fest­stel­len, ob eine Wäh­rung ak­tu­ell über- oder un­ter­be­wer­tet ist.

Das ist nicht nur für Rei­sen­de in­ter­es­sant, die in einem Land mit schwä­che­rer Wäh­rung ge­ne­rell mehr Ur­laub für ihr Geld be­kom­men. An­le­ger pro­fi­tie­ren eben­falls von den Ver­gleichs­wer­ten, die der Big-​Mac-​Index auf­zeigt. Auch kann der Big-​Mac-​Index die In­fla­ti­on der Bur­ger­prei­se im Zeit­ver­lauf an­zei­gen.

Wie lässt sich der Big-Mac-Index berechnen?

Die Formel für die Berechnung lautet: 

Implizierter Wechselkurs (PPP) = Preis des Big Mac im Zielland ÷ Preis des Big Mac im Basisland
Bewertung (%) = ((Implizierter Kurs ÷ Tatsächlicher Wechselkurs) - 1) × 100

Der daraus berechnete Big-Mac-Wechselkurs lässt sich dann mit dem tatsächlichen Wechselkurs vergleichen.

Der Big-Mac-Index für die Euro-Zone im Vergleich zu den USA sieht wie folgt aus: 6,08 Euro entspricht 6,98 US-Dollar ÷ 6,12 US-Dollar = 1,1405 (Big-Mac-Wechselkurs). Nach dem Big-Max-Index ist der Euro gegenüber dem US‑Dollar um 14,0 Prozent überbewertet. (Stand: März 2026)

Big-Mac-Index für Eu­ro­pa – heu­te und frü­her

Die Entwicklung des Big-Mac-Index für die Euro-Zone in den letzten Jahren verdeutlicht, wie Währungen an Wert verlieren oder gewinnen können. Ein separater Big-Mac-Index für Deutschland existiert nicht, da der Index nur den Big-Mac-Preis für die Euro-Zone angibt.

Zeitpunkt Preis in Euro Preis in US-Dollar Euro über-/unterbewertet
Januar 2019 4,05 € 4,71 $ -1,4%
Januar 2020 4,12 € 4,82 $ -4,9%
Januar 2021 4,25 € 4,89 $ +5,6%
Januar 2022 4,42 € 5,04 $ -1,7%
Januar 2023 4,81 € 5,26 $ -2,4%
Januar 2024 5,39 € 5,69 $ +3,1%
Januar 2025 5,67 € 5,79 $ +2,8%
Januar 2026 6,08 € 5,87 $ +8,6%

Bei der Geldanlage Ruhe bewahren

Wie der Big-​Mac-​Index auf­zeigt, kön­nen ei­ni­ge Wäh­run­gen welt­weit schnell an Wert ver­lie­ren oder auf­ge­wer­tet wer­den. Sie soll­ten diese Er­kennt­nis al­ler­dings nicht un­be­dingt über­be­wer­ten. Wich­tig ist, dass Sie bei tem­po­rä­ren Kurs­rut­schen Ruhe be­wah­ren und keine Pa­nik­ver­käu­fe ver­an­las­sen.

Big-Mac-Index nicht das Non­­plus­­ultra der Wäh­rungs­­be­wertung

Zudem ist der Big-​Mac-​Index nicht das Non­plus­ul­tra der Wäh­rungs­be­wer­tung: Ein Ham­bur­ger ist schließ­lich kein in­ter­na­ti­o­nal frei han­del­ba­res Pro­dukt. Lan­des­spe­zi­fi­sche Steu­ern, Zölle und Per­so­nal­kos­ten haben eben­so Aus­wir­kun­gen auf den Big-​Mac-​Preis wie die Aus­ga­ben für lokal pro­du­zier­te Zu­ta­ten. Auch das all­ge­mei­ne Wett­be­werbs­um­feld spielt bei der Preis­ge­stal­tung eine nicht un­er­heb­li­che Rolle. Schluss­end­lich ist der Big Mac zwar weit ver­brei­tet – aus re­li­gi­ö­sen Grün­den gibt es ihn aber bei­spiels­wei­se nicht in In­di­en. In Nord­ko­rea, Kam­bo­dscha, Ghana und Ma­ze­do­ni­en sucht man der­weil ganz ver­geb­lich nach einer Mc­Do­nald’s-​Filiale. Aus die­sen Grün­den ist der Big-​Mac-​Index zwar ein re­la­tiv ver­läss­li­cher In­di­ka­tor für die Kauf­kraft einer Wäh­rung, doch eine welt­wei­te und lü­cken­lo­se Ab­bil­dung ist über die vor 32 Jah­ren ent­wi­ckel­te Be­rech­nungs­grund­la­ge nicht mög­lich.

Alter­nativen zum Ham­burger-Index

Öko­no­men ver­su­chen des­halb seit ei­ni­ger Zeit, Ab­hil­fe zu schaf­fen – etwa mit dem Billy-​Index, der den welt­wei­ten Preis eines schwe­di­schen Re­gal­sys­tems ab­bil­det. In di­rek­ter Kon­kur­renz zum Big-​Mac-​Index ent­stand im Jahre 2013 au­ßer­dem der Mini-​Mac-​Index. Die­ser Ver­gleichs­wert hat aus­nahms­wei­se nichts mit einem be­lieb­ten Schnell­re­stau­rant zu tun: Hier wer­den viel­mehr die welt­wei­ten Preis­un­ter­schie­de des Apple iPad mini dar­ge­stellt, bei dem es sich tat­säch­lich um eine in­ter­na­ti­o­na­le und stan­dar­di­sier­te Ware han­delt.

Währung­srisiko aus­gleichen

Wem das alles zu the­o­re­tisch ist, der kann das Wäh­rungs­ri­si­ko durch ganz prak­ti­sche An­la­gen in ETFs oder Ak­ti­en­fonds aus­glei­chen. Ex­chan­ge Traded Funds ver­tei­len ihr An­la­ge­vo­lu­men quasi au­to­ma­tisch welt­weit, weil sie die Wert­ent­wick­lung ganz un­ter­schied­li­cher Ak­ti­en oder Ak­ti­en­in­di­zes wi­der­spie­geln. Und das Beste daran: Diese Spar­form funk­ti­o­niert bei der Postbank schon ab 25 Euro (ETF) bzw. 50 Euro (Fond­spar­plan) im Monat. Pro­bie­ren Sie doch ein­fach ein­mal eine der bei­den An­la­ge­for­men aus und rei­chern Sie Ihre Geld­an­la­ge mit ei­ni­gen lu­kra­ti­ven „Le­cker­bis­sen“ an!

Risikohinweis

Jede Geld­an­la­ge in Wert­pa­pie­re ist mit Ri­si­ken ver­bun­den. Die An­la­ge ist nicht ga­ran­tiert, Schwan­kun­gen des Markts kön­nen zu Kurs­ver­lus­ten bis hin zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren. Über die spe­zi­el­len Ri­si­ken des je­wei­li­gen Wert­pa­pier­pro­dukts in­for­mie­ren Sie die je­wei­li­gen ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Ver­kaufs­un­ter­la­gen. Diese sind auf www.post­bank.de ab­ruf­bar, wenn Sie dort in der Suche die ISIN/WKN des Pro­dukts ein­ge­ben, au­ßer­dem er­hält­lich in der Postbank Fi­li­a­le bei Ihrem Wert­pa­pier­be­ra­ter. Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen ent­hal­ten zudem die „Ba­sis­in­for­ma­ti­o­nen für Wert­pa­pie­re und wei­te­re Ka­pi­tal­an­la­gen“.