Wert­papiere: Spar­plan oder Ein­mal­anlage?

Re­gel­mä­ßig klei­ne­re Be­trä­ge in einen Spar­plan ein­zah­len oder ein­ma­lig eine grö­ße­re Summe an­le­gen? Was für die Geld­an­la­ge in In­vest­ment­fonds oder ETFs sinn­vol­ler ist, hängt nicht al­lein von Ihren fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten ab. Denn beide An­la­ge­va­ri­an­ten haben ihre ganz ei­ge­nen Vor- und Nach­tei­le.

Unser Tipp

Das Wertpapierangebot der Postbank

Was ist der Unterschied zwischen einer Einmalanlage und einem Sparplan?

Die Geldanlage mit Fonds bietet viele Vorteile. Zum Beispiel, dass Sie Ihr Anlagekapital damit vergleichsweise breit streuen und gegenüber der Anlage in Einzelpapiere die Investmentrisiken minimieren können. Wenn Sie Geld in einen klassischen Investmentfonds oder einen ETF investieren möchten, haben Sie dafür zwei grundsätzliche Möglichkeiten: ein einmaliges Investment oder automatische regelmäßige Einzahlungen über einen Sparplan. Gut zu wissen: Nicht alle klassischen Investmentfonds bzw. ETFs sind sparplanfähig.

Für welche Fondsanlagevariante – Sparplan oder Einmalanlage – Sie sich entscheiden, sollte nicht nur von der Höhe des verfügbaren Anlagekapitals abhängen, sondern auch von Ihren persönlichen Präferenzen und Anlagezielen.

Wie funktioniert ein Fondssparplan?

Ein Investmentfonds- oder ETF-Sparplan gibt Ihnen die Chance, mit vergleichsweise kleinen regelmäßigen Sparbeiträgen langfristig ein Portfolio aufzubauen.

Um einen Fondssparplan anzulegen, müssen Sie zunächst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen. In diesem können Sie mit wenigen Klicks einen oder mehrere der dort verfügbaren Wertpapiersparpläne beauftragen und die Höhe und den Turnus der Investmentrate auswählen. Bei der Postbank beispielsweise sind monatliche, zweimonatliche oder quartalsweise Sparplanausführungen ab 25 Euro (ETF) bzw. 50 Euro (klassischer Fondssparplan) möglich. Die Investmentraten werden gemäß dem vereinbarten Turnus automatisch vom Referenzkonto Ihres Depots in den Fonds investiert. Sie brauchen sich also nach der Beauftragung um nichts mehr zu kümmern. Je nachdem, wo der Börsenkurs des jeweiligen Fonds gerade steht, erhalten Sie für Ihre Sparplanrate komplette Fondsanteile oder auch Teile von Anteilen (Bruchstücke), denn die investierte Summe ist, solange Sie diese nicht ändern, immer gleich. Über Ihr Depot können Sie jederzeit Änderungen an der Höhe Ihrer Sparrate vornehmen oder sie aussetzen, wenn das Geld mal knapp ist. Außerdem können Sie die Wertpapiere im Wertpapiersparplan jederzeit verkaufen, wobei sich wie bei jeder Fondsanlage auch bei Sparplänen ein längerer Anlagehorizont über mehrere Jahre empfiehlt.

Laut Stiftung Warentest erzielten Anleger mit Sparplänen auf den globalen Aktienindex MSCI World bei einer Spardauer von 30 Jahren in der Vergangenheit im Durchschnitt knapp 6 Prozent im Jahr. Wobei bestimmte Zeiträume für Anleger auch im Minus endeten. Umso wichtiger ist es, langfristig zu denken und zur Not auch ein paar Jahre auf die erhofften Kursanstiege warten zu können. Dabei ist zu beachten, dass bisherige Wertentwicklungen keine Rückschlüsse auf künftige Wertentwicklungen zulassen und zur realen Rendite eines Investments auch andere Faktoren beitragen, etwa die Höhe der Inflation.

Gut zu wissen

Die Postbank hat rund 470 sparplanfähige ETFs und 280 entsprechende Investmentfonds im Angebot. Die Mindestanlagesumme beträgt lediglich 25 Euro (ETFs) bzw. 50 Euro (Investmentfonds) je Ausführung.

Fonds­spar­plan: Vor­teile und Nach­teile auf einen Blick

Die Vor­teile

  • Fondssparpläne lassen sich schon mit vergleichsweise kleinen Beträgen besparen: ETF-Sparpläne in der Regel ab 25 Euro monatlich, klassische Investmentfondssparpläne ab 50 Euro monatlich. Sie benötigen also kein größeres Startkapital.
  • Fondssparpläne bieten eine hohe Flexibilität: Die Sparrate lässt sich in der Regel jederzeit anpassen oder aussetzen.
  • Bei einem Fondssparplan müssen Sie sich kaum Gedanken über den passenden Einstiegszeitpunkt machen. Durch die Regelmäßigkeit der Einzahlungen lassen sich Kursschwankungen zumeist langfristig ausgleichen. Da Sie in der Regel über einen längeren Zeitraum monatlich denselben Betrag investieren, kaufen Sie bei höheren Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Fondsanteile.

Die Nachteile

  • Da sich das eingezahlte Kapital bei einem Fondssparplan erst Schritt für Schritt erhöht, kann es im Vergleich zu einer Einmalanlage deutlich länger dauern, bis eine angestrebte Summe aus Einzahlungen und Erträgen erreicht wird.
  • Das Anlageuniversum sparplanfähiger Fondsprodukte ist kleiner als jenes aller Fondsprodukte, da nicht jeder Fonds sparplanfähig ist.

Einmal­an­lage: auf den Punkt Rendite­chancen nutzen

Verfügen Sie über einen größeren Kapitalbetrag, den Sie kurz- und mittelfristig nicht benötigen, könnte es sich – insbesondere in Zeiten steigender Kurse – anbieten, diesen als Einmalanlage in einen oder mehrere Investmentfonds zu investieren. Genau wie bei Fondssparplänen ist es auch hier wichtig, langfristig zu denken und zur Not ein paar Jahre auf die erhofften Kursanstiege warten zu können.

Einmal­an­lage: Vor­teile und Nach­teile auf einen Blick

Die Vor­teile

  • Mit einer Einmalanlage können Sie ab dem Moment des Fondserwerbs direkt mit einem größeren Anlagebetrag an den möglichen Renditechancen der Kapitalmärkte partizipieren und im Falle von Kurssteigerungen einen höheren Ertrag erzielen als mit den kleineren Anfangsraten eines Sparplans.
  • Sie können unter bestimmten Umständen in größerem Maße als bei einem Fondssparplan von der Reinvestition von Dividenden (bei Aktien) oder Zinsen (bei Anleihen) profitieren. Das gilt dann, wenn die Einmalanlage zu Beginn eines Kursanstiegs erfolgt, der Fonds nach Kosten Gewinne bzw. Zinsen abwirft und thesaurierend ist – also die jährlichen Erträge reinvestiert, statt sie auszuschütten. Ihr dadurch erhöhter Anteil am Fondsvermögen kann im Falle eines weiteren Kursanstiegs entsprechend erhöhte Erträge abwerfen.

Die Nachteile

  • Im Vergleich zum Fondssparen spielt der Einstiegszeitpunkt insbesondere bei der Einmalanlage in Aktienfonds eine größere Rolle. Sinkt der Fondspreis nach dem Kaufzeitpunkt, rutscht das gesamte Investment ins Minus – ohne den Vorteil eines Fondssparplans, um bei dann niedrigerem Kurs neue Fondsanteile zu erwerben.

Kön­nen Einmal­an­lagen und Spar­pläne kom­biniert werden?

Natürlich können Sie die beiden Fondsanlagevarianten Sparplan und Einmalanlage auch kombinieren. Wichtig: Sowohl für die Geldanlage mit einem Sparplan als auch für die mit einer Einmalanlage sollten Sie immer über einen längerfristigen Anlagehorizont verfügen. So können Sie mögliche längere Kursrücksetzer aussitzen.

Risikohinweis

Jede Geld­an­la­ge in Wert­pa­pie­re ist mit Ri­si­ken ver­bun­den. Die An­la­ge ist nicht ga­ran­tiert, Schwan­kun­gen des Markts kön­nen zu Kurs­ver­lus­ten bis hin zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren. Über die spe­zi­el­len Ri­si­ken des je­wei­li­gen Wert­pa­pier­pro­dukts in­for­mie­ren Sie die je­wei­li­gen ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Ver­kaufs­un­ter­la­gen. Diese sind auf www.post­bank.de ab­ruf­bar, wenn Sie dort in der Suche die ISIN/WKN des Pro­dukts ein­ge­ben, au­ßer­dem er­hält­lich in der Postbank Fi­li­a­le bei Ihrem Wert­pa­pier­be­ra­ter. Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen ent­hal­ten zudem die „Ba­sis­in­for­ma­ti­o­nen für Wert­pa­pie­re und wei­te­re Ka­pi­tal­an­la­gen“.