2014

Postbank: Geldabheben im Ausland – Kosten vermeiden

Teuerer Umrechnungs-Service am Geldautomaten – Sechsstellige PIN für Bankautomaten? – Geldabheben außerhalb der Eurozone

Presseinformation vom 27.06.2014

Mit der Bank- oder Kreditkarte im Urlaub Bargeld abheben – das ist in den Ländern der Europäischen Union problemlos möglich. Vorsicht ist aber außerhalb der Eurozone geboten. Urlauber sollten genau aufpassen, wenn sie am Geldautomaten in fremden Währungen abheben.

In vielen Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören, bieten Geldautomaten einen besonderen Service an. Der abgehobene Betrag wird direkt am Automaten von der Landeswährung in Euro umgerechnet. Was auf den ersten Blick bequem ist und Sicherheit verspricht, kann Nachteile haben. Silke Haack von der Postbank: "Die Automaten-Anzeige auf dem Bildschirm ist bei diesen Automaten so gestaltet, dass Kunden intuitiv einen Button für die Sofortumrechnung in Eurodrücken. Das kann aber teuer werden - vor allem aus Polen, Tschechien und Großbritannien sind uns solche Fälle bekannt."

Umrechnen ist teurer

Bei der Sofortumrechnung in Euro rechnen die Geldautomatenbetreiber einen Kursaufschlag mit ein. Es wird zwar der gewählte Betrag in der Landeswährung ausgezahlt, aber vom Konto wird ein deutlich höherer Eurobetrag abgebucht. Dies gilt für Bankkarten, Kreditkarten und Sparkarten gleichermaßen. Besonders tückisch: Auf dem Kontoauszug zuhause erscheint nur der Eurobetrag, aber kein Umrechnungskurs. So merken Kunden oft gar nicht, wie viel sie wirklich für die Umrechnung gezahlt haben. Silke Haack: "Der Verlust kann für Reisende dabei bis zu zehn Prozent gegenüber einer Abhebung ohne Euro-Umrechnung betragen." Die Postbank-Expertin rät Reisenden deshalb, die Anzeige am Automaten im Ausland immer genau zu lesen. "Wir gehen davon aus, dass es in den meisten Fällen günstiger ist, die Sofortumrechnung abzulehnen."

PIN-Eingabe im Ausland – vier oder sechs Stellen?

Andere Länder andere Sitten, sagt man gerne. Aber gilt das auch für die Eingabe der PIN am Geldautomaten? So herrscht oft Verwirrung bei Urlaubern, die sich am Geldautomat im Urlaubsland mit Bargeld versorgen möchten und statt der gewohnten vierstelligen PIN eine sechsstellige Geheimzahl eingeben sollen. "Das ist aber keine nationale Besonderheit, sondern schlicht ein Fehler im Geldautomaten", erklärt Silke Haack. Häufig betrifft er alle Automaten eines Kreditinstituts. "In diesem Fall hilft nur der Gang zu einem Automaten der Konkurrenz", so Silke Haack.

Chip oder Magnetstreifen?

Wenn Automaten in Übersee das Plastikgeld nicht akzeptieren, kann die Bankkarte die Ursache sein. Das chipbasierte V-PAY Verfahren ist in Europa Standard und bedeutet vor allem mehr Sicherheit für den Bankkunden: "Der Chip verhindert, dass Betrüger die Karte kopieren können", sagt Silke Haack. "Jenseits von Europa haben viele Banken allerdings noch nicht auf diese Technologie umgestellt und arbeiten weiter über den Magnetstreifen. Deshalb sollten sich Urlauber nicht allein auf die Bankkarte verlassen und ein zweites, bargeldloses Zahlungsmittel dabei haben", empfiehlt Silke Haack.

Günstig Geld umtauschen

Optimal ist beispielsweise eine Kreditkarte, die weltweit eingesetzt werden kann. Wer die häufig erhobenen Entgelte für Auslandszahlungen und -abhebungen vermeiden möchte, hat noch eine andere Möglichkeit: Die Postbank SparCard. Sie hat den Vorteil, dass zehn Auslandsabhebungen im Jahr an Automaten mit dem VISA-Plus Zeichen entgeltfrei sind. In Einzelfällen erheben lokale Geldautomatenbetreiber gesonderte Gebühren. Darauf hat die Postbank keinen Einfluss. Fallen diese Entgelte an, wird dies in der Regel bei der Abhebung kenntlich gemacht.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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