ETF-Sparen für Kids

Eine Ausbildung, ein Studium oder erstmal die Welt entdecken... . Ganz egal, was Ihre Kinder oder Enkelkinder nach der Schulzeit einmal machen möchten: Eine solide finanzielle Basis ist immer hilfreich. Viele Eltern oder Großeltern legen deshalb regelmäßig etwas Geld für den Nachwuchs auf die hohe Kante. Früher war dafür das Sparbuch bestens geeignet. Doch in der Niedrigzinsphase lässt sich so kaum noch Rendite erzielen. Eine zeitgemäße Alternative können ETF-Sparpläne sein.

Unser Tipp

Das neue Sparen

 

ETFs liegen bei Anlegern voll im Trend. Kein Wunder, gelten die börsengehandelten Indexfonds (englisch: Exchange Traded Funds) doch als transparente und effiziente Form der Geldanlage in Wertpapieren. Das Prinzip: Statt aktiv gemanagt zu werden, bildet ein ETF einen Wertpapierindex wie zum Beispiel den internationalen Weltindex MSCI World möglichst genau nach. Das sorgt für Transparenz: Steigt der Index, gewinnt auch der ETF an Wert – und umgekehrt.

Mit der Geldanlage in einen möglichst breiten Index wird das Anlagekapital automatisch über unterschiedliche Anlagen gestreut. Diese Verteilung auf unterschiedliche Wertpapiere reduziert das Kursrisiko zum Beispiel eines Aktien-ETFs gegenüber dem Kauf einzelner Aktien.

Das angelegte Kapital in einem ETF ist durch die Rechtsform des Fonds als so genanntes „Sondervermögen“ vor dem Ausfall der Fondsgesellschaft geschützt. Die allgemeinen Kursrisiken einer Anlage in Wertpapieren bleiben allerdings immer bestehen.

Grundsätzlich kann ab der Geburt des Kindes bereits ein Sparplan eingerichtet werden. Das Depot dafür kann auf den Namen des Kindes in jeder Postbank Filiale persönlich eröffnet werden.
Hierfür benötigen Sie folgende Dokumente:
 

  • Legitimationspapiere der gesetzlichen Vertreter (Personalausweis oder Reisepass)
  • Legitimationspapier des Kindes (Geburtsurkunde, Kinderausweis, Personalausweis oder Reisepass)
  • Nachweis der gesetzlichen Vertretung

Möchten Sie selbst Depotinhaber sein, so können Sie das Depot auf Ihren Namen ganz bequem online eröffnen.

Vom Steuerfreibetrag profitieren

Natürlich steht dem Kind mit seinen Geldanlagen auch ein eigener Steuerfreibetrag zu. Ganz allgemein gilt jedoch: Wenn Eltern einmal Geld für ihr Kind auf dessen Namen angelegt haben, dürfen sie es nicht mehr für ihre eigenen Zwecke nutzen. Die Übertragung des Vermögens an das Kind muss ferner auch zivilrechtlich wirksam sein, sonst gehen die Behörden von einem Scheingeschäft aus, das dazu dient, Steuern auf Kapitalerträge zu hinterziehen.

Ein wichtiger Hinweis: Nur 8.200 Euro Vermögen bleiben bei der BAföG-Förderung unberücksichtigt. Kinder mit einem höheren Vermögen müssen dies zur Finanzierung ihrer Ausbildung einsetzen, bevor Sie BAföG beantragen können.

Ist das ETF-Sparen für Kinder nicht zu riskant?

Viele Eltern scheuen davor zurück, das eigene Geld oder die Ersparnisse der Kinder in börsengehandelte Fonds zu investieren. Das mag daran liegen, dass Exchange Traded Funds ein gewisses Risiko nachgesagt wird. Allerdings ist jede Geldanlage in ETF immer auch ein Wagnis, da Verluste nie ganz ausgeschlossen werden können. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, je länger Ersparnisse flexibel geparkt werden können, desto geringer fällt dieses Verlustrisiko aus. Deshalb lautet die Devise beim Fondsparen, wenn es die persönliche Flexibilität zulässt: Lassen Sie sich nicht von temporären Kursschwankungen irritieren, sondern zeigen Sie langfristig Durchhaltevermögen. Das lohnt sich in den allermeisten Fällen – eine monatliche Geldanlage in Aktien des deutschen Leitindex DAX von Ende 2003 bis Ende 2021 etwa erbrachte über 18 Jahre – also zum Beispiel für ein dann volljährig gewordenes Kind – eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,8 Prozent . Wobei vergangenheitsbezogene Daten natürlich kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen sind. Der DAX stand per 30.08.2022 etwa 19,20 Prozent tiefer als am Jahresende 2021, was die jährliche Rendite um ca. 1.07 Prozent auf dann immer noch beachtlich 6,73 Prozent reduzierte.

Günstige Gebühren

Die günstigen Gebühren von ETF-Sparplänen, im relativen Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds, sind ein weiterer Vorteil. Die jährlichen Verwaltungskosten liegen auf dem deutschen Markt in der Regel bei unter 0,5 Prozent vom investierten Kapital. Bei der Postbank zahlen ETF-Sparer außerdem nur 90 Cent Ausführungsgebühr pro Sparrate – ein Grund, warum die Postbank im ETF-Sparplantest des ETF EXTRA Magazins im Januar 2022 als einzige Filialbank die Auszeichnung „Empfehlung“ mit 5 von 5 Sternen erhielt. Neben dem Gebührenmodell flossen das Produktangebot und der Service in die Bewertung ein. Von insgesamt 19 getesteten Onlinebrokern und Filialbanken erhielten vier die Bewertung "Empfehlung", fünf die Bewertung "sehr gut", sechs die Bewertung "gut" und vier die Bewertung "befriedigend".

Bitte beachten Sie

Jede Anlage in Wertpapieren ist mit Risiken verbunden. Die Anlage ist nicht garantiert, Schwankungen des Marktes können zu Kursverlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Über die speziellen Risiken des jeweiligen Wertpapierprodukts informieren Sie die jeweiligen gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen. Diese sind auf www.postbank.de abrufbar, wenn Sie dort die ISIN/WKN des Wertpapiers in der Suche eingeben, telefonisch bestellbar unter 0228 5500 5555 und erhältlich in der Postbank Filiale bei Ihrem Wertpapierberater. Weitere Informationen enthalten zudem die „Basisinformationen für Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen“.