18.12.2020

Wohin geht 2021 die Reise?

2020 war kein gutes Jahr für die Reisebranche: Wegen COVID-19 blieben viele Flieger am Boden. Nächstes Jahr soll sich das nach den Plänen von Condor-Chef Ralf Teckentrup ändern. Die Fluglinie veröffentlichte kürzlich ihren Sommerflugplan und stellt Urlaubern eine breit gefächerte Auswahl an Destinationen in Aussicht. Aber ist es überhaupt möglich, während der Corona-Pandemie zu reisen – und wenn ja: wohin? Wir geben Ihnen Tipps für Ihren Urlaub und präsentieren Ihnen die Reiseziele für 2021.

Welche Reiseziele steuert Condor 2021 an?

Mit über 50 angeflogenen Destinationen ab Deutschland und der Schweiz hat der Sommerflugplan von Condor fast wieder Vorkrisenniveau angenommen. Damit können sich Reisende 2021 zwischen zahlreichen Urlaubsorten innerhalb Europas und weltweit entscheiden. Der Ferienflieger setzt darauf, dass Corona-Impfstoffe im kommenden Jahr das Geschäft ankurbeln. Die Reiselust der Deutschen war durch das Coronavirus zuletzt etwas gedämpft – auf der Urlaubsplanung für 2021 liegen daher große Hoffnungen.

Ein umfassender Sommerflugplan soll der Airline zudem aus der Krise helfen. Dazu liegt bereits ein Sanierungsplan vor. Condor gab außerdem bekannt, wieder Flüge vom Flughafen Zürich aus anzubieten. Im Bundesgebiet ist die Fluggesellschaft nach wie vor an diesen Standorten aktiv: Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle, München und Stuttgart.

Die Kurzstreckenflieger gehen beispielsweise zu diesen Reisezielen:

  • Antalya (Türkei)
  • Gran Canaria (Kanarische Inseln)
  • Hurghada (Ägypten)
  • Korfu (Griechenland)
  • Palma de Mallorca (Balearische Inseln)
  • Split (Kroatien)

Bei den Langstreckenflügen sind unter anderem folgende Destinationen dabei:

  •  Cancún (Mexiko)
  • Havanna (Kuba)
  • Las Vegas (USA)
  • Mauritius 
  • Mombasa (Kenia) 
  • Puerto Plata (Dominikanische Republik)
  • Toronto (Kanada)
     

Wie bewertet das Auswärtige Amt die Lage in den Reiseländern?

Anlässlich der Corona-Krise gibt das Auswärtige Amt COVID-19-bedingte Reisewarnungen und Teilreisewarnungen heraus. Diese informieren Sie darüber, welches Infektionsrisiko in dem jeweiligen Land besteht und worauf Sie achten sollten.

Für die ausgewählten Reiseländer in unserer Liste bestehen aktuell folgende Hinweise:

  • Die Türkei gilt aufgrund der weiten Ausbreitung von COVID-19 als Risikogebiet. Regionale Schwerpunkte bestehen in den Metropolen und beliebten Urlaubsorten Ankara, Istanbul und Izmir. 
  • Griechenland ist ebenfalls stärker betroffen. Als Risikogebiete gelten vor allem Attika, Epirus, Thessalien, Ostmakedonien und Thrakien, Zentralmakedonien, Westmakedonien, Westgriechenland, Mittelgriechenland sowie Nördliche Ägäis. 
  • Spanien ist eines der Epizentren der Corona-Pandemie in Europa. Eine Ausnahme bilden allein die Kanarischen Inseln.
  • In Österreich befinden sich die Infektionszahlen auf einem anhaltend hohen Niveau – dies gilt für alle Regionen.
  •  Italien war insbesondere zu Beginn der Pandemie eines der am stärksten beeinträchtigten Länder. Nach einer vorübergehenden Abnahme der Fälle nehmen diese landesweit nun wieder deutlich zu. 
  • In Ägypten gehen Experten aufgrund nicht einheitlicher Testungen von einer hohen Dunkelziffer und steigenden Infektionszahlen aus.

Gut zu wissen: Viele Länder haben Reisebeschränkungen erlassen und setzen z. B. einen negativen PCR-Test eines anerkannten Testlabors für die Einreise voraus.
 

Tipp

Die Lage in den Urlaubsländern kann sich ständig ändern. Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuellen Meldungen auf der Webseite des Auswärtigen Amtes. Informationen bieten zudem die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und die EU-Kommission.

Welche Reiseländer sind darüber hinaus (fast) coronafrei?

Während in Europa das Coronavirus zu Beeinträchtigungen im Reiseverkehr und im öffentlichen Leben führt, sind einige internationale Urlaubsziele weniger betroffen:

  • In Kuba bleibt die Zahl der Neuinfektionen niedrig. Eine höhere Ansteckungsgefahr besteht nur in den Provinzen Ciego de Ávila, Pinar del Rio und Sancti Spίritus. 
  • Für die Kanarischen Inseln besteht aktuell aufgrund niedriger Fallzahlen keine Reisewarnung. 
  • Neuseeland ist von COVID-19 kaum betroffen und zählt weniger als 50 aktive Fälle (in Quarantäne). 
  • Thailand weist bislang nur geringe Infektionszahlen auf.
  • China ist möglicherweise der Ursprungsort der Pandemie, weitreichende Lockdowns haben die Fallzahlen jedoch auf ein niedriges Niveau absinken lassen.
  • Auf den Seychellen ist das Infektionsaufkommen derzeit gering.
  • Die afrikanischen Länder Kenia, Mauritius, Ruanda, Uganda, Simbabwe und Sambia haben die Ausbreitung von COVID-19 bisher eindämmen können.

Nichtsdestoweniger rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen, touristischen Reisen in viele Staaten derzeit ab. Bevor deutsche Urlauber eine Reise in eines dieser Länder planen, sollten sie sich sorgfältig über die Einreisebedingungen informieren – denn einige Staaten haben aufgrund der Corona-Pandemie ihre Grenzen für Touristen geschlossen oder strikte Einreisebedingungen erlassen. Ob und wann die Einreisesperren 2021 aufgehoben werden, ist noch nicht bekannt.

Wie könnten Corona-Schnelltests das Reisen ermöglichen?

Ein ständiger Luftaustausch, Spezialfilter und akribische Desinfektionspläne – viele Fluggesellschaften wenden heute höchstmögliche Hygienestandards an. Da sich die Infektionsgefahr dennoch nicht hundertprozentig ausschließen lässt, hoffen Airlines auf Antigen-Schnelltests vor dem Flug: Diese funktionieren vom Prinzip her etwas anders als konventionelle PCR-Labortests. Anstelle von Erbmaterial (virale RNA) weisen die Tests in den Proben etwaige Virusproteine nach. Damit ist der Schnelltest einfacher durchzuführen und erfordert keine Laboruntersuchung. Das Ergebnis liegt deutlich früher vor – häufig schon innerhalb von 15 Minuten.

Die Lufthansa stellt die Corona-Schnelltests bereits auf den Prüfstand: Den Anfang machten die Passagiere vom Flug LH2051 zwischen Hamburg und München. Nur wer auf den sogenannten COVID-19 Tested Flights einen negativen Erregernachweis erhält, darf an Bord. Die Fluggesellschaft verspricht sich davon, mehr Reisende zum Fliegen zu motivieren. Auch Quarantänepflichten dürften sich damit künftig erübrigen, was insbesondere bei internationalen Reisen immense Erleichterung bringen würde. Ob Schnelltests bald zur Routine neben Check-in und Sicherheitskontrolle am Flughafen gehören, darüber gibt es derzeit keine eindeutige Meinung. Die Versuchsdurchgänge von Lufthansa laufen noch und die Airline sammelt nach eigener Aussage dabei wichtige Erfahrungen. Ähnliche Testläufe führen auch TUIfly, Condor, Alitalia und Austrian durch. Offen ist zudem die Frage, welche Staaten die Tests anerkennen und ob sich dadurch geltende Reisebeschränkungen für Touristen ändern.

 

Was tun, wenn mein Urlaubsort zum Risikogebiet wird?

Die meisten Airlines bieten ihren Kunden ohnehin flexible Buchungsbedingungen an. Bei Pauschalreisen haben Sie grundsätzlich die Option, Ihren Urlaub zu stornieren: Wenn für Ihr Reiseziel eine offizielle Reisewarnung gilt, können Sie von Ihrem kostenlosen Rücktrittsrecht Gebrauch machen. Eine Stornierung ist ebenfalls möglich, wenn das Land ein Einreiseverbot verhängt bzw. eine Quarantäne vorschreibt. Individualreisen unterliegen gegebenenfalls nicht deutschem Recht, hier kommt es auf die jeweiligen Vertrags- und Kulanzregelungen an. Wenn Sie aus einem Risikogebiet (siehe Risikoliste des Robert Koch-Instituts) nach Deutschland zurückkehren, müssen Sie sich für zehn Tage in Quarantäne begeben.

 

Tipp

Die Reise-App Sicher Reisen des Auswärtigen Amts gibt Ihnen fortlaufend Informationen für Ihre Reisevorbereitung.