Was ist eigent­lich eine Aktie?

Ins­ge­samt be­sa­ßen 2025 laut dem Deut­schen Ak­ti­en­in­sti­tut 14,1 Mil­li­o­nen Men­schen in Deutsch­land Ak­ti­en­fonds, ETFs oder Ak­ti­en. Das sind 2 Mil­li­o­nen mehr als 2024. Ins­ge­samt in­ves­tier­te jede fünf­te Per­son ab 14 Jah­ren di­rekt oder in­di­rekt am Ak­ti­en­markt. Der po­si­ti­ve Trend der ver­gan­ge­nen 10 Jahre hat sich damit ver­stärkt. Doch warum gibt es ei­gent­lich Ak­ti­en und wie wird man Ak­ti­o­när? Die wich­tigs­ten Fak­ten zum Thema kurz zu­sam­men­ge­fasst.

Unser Tipp

Postbank Depot

Aktien – ein bewährtes Konzept seit mehr als 700 Jahren

An­le­ger haben über Ak­ti­en die Mög­lich­keit, sich welt­weit an Tau­sen­den von Un­ter­neh­men zu be­tei­li­gen. Egal ob Le­bens­mit­tel­pro­du­zent, Fi­nanz­dienst­leis­ter oder Au­to­bau­er – in jeder Bran­che gibt es eine Viel­zahl von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, an deren Wert­ent­wick­lung An­le­ger auf diese Weise teil­ha­ben kön­nen.

Das Kon­zept Aktie ist aber keine In­no­va­ti­on un­se­rer Tage. Zwar strei­ten sich die Ex­per­ten, wel­ches Pa­pier tat­säch­lich als erste Aktie be­zeich­net wer­den kann, aber ur­kund­lich ver­brieft wurde das erste ak­ti­en­ähn­li­che Pa­pier 1288 von einer schwe­di­schen Kup­fer­mi­ne in Falun aus­ge­ge­ben. Die Mine exis­tiert noch heute als Ak­ti­en­ge­sell­schaft unter dem Namen „Stora Koppar­bergs Berg­slags Ak­tie­bo­lag“. Die erste han­del­ba­re Aktie legte 1585 die Ver­ei­nig­te Ost­in­di­sche Handels-​Kompanie auf, um damit den Han­del mit Ge­wür­zen zu fi­nan­zie­ren. Doch was genau ist eine Aktie über­haupt?

Aktie ist nicht gleich Aktie

In Deutschland gibt es für Firmen verschiedene Rechtsformen. Eine davon ist die sogenannte Aktiengesellschaft, kurz AG. Das Eigenkapital einer AG ist vollständig in Aktien aufgeteilt. Eine Aktie ist somit ein Wertpapier, das einen Anteil an der AG darstellt und an der Börse gehandelt werden kann. Durch den Kauf einer oder mehrerer Aktien wird ein Anleger zum Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Als Aktionär erhalten Sie diverse gesetzlich garantierte Vermögens- und Verwaltungsrechte. Dazu gehören:

  • das Recht auf Dividende (sofern es Ausschüttungen gibt)
  • das Recht auf einen anteiligen Liquidationserlös bei Auflösung der AG
  • das Bezugsrecht bei Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Aktiengesellschaft
  • das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen

Das moderne Aktienrecht kennt verschiedene Aktiengattungen, die sich etwa nach dem Stimmrecht oder der Übertragbarkeit unterscheiden. Die wichtigsten Aktiengattungen sind:

  • Stammaktien: Mit einer Stammaktie erwirbt der Aktionär neben dem Unternehmensanteil auch ein Stimmrecht. Dieses Stimmrecht übt der Aktionär üblicherweise auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Aktiengesellschaft aus. Beispielsweise kann er über die Entlastung des Vorstands für das vorangegangene Geschäftsjahr mitentscheiden, also die Frage, ob die Aktionäre dem Management ihr Vertrauen aussprechen. Auch über die Verwendung des Gewinns oder über zukünftige Aktienrückkäufe stimmen die Aktionäre ab. Pro Aktie hat der Aktionär eine Stimme.
  • Vorzugsaktien: Im Vergleich zur Stammaktie verzichtet der Aktionär bei der Vorzugsaktie auf sein Stimmrecht. Hierfür erhält er im Gegenzug einen erhöhten Anspruch auf Gewinnausschüttungen, die sogenannte Dividende. Die Dividende einer Vorzugsaktie fällt also in der Regel höher aus als die Dividende einer Stammaktie.
  • Inhaberaktien: Bei Inhaberaktien kann – wie der Name schon sagt – jeder, der die Aktien besitzt, alle damit verbundenen Rechte und Pflichten wahrnehmen. Sie ist die übliche Form einer Aktie, da sie leicht vom einen auf den anderen Aktionär übertragen werden kann. Da der Käufer einer Inhaberaktie weder seinen Namen angeben muss noch in einem Register verzeichnet wird, weiß das Unternehmen nicht, in wessen Besitz sich die Aktie befindet.
  • Namensaktien: Aktionäre, die hingegen Namensaktien besitzen, werden im Aktionärsregister der Aktiengesellschaft eingetragen. Lediglich die im Register eingetragene Person darf die mit der Aktie verbundenen Rechte in Anspruch nehmen. Das Unternehmen erhält somit einen detaillierten Überblick über die Anzahl der Aktionäre und die jeweils gehaltenen Anteile.

Am Unternehmens­erfolg teilhaben

Grund­sätz­lich kann ein Ak­ti­o­när auf zwei Wei­sen am Er­folg (oder auch Miss­erfolg) des Un­ter­neh­mens, von dem er Ak­ti­en be­sitzt, be­tei­ligt sein: durch stei­gen­de (bzw. fal­len­de) Kurse und durch Aus­schüt­tung der Di­vi­den­de.

Der Kurs einer Aktie, also ihr ak­tu­el­ler Preis, kann sich stän­dig än­dern und hängt von vie­len Fak­to­ren ab – nicht al­lein von der ge­schäft­li­chen Ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens. Da­durch, dass viele Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten an der Börse ge­lis­tet sind, ist es für den Ak­ti­o­när ein­fach zu er­mit­teln, was seine Un­ter­neh­mens­be­tei­li­gung wert ist und ob er ge­won­nen oder ver­lo­ren hat.

Ent­schließt sich eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft, Ge­win­ne an ihre Ak­ti­o­nä­re aus­zu­schüt­ten, hat jeder Ak­ti­en­be­sit­zer einen An­spruch auf einen An­teil am Ge­winn. Die Höhe der Ge­winn­aus­schüt­tung rich­tet sich nach der Ak­ti­en­gat­tung und der An­zahl der ge­hal­te­nen Ak­ti­en. Über die Höhe der Di­vi­den­de ent­schei­det üb­li­cher­wei­se die Haupt­ver­samm­lung – also die Ak­ti­o­nä­re selbst.

Eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft ist nicht ver­pflich­tet, ihre Ge­win­ne oder einen Teil der Ge­win­ne an die Ak­ti­o­nä­re aus­zu­schüt­ten. Das muss aber für den Ak­ti­o­när kein Nach­teil sein. Ge­ra­de in wachs­tums­star­ken Bran­chen kön­nen Ge­win­ne statt­des­sen in­ves­tiert und der Un­ter­neh­mens­wert so wei­ter ge­stärkt wer­den, was den Ak­ti­o­nä­ren, zum Bei­spiel durch stei­gen­de Kurse, eben­falls zu­gu­te­kom­men kann.

Aktien­handel leicht gemacht

Wäh­rend die Wert­pa­pie­re in der An­fangs­zeit ihren Be­sit­zer in phy­si­scher Form wech­sel­ten, wer­den Ak­ti­en heut­zu­ta­ge an den Bör­sen mehr­heit­lich elek­tro­nisch ge­han­delt. Der Kauf oder Ver­kauf von Ak­ti­en ist somit um vie­les leich­ter ge­wor­den. Alles, was Sie dafür be­nö­ti­gen, ist ein Wert­pa­pier­de­pot. Hier wer­den die Ak­ti­en für Sie be­quem ver­wahrt. Der wich­tigs­te Han­dels­platz für Ak­ti­en ist in Deutsch­land üb­ri­gens die Frank­fur­ter Wert­pa­pier­bör­se mit dem elek­tro­ni­schen Han­dels­sys­tem Xetra. Da­ne­ben gibt es in Deutsch­land noch die fünf Re­gi­o­nal­bör­sen Ber­lin, Ham­burg/Han­no­ver, Düs­sel­dorf, Mün­chen und Stutt­gart.

Chancen nutzen, Risiken minimieren

Eine kom­for­ta­ble Mög­lich­keit, sich am un­ter­neh­me­ri­schen Er­folg (oder Miss­erfolg) von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten zu be­tei­li­gen, bie­ten klas­si­sche In­vest­ment­fonds. Über ein Fond­s­in­vest­ment in­ves­tie­ren Sie schon zu ver­gleichs­wei­se klei­nen Be­trä­gen in eine Viel­zahl von Ak­ti­en und streu­en damit so­wohl Ihre Er­trags­chan­cen als auch die Ri­si­ken.

Tipp

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Risikohinweis

Jede Geld­an­la­ge in Wert­pa­pie­re ist mit Ri­si­ken ver­bun­den. Die An­la­ge ist nicht ga­ran­tiert, Schwan­kun­gen des Markts kön­nen zu Kurs­ver­lus­ten bis hin zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren. Über die spe­zi­el­len Ri­si­ken des je­wei­li­gen Wert­pa­pier­pro­dukts in­for­mie­ren Sie die je­wei­li­gen ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Ver­kaufs­un­ter­la­gen. Diese sind auf www.post­bank.de ab­ruf­bar, wenn Sie dort in der Suche die ISIN/WKN des Pro­dukts ein­ge­ben, au­ßer­dem er­hält­lich in der Postbank Fi­li­a­le bei Ihrem Wert­pa­pier­be­ra­ter. Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen ent­hal­ten zudem die „Ba­sis­in­for­ma­ti­o­nen für Wert­pa­pie­re und wei­te­re Ka­pi­tal­an­la­gen“.