Auch im Umland der Big 7 sind die Kaufpreise inflationsbereinigt nur teilweise wieder gestiegen. Das betrifft vor allem das Umland von Hamburg mit Ausnahme des Landkreises Herzogtum-Lauenburg (-1,9 Prozent) und den Speckgürtel von Köln mit Ausnahme der Stadt Leverkusen (-0,8 Prozent). Im Umland von Stuttgart sanken die Preise dagegen weit überwiegend, nur im Landkreis Göppingen stiegen sie real um 1,8 Prozent.
Steigende Preise in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bremen
Auf Ebene der Bundesländer fiel der durchschnittliche Preisanstieg für Eigentumswohnungen in Sachsen über alle Landkreise und kreisfreien Städte mit real 5,2 Prozent am stärksten aus. Im Vorjahr hatte es hier noch den stärksten Preisabfall (-4,4 Prozent) gegeben. Auch in Rheinland-Pfalz (+3,0 Prozent), Bremen (+2,9 Prozent) und Brandenburg (+2,4 Prozent) wurde Wohneigentum im Schnitt deutlich teurer. In Thüringen sanken die Preise dagegen um 5,2 Prozent und auch in Sachsen-Anhalt, Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wurden Eigentumswohnungen real günstiger.
In Ferienregionen Stagnation und leichter Preisrückgang
In den alpenländischen Ferienregionen zeigte sich zumeist noch keine Trendwende, die Preise für Eigentumswohnungen gingen 2025 weiter leicht zurück. Im Durchschnitt sanken sie real um 1,1 Prozent. Ein Beispiel ist der bayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen, in dem Eigentumswohnungen real 3,1 Prozent günstiger waren als im Vorjahr. Im Südwesten Bayerns stiegen die Preise dagegen inflationsbereinigt leicht an.
In den Ferienregionen an der Nord- und Ostsee lagen die Kaufpreise weiterhin auf einem hohen Niveau, allerdings verzeichneten einige besonders hochpreisige Kreise deutliche Einbußen: Nordfriesland mit den beliebten Urlaubsinseln Sylt, Föhr und Amrum hat mit 7.886 Euro pro Quadratmeter die zweithöchsten Preise für Eigentumswohnungen in ganz Deutschland, 2025 sanken sie jedoch real um 7,4 Prozent. Im niedersächsischen Landkreis Aurich, zu dem die Inseln Juist, Norderney und Baltrum gehören, gingen die Preise um 8,6 Prozent zurück. In den Landkreisen an der schleswig-holsteinischen Ostsee stiegen sie inflationsbereinigt dagegen an.