5 Freelancer-Websites, die Sie kennen müssen

Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Wandel! Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen eine Festanstellung und bleiben als Selbstständige oder Kleinunternehmer ihr „eigener Chef“. Laut Statista wuchs die Zahl der Freiberufler (engl. Freelancer) in Deutschland von 514.000 im Jahr 1992 auf 1,4 Millionen im Jahr 2018. Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung dürften den Freiberufler-Bestand in den nächsten Jahren noch weiter wachsen lassen. Doch wo bekommen Freelancer eigentlich ihre Aufträge her?

Webworker: im Netz auf Auftrags-Fang

Die Antwort auf diese Frage findet sich im World Wide Web. Denn hier haben sich im Laufe der Jahre große „Marktplätze“ für Freelancer und Auftraggeber entwickelt. Diese funktionieren stets nach dem gleichen Grundprinzip: Unternehmen oder Privatkunden stellen eine Ausschreibung ins Netz, mit der sie Fachkräfte für eine bestimmte Tätigkeit suchen. Freelancer können für diese Job-Offerten dann ein Angebot abgeben. Sind sich Auftraggeber und Auftragnehmer finanziell einig, wird der Auftrag umgesetzt. Die Online-Plattform behält dafür eine Vermittlungsprovision ein, die zumeist einen prozentualen Anteil vom Verdienst des Freiberuflers ausmacht.

Vor allem für klassische Webworker wie Texter, Fotografen oder Webdesigner lohnt sich der regelmäßige Besuch auf Freelancer-Portalen. Die Herausforderung besteht allerdings darin, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dabei sollten Sie folgende Fragen im Hinterkopf behalten:

  1. Sind auf dem Portal genügend Auftraggeber mit spannenden und gut bezahlten Jobs vertreten?
  2. Wie hoch ist die Vermittlungsprovision (hier gibt es gewaltige Unterschiede)?
  3. Bietet das Portal Möglichkeiten, sich ausreichend über potenzielle Jobangebote und Auftraggeber zu informieren?
  4. Haben Freelancer auf dem Portal genügend Raum, um das eigene Portfolio darzustellen, Arbeitsproben abzulegen und persönliche Infos – wie eine berufliche Vita – zu hinterlegen?

Damit Sie bei Hunderten verfügbaren Projektbörsen nicht den Überblick verlieren, haben wir 5 wichtige Freelancer-Portale recherchiert, die Sie unbedingt kennen sollten.

1. twago

twago bezeichnet sich selbst als „führenden Freelancer-Marktplatz in Europa“. Tatsächlich sind die Zahlen des Unternehmens durchaus beeindruckend: Insgesamt 270.000 User sind auf der Website des 2009 in Berlin gegründeten Start-ups registriert. Das Portal ist derzeit in 11 Ländern erreichbar, legt mit Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien, den Niederlanden & Co. seinen Fokus aber auf den europäischen Raum. Nach eigenen Angaben sind auf twago derzeit über 70.000 Projekte ausgeschrieben.

Das Besondere an twago ist, dass alle Länderseiten miteinander vernetzt sind. Ein deutscher Auftraggeber kann also ohne Probleme einen spanischen Freelancer buchen, was die Auswahlmöglichkeiten für beide Seiten erweitert. Zudem bietet twago die Möglichkeit, die Vergütung für Jobs über twago-SafePay abzuwickeln. Das kostenlose Bezahlmodell schützt Freelancer vor Betrug. Die Vermittlungsgebühren für Aufträge liegen bei twago zwischen 3,5 und 10 Prozent.

2. XING Stellenmarkt

Eigentlich gab es für das bekannte Karrierenetzwerk ambitionierte Pläne, um eine eigene Stellenbörse für Projekt- und Freelanceraufträge an den Start zu bringen. „XING Projekte“ wurde allerdings im Februar 2018 in den normalen Stellenmarkt der Website integriert. Für Jobsuchende ist das jedoch kein Nachteil, denn auf dem XING Stellenmarkt finden Freelancer weiterhin tausende spannende Projektangebote aus ganz unterschiedlichen Branchen.

Um diese Aufträge von den angebotenen Voll- oder Teilzeitstellen zu separieren, müssen Sie lediglich in der Filterfunktion angeben, dass Sie ausschließlich an freiberuflichen Tätigkeiten interessiert sind. Darauf hin werden dann nur noch Freelancer- und Zeitarbeitsaufträge angezeigt. Der große Vorteil: Dieser Service kostet keine zusätzlichen Gebühren, Sie brauchen lediglich XING-Mitgliedschaft.

3. Das Auge

„Das Auge“ ist primär eine Spielwiese für kreative Freelancer wie Designer, Autoren, Multimedia-Experten, Fotografen und Marketing-Fachkräfte. Die Freelancer-Plattform gehört zu den Urgesteinen im deutschsprachigen Web und ist schon seit 1997 aktiv. Auf „Das Auge“ können Freelancer sogar eine eigene „Werkschau“ mit Probeaufgaben und Referenzen erstellen, um sich bestmöglich für potenzielle Auftraggeber zu präsentieren. Sämtliche Funktionen sind kostenlos verfügbar.

4. WorkGenius

Die Plattform WorkGenius ist eine Weiterentwicklung des ehemaligen Studenten-Portals MyLittleJob. Das Besondere an WorkGenius ist, dass hier Auftraggeber und Freelancer durch eine Künstliche Intelligenz (KI) vermittelt werden: Nach Veröffentlichung eines Projekts wird ein „digitales Matching“ durchgeführt, um geeignete Freelancer schnellstmöglich ausfindig zu machen. Für die Auftragserstellung bietet WorkGenius zudem einen vollautomatisierten Briefinggenerator. Für Freelancer ist die Anmeldung kostenlos.

5. Freelancermap

Freelancermap.de ist eine weitere große Projektbörse für Freiberufler aus dem deutschsprachigen Raum. Laut eigener Aussage sind dort 120.000 Nutzer registriert und pro Woche werden mehr als 4.000 neue Projekte gelauncht. Eine Basismitgliedschaft auf Freelancermap ist kostenlos, der Premiumtarif liegt bei knapp 10 Euro pro Monat. Besonders praktisch ist hier der automatisierte Projektagent, der neue und passende Ausschreibungen per E-Mail an Freelancer ausspielt. Besonders beliebte Aufgaben auf Freelancermap kommen aus den Bereichen Kommunikation, Programmierung, Design und Management.

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