Mit Megatrends in die Zukunft investieren

Die Digitalisierung, der demografische Wandel, die weltweite Urbanisierung – das sind nur einige der langfristigen Entwicklungen, die das Leben auf unserer Erde komplett verändern. Zukunftsforscher haben dafür den Begriff Megatrends geprägt. Sie stellen die Menschheit vor große Herausforderungen, bieten aber auch viele Chancen – zum Beispiel für Anleger, die in Zukunftstechnologien wie Robotik, Elektromobilität oder Medizintechnik investieren. Hier lesen Sie, wie Sie dabei sein können.

Technologietreiber für Generationen

Mobil chatten, Fotos und Videos verschicken, Bankgeschäfte erledigen, Filme streamen und, und, und – ein Leben ohne Smartphone ist für viele Menschen heute undenkbar. Dabei kam das erste Mobiltelefon, mit dem mehr als nur Telefonate geführt und SMS-Nachrichten verschickt werden konnten, in Deutschland vor gerade mal etwas mehr als 22 Jahren auf den Markt: Der 9000 Communicator des finnischen Herstellers Nokia kostete bei seiner Markteinführung satte 2.700 D-Mark (umgerechnet ca. 1.350 Euro). Er verfügte sogar bereits über einen Browser, mit dem man von unterwegs auf Internetseiten zugreifen konnte – allerdings nur im Schneckentempo mit einer maximalen Datenrate von 9,6 kBit/s (Kilobit pro Sekunde). Zum Vergleich: Die aktuell schnellste Mobilfunktechnologie LTE bietet Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 500.000 kBit/s.

Das Smartphone ist Teil einer Entwicklung, die schon viele Jahrzehnte anhält und die Menschheit noch über viele weitere Jahrzehnte begleiten wird und damit ein echter Megatrend ist: die Digitalisierung. In ihrem Fahrwasser entwickeln sich bereits in rasantem Tempo neue Megatrends, etwa künstliche Intelligenz oder Robotik.

The trend is your friend

Gemein ist allen Megatrends, dass sie die Entwicklung neuer Technologien vorantreiben. Der Megatrend Klimawandel etwa fördert die Entwicklung klimaschonender Antriebe, die Alterung der Industriegesellschaften beflügelt die Medizintechnik und die Urbanisierung stellt neue Anforderungen an die Infrastruktur, etwa in Form neuer effizienter Transportmittel.

Unternehmen, die Lösungen für die Herausforderungen der Megatrends bieten, können langfristig profitieren – und damit auch Anleger, die zum Beispiel über den Kauf von Aktien in diese Unternehmen investieren. Insbesondere für Privatanleger ist es allerdings schwierig, zu beurteilen, welche Unternehmen langfristig zu den potenziellen Profiteuren der Megatrends gehören könnten. Der einst größte Mobiltelefonhersteller Nokia etwa verkaufte nach hohen Verlusten 2014 seine Mobiltelefonsparte und konzentriert sich seitdem auf andere Geschäftsbereiche.

Eine Alternative zum Kauf von Einzeltiteln kann der Erwerb von Investmentfondsanteilen sein. Je nach Ihrem persönlichen Risikoprofil stehen Ihnen dafür unterschiedliche Fondsvarianten zur Verfügung, zum Beispiel mit Fokus auf Zukunftstechnologien wie Robotik oder das Gesundheitswesen. Fonds erfüllen eine grundsätzliche Anforderung an die Geldanlage, nämlich das Anlagekapital möglichst breit zu streuen. Statt in einzelne Wertpapiere investieren Sie mit einem Fonds immer in eine Vielzahl von Titeln. Wie die Fondsanlage grundsätzlich funktioniert, sehen Sie hier im Video.

Megatrend ETFs: die clevere Alternative

Eine interessante Alternative oder Ergänzung zur Investition in Megatrends über herkömmliche Investmentfonds können zudem „Exchange Traded Funds“ – kurz ETFs – sein. ETFs bieten einen besonders einfachen, kostengünstigen und transparenten Einstieg in die internationalen Anlagemärkte. Sie bilden dafür zum Beispiel Aktienindizes wie den DAX® nach. ETFs, die auf Megatrends setzen, orientieren sich an Indizes, welche die Wertentwicklung von Unternehmen widerspiegeln, die umfangreiche Erträge aus Zukunftstechnologien wie der Automatisierungs- und Robotik-Industrie erzielen. Aktuelle ETF-Angebote der Postbank zur Investition in Megatrends finden Sie hier.

Breit streuen – auch bei Megatrends Pflicht

Grundsätzlich gilt: Je breiter ein Depot aufgestellt ist, desto weniger ist dessen Wertentwicklung von einzelnen Papieren abhängig. Dabei allein über verschiedene Technologietrends zu diversifizieren, wäre allerdings kaum ausreichend. Vielmehr sollte das Anlagekapital zudem in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen investiert werden. Darüber hinaus können innerhalb des Aktienanteils unterschiedliche Regionen berücksichtigt werden. Sollten in einer Marktphase Wertpapiere aus einer Anlageklasse, Region oder eben auch eines Megatrends eine negative Entwicklung aufweisen, kann dies so möglicherweise von den anderen Investments ausgeglichen werden.

Tipp

Besonders einfach und bereits mit monatlichen Beträgen ab 25 Euro können Sie über einen Fondssparplan in ETFs investieren. Wie das Fondssparen funktioniert, lesen Sie in den Postbank Themenwelten im Artikel „Sparen mit System“.

Bitte beachten Sie

Jede Geldanlage ist mit einem gewissen Risiko verbunden. In der Regel steigen mit den Renditechancen einer Anlage auch ihre Risiken. Je nach Wahl der Wertpapieranlageform ist insbesondere mit Kurs- bzw. Volatilitätsrisiken, Risiken der Bonität, der Liquidität, der Zinsänderung, der Währung und der Länder sowie steuerlichen Risiken zu rechnen. Über die speziellen Risiken der jeweiligen Anlageform informieren Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen oder Ihr Wertpapierberater.

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